{"id":1396,"date":"2019-04-29T13:03:04","date_gmt":"2019-04-29T11:03:04","guid":{"rendered":"http:\/\/marioporten.de\/?p=1396"},"modified":"2019-04-29T13:03:05","modified_gmt":"2019-04-29T11:03:05","slug":"generation-z-herausforderung-fuer-unternehmen-und-fuehrungskraefte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marioporten.de\/?p=1396","title":{"rendered":"Generation Z &#8211; Herausforderung f\u00fcr Unternehmen und F\u00fchrungskr\u00e4fte?"},"content":{"rendered":"\n<p>Sie ist in aller Munde &#8211; die Generation Z!<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Recht, m\u00fcssten wir doch sagen, steht doch Z f\u00fcr Zukunft und was k\u00f6nnte schon wichtiger sein, als unser aller Zukunft? Es gibt ja auch viel Positives zu berichten, wenn wir z.B. an die Freitagsdemos denken und daran, wie sich pl\u00f6tzlich junge Menschen in einer lange nicht dagewesenen Form f\u00fcr die Umwelt und ihre Zukunft engagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich aber erlebe auch viele kritische Kommentare, insbesondere von F\u00fchrungskr\u00e4ften, die mit dieser Generation vor ganz neuen Herausforderungen stehen und sich zum Teil \u00fcberfordert f\u00fchlen. Und ich kenne ein paar Menschen der Generation Z (einige sogar sehr gut), erlebe auch die andere Seite und die ist aktuell jedenfalls nicht durchg\u00e4ngig mit ihrer Situation zufrieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob wir nun alle wollen oder nicht &#8211; die Generation Z ist f\u00fcr viele Unternehmen und ihre F\u00fchrungskr\u00e4fte herausfordernd und gerade deshalb m\u00fcssen wir uns mit ihr befassen, denn ohne jeden Zweifel stellt sie eines dar: den Mitarbeitertyp der Zukunft (und teilweise bereits der Gegenwart).<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir zun\u00e4chst mal einen Blick auf die Jahreszahlen werfen, dann d\u00fcrfte schnell klar sein, dass viele F\u00fchrungspositionen heute noch von Babyboomern oder der Generation X besetzt sind. Und wenn man sich da vor Augen f\u00fchrt, wie so eine Kindheit aussah oder auch wie die ersten Berufsjahre wohl verlaufen sind, dann wird schnell klar: vollkommen anders sozialisiert!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000006-256x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1393\" width=\"228\" height=\"910\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000006-75x300.jpg 75w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000006.jpg 359w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 85vw, 228px\" \/><figcaption>aus: Wirtschaftswoche 16\/2019, S. 92<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Junge Leute sind unverzichtbar &#8211; erst recht die Guten! Diese Erkenntnis haben viele Unternehmen gewonnen, doch wie mit ihnen umgehen? Das ist oftmals noch schwierig, denn der Modus von fr\u00fcher, demnach junge Mitarbeiter sich gef\u00e4lligst anzupassen haben, funktioniert auf jeden Fall nicht mehr. Die Macht auf dem Arbeitsmarkt hat l\u00e4ngst gewechselt, die guten jungen Leute sind schnell wieder weg, wenn es ihnen nicht gef\u00e4llt und finden anderswo einen guten Job. Die Frage kann also heute nur lauten: Wie k\u00f6nnen wir uns gegenseitig aufeinander einstellen, so dass alle davon gleicherma\u00dfen profitieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Schwierig wird die Situation heute vor allem auch dadurch, dass die Verschiebung der Marktmacht auf dem Arbeitsmarkt transparent und damit den jungen Mitarbeitern bewusst ist, so dass Forderungen offen gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gefordert wird beispielsweise Flexibilit\u00e4t bei Arbeitszeit und -ort oder auch pers\u00f6nliche Entwicklungsm\u00f6glichkeiten. Die Generation Z arbeitet gerne, aber nicht uneingeschr\u00e4nkt und zieht relativ klare Grenzen zum eigenen Privatleben, das mindestens gleichwertig priorisiert wird. \u00dcberstunden werden geleistet, allerdings nicht &#8220;umsonst&#8221;. Ganz oben auf der Forderungsliste aber steht vor allem Feed-Back und zwar m\u00f6glichst nur positives, was nat\u00fcrlich nicht geht. Anerkennung und Wertsch\u00e4tzung, danach &#8220;giert&#8221; die Generation Z, die deshalb auch gerne die &#8220;Feed-Back-Junkies&#8221; genannt wird. Dabei konkurrieren F\u00fchrungskr\u00e4fte dann mit den Hunderten von &#8220;Likes&#8221;, die die jungen Menschen in sozialen Netzwerken erhalten. Hier mitzuhalten ist nat\u00fcrlich schwierig.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberhaupt wird am Beispiel Feed-Back vielleicht am besten deutlich, warum die Generation Z f\u00fcr viele heutige F\u00fchrungskr\u00e4fte eine gro\u00dfe Herausforderung ist. Positives Feed-Back, also Lob, ist in den meisten deutschen Unternehmen ohnehin nicht h\u00e4ufig anzutreffen. Meist stehen Fehler und M\u00e4ngel im Vordergrund und kritisiert wird oft und gerne. Auch wenn 80% der Dinge in den Unternehmen gut laufen, werden diese eher hingenommen, gesprochen wird meist \u00fcber die 20%, die besser laufen k\u00f6nnten. &#8220;Nicht kritisiert, ist genug gelobt.&#8221; Das ist nat\u00fcrlich aus Sicht eines F\u00fchrungskr\u00e4ftetrainers nicht der richtige Ansatz, vorwerfen kann man es vielen F\u00fchrungskr\u00e4ften jedoch nicht, denn sie haben es selbst meist nicht anders gelernt. In der Zeit als diese Berufseinsteiger waren, gab es noch weniger Lob, oft gar kein Feed-Back: &#8220;Gehe nicht zum F\u00fcrst, wenn Du nicht gerufen wirst.&#8221; Das ist im \u00dcbrigen f\u00fcr viele F\u00fchrungskr\u00e4fte im Mittelmanagement bis heute so &#8211; Druck und Kritik von oben gibt es viel &#8211; Anerkennung eher wenig. Und auch von der Mitarbeiterseite kommen meist nur Forderungen, wenig Anerkennung. F\u00fchrungskraft ist kein angenehmer Beruf, das sage ich seit Jahrzehnten, aber alle, die es sind, sind es freiwillig und m\u00fcssen die Anforderungen gegen sich gelten lassen. Auch die Forderungen der Generation Z und die fordert nun einmal massiv ein, was die meisten F\u00fchrungskr\u00e4fte selbst nicht haben: positives Feed-Back &#8211; die Konflikte sind vorprogrammiert.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Generation-Z_teaser_ref.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1402\" width=\"607\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Generation-Z_teaser_ref.jpeg 338w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Generation-Z_teaser_ref-300x197.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Es ist keine Frage &#8211; die Generation Z ist eine Herausforderung f\u00fcr Unternehmen und F\u00fchrungskr\u00e4fte, aber sie ist vor allem auch eine Chance.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn eines sind die jungen Menschen heute vielleicht viel mehr als in fr\u00fcheren Generationen: Realisten. Sie sind gut informiert, gebildet und Argumenten zug\u00e4nglich. Es kann durchaus gelingen, negatives Feed-Back wertsch\u00e4tzend zu vermitteln, denn perfekt ist niemand und fehlerfrei auch nicht. Die Frage des &#8220;Wie vermittle ich Kritik?&#8221; ist heute allerdings eine viel gr\u00f6\u00dfere Herausforderung als noch vor einigen Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich jedenfalls erlebe die Generation Z auch als sehr engagiert und leistungsbereit, nat\u00fcrlich auch fordernd und herausfordernd. Leicht ist es nicht, mit ihr umzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines muss allen F\u00fchrungskr\u00e4ften und Unternehmen jedoch bewusst sein: Die vermeindlich so anders &#8220;tickende&#8221; Generation Z ist auch unsere Chance, Dinge schneller zu ver\u00e4ndern, neue Werte zu entwickeln und Fehltrends der vergangenen Jahre zu korrigieren. Und wenn wir alle ehrlich sind, haben wir auch gar keine Wahl, die Generation Z ist unsere einzige Chance.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"824\" height=\"583\" src=\"http:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_126920603_S.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1403\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_126920603_S.jpg 824w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_126920603_S-300x212.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_126920603_S-768x543.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption>Ziele gestalten. Chart mit W\u00f6rtern und gezeichneten Piktogrammen<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie ist in aller Munde &#8211; die Generation Z! 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