{"id":2396,"date":"2020-10-17T06:27:06","date_gmt":"2020-10-17T04:27:06","guid":{"rendered":"http:\/\/marioporten.de\/?p=2396"},"modified":"2020-10-17T06:27:08","modified_gmt":"2020-10-17T04:27:08","slug":"der-mp-impuls-zum-wochenende-38","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marioporten.de\/?p=2396","title":{"rendered":"Der MP Impuls zum Wochenende"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eUff!\u201c, ging es mir durch den Kopf, als ich die Unterlage f\u00fcr den Workshop, den ich in der n\u00e4chsten Woche moderieren sollte, gesehen hatte. Der Energieversorger einer deutschen Gro\u00dfstadt f\u00fchrte ein neues System leistungsorientierter Bezahlung ein und der Vertriebsbereich w\u00fcnschte sich die Integration der Zielkarte, die der Vertrieb j\u00e4hrlich ohnehin zu erf\u00fcllen hatte, anstatt individueller Ziele, wie sie ansonsten mit jedem Mitarbeiter vereinbart werden sollten. &nbsp;Die Zielkarte umfasste 15 Einzelziele!<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Jahre habe ich auch als Trainer on the job bei gro\u00dfen deutschen Konzernen gearbeitet. Die Hauptaufgabe: Mehr Verkauf m\u00f6glich machen, also neue Vertriebssysteme in die Praxis umsetzen. Ich war dabei meist in der gl\u00fccklichen Lage mit den oberen Hierarchieebenen arbeiten zu d\u00fcrfen und das \u201egl\u00fccklicherweise\u201c beziehe ich nur darauf, dass alles andere noch viel schwieriger gewesen w\u00e4re. Wie immer stand am Anfang die Einarbeitung in das System des Mandanten: 12 und mehr Ziele waren die Regel, nicht die Ausnahme. Zus\u00e4tzlich wurden diese meist noch in ihrer Priorit\u00e4t laufend ver\u00e4ndert, fast jede Woche war ein anderes Ziel das wichtigste.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nnen Menschen mit solchen Systemen erfolgreich arbeiten? Eher nicht!<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich sollte der so oft ger\u00fchmte \u201egesunde Menschenverstand\u201c auch daf\u00fcr ausreichen, das zu erkennen. Wenn wir es etwas wissenschaftlicher haben wollen, dann k\u00f6nnen wir auf den amerikanischen Psychologen George A. Miller (1920-2012) zur\u00fcckgreifen. Er hat bei seinen Forschungen n\u00e4mlich herausgefunden, dass Menschen nur in der Lage sind sich 7 plus\/minus zwei Dinge im Kurzzeitged\u00e4chtnis zu merken. Deshalb wird die <strong>7<\/strong> auch die \u201eMillersche Zahl\u201c genannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Probieren Sie es aus und spielen Sie spontan mit Ihren Kollegen oder Ihrer Familie \u201eIch packe meinen Koffer und nehme mit\u2026\u201c. Ich behaupte, 5 Dinge konnten Sie sich alle merken, danach begann es schwierig zu werden, acht Dinge hat vielleicht noch der Sieger geschafft, eher keiner.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur werden Sie vielleicht einwenden, dass Zielsysteme ja nicht mit dem Kurzzeitged\u00e4chtnis zu vergleichen sind und da haben Sie nat\u00fcrlich recht. Ich will auch nicht behaupten, man k\u00f6nne Miller\u2019s Forschungen vollst\u00e4ndig und direkt auf Zielsysteme \u00fcbertragen. Wer jedoch viele Ziele gleichzeitig erreichen soll, der muss seine Aufmerksamkeit eigentlich mehr oder weniger permanent auf sie fokussieren. Und schon sind wir wieder bei Miller, auf mehr als sieben Dinge k\u00f6nnen wir das nur schwer.<\/p>\n\n\n\n<p>Und vielleicht noch eine Randnotiz: Es hei\u00dft sieben plus\/minus zwei, was also bedeutet, dass sicher nur die f\u00fcnf ist. Sie werden schon bei 7 Zielen die ersten haben, die nicht mehr \u201ean Bord\u201c sind. Sinnvoll ist es also, sich auf f\u00fcnf Dinge, in diesem Fall Ziele, zu beschr\u00e4nken. Und bitte setzen Sie dann auch keine Unterziele ein, wie ich das so oft erlebt habe. Denken Sie lieber etwas mehr nach, welche Ziele wirklich wichtig sind, vermeiden Sie Komplexit\u00e4t, fokussieren Sie klar, machen Sie die Strategie deutlich und nehmen Sie vor allem <strong>alle<\/strong> Ihre Menschen mit!<\/p>\n\n\n\n<p>Weniger ist mehr! An diesem Uraltspruch ist was dran, auch wenn man immer wieder das Gef\u00fchl hat, das sei eine noch nie dagewesene Erkenntnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Was sind Ihre f\u00fcnf Big-Points?<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_51226006_S.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1629\" width=\"457\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_51226006_S.jpg 865w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_51226006_S-300x192.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_51226006_S-768x493.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 457px) 85vw, 457px\" \/><\/figure><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUff!\u201c, ging es mir durch den Kopf, als ich die Unterlage f\u00fcr den Workshop, den ich in der n\u00e4chsten Woche moderieren sollte, gesehen hatte. 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