{"id":2733,"date":"2021-01-06T17:51:46","date_gmt":"2021-01-06T16:51:46","guid":{"rendered":"http:\/\/marioporten.de\/?p=2733"},"modified":"2021-01-06T17:51:47","modified_gmt":"2021-01-06T16:51:47","slug":"social-healthwork-grosse-studie-der-barmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marioporten.de\/?p=2733","title":{"rendered":"social health@work &#8211; grosse Studie der Barmer"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine sehr interessante Studie zu den Auswirkungen mobilen Arbeitens legt die Barmer Ersatzkasse in Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t St. Gallen vor. In der auf 3,5 Jahre angelegten Studie werden mehr als 8000 repr\u00e4sentativ ausgew\u00e4hlte TeilenehmerInnen mit Schwerpunkt im Bereich der B\u00fcroarbeit zu den Auswirkungen mobilen Arbeitens befragt. Vorgesehen sind insgesamt 8 sogenannte Befragungswellen. F\u00fcr die erste Welle hat die Barmer Ende 2020 die bemerkenswerten Ergebnisse vorgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Status quo gaben dabei <strong>56,1%<\/strong> der Befragten an, dass sie bereits mobil arbeiten. Von den <strong>43,9%<\/strong>, die noch nicht mobil arbeiten, gaben wiederum 71,8% an, dass ihre Arbeit zumindest teilweise f\u00fcr mobiles Arbeiten geeignet w\u00e4re. Es steckt also noch erhebliches Potential f\u00fcr mehr mobile Arbeit in diesen Ergebnissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant ist auch zu sehen, welchen Einfluss die Corona Pandemie auf das mobile Arbeiten hatte. <strong>18%<\/strong> der Befragten gaben an, erst aufgrund der Pandemie mobil gearbeitet zu haben. <strong>41%<\/strong> haben auch schon vor Corona mobil gearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Begriffe \u201eHomeoffice\u201c und \u201emobiles Arbeiten\u201c werden im allt\u00e4glichen Sprachgebrauch oft synonym verwendet, was sachlich nicht korrekt ist. Die Ergebnisse der Befragung zeigen auf, warum sich dieser Sprachgebrauch etabliert haben d\u00fcrfte, denn <strong>92,1%<\/strong> der Befragten arbeiten tats\u00e4chlich zu Hause. Da bei dieser Frage Mehrfachnennungen zul\u00e4ssig waren ergaben sich folgende weitere Ergebnisse: <strong>32,4%<\/strong> arbeiten beim Kunden, <strong>30,1%<\/strong> im Fahrzeug und <strong>18,5%<\/strong> an \u00f6ffentlichen Orten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein interessantes Ergebnis ergab sich auch bei der Frage, wie sich mobiles Arbeiten auf die Kommunikationskan\u00e4le auswirkt. Teilnehmer, die (teilweise) mobil arbeiten f\u00fchrten deutlich weniger pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che mit Ihren Kolleginnen und Kollegen. Der Anteil pers\u00f6nlicher Gespr\u00e4che hat sich in diesem Fall von <strong>58,2%<\/strong> auf <strong>30,2%<\/strong>\u00a0 fast halbiert. Im Gegenzug stieg die Nutzung aller anderen Kommunikationskan\u00e4le an. Es wird deutlich, was wir im letzten Jahr von vielen Menschen auch ausdr\u00fccklich geh\u00f6rt haben, etwa in Formulierungen wie: \u201eMir fehlt das pers\u00f6nliche Gespr\u00e4ch mit den Kollegen.\u201c Mit dieser fast zwangsl\u00e4ufigen Ver\u00e4nderung geht jeder anders um.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Krankenkasse hat die Barmer bei ihrer Studie nat\u00fcrlich vor allem, aber nicht nur, die Auswirkungen mobilen Arbeitens auf die Gesundheit Ihrer Versicherten im Blick. Dabei betrachtet sie die k\u00f6rperliche und psychische Gesundheit und f\u00fchrt zus\u00e4tzlich neu den Begriff der \u201e<strong>sozialen Gesundheit<\/strong>\u201c (social health) ein. Diese Erweiterung erscheint in der aktuellen Zeit absolut sinnvoll und wird von der Barmer wie folgt definiert:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>\u201eSocial health@work beschreibt einen Zustand sozialen Wohlbefindens im Arbeitskontext, bei welchem Personen gesunde Verhaltensweisen und Arbeitsbeziehungen entwickeln und nutzen, um das Spannungsfeld von Erreichbarkeit und Abgrenzung, Autonomie und Eingebundenheit sowie Produktivit\u00e4t und Erholung erfolgreich und gesund zu gestalten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Es geht im wahrsten Sinne des Wortes um eine gesunde Balance.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im Weiteren sind auch die Unterschiede in den ersten Ergebnisse zu Gesundheit und Performance interessant, die sich zwischen mobil und nicht mobil arbeitenden Befragten ergeben haben. Diese Ergebnisse betreffen die Corona Zeit im Jahr 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>Mobil arbeitende Besch\u00e4ftigte sch\u00e4tzten dabei z.B. ihre Produktivit\u00e4t um 4,2% und ihre Arbeitszufriedenheit um 5% h\u00f6her ein, als nicht mobil arbeitende Studienteilnehmer. Sie klagten um 5,3% weniger \u00fcber Schlafprobleme, allerdings auch zu 4 % mehr \u00fcber Konflikte zwischen Arbeit und Privatem. Aus Unternehmenssicht erfreulich waren alle Produktivit\u00e4tskennziffern, denn mobil Arbeitende sch\u00e4tzen alle Aspekte gegen\u00fcber nicht mobil arbeitenden Befragten besser ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitsqualit\u00e4t +5,2%<br>Generierung neuer Ideen +5,6%<br>Arbeitsmenge +4,7%<br>Kommunikation und Koordination mit Kollegen +1,2%<\/p>\n\n\n\n<p>Wie nicht anders zu erwarten, kamen Besch\u00e4ftigte mit ausgepr\u00e4gter digitaler Kompetenz zu besonders positiven Einsch\u00e4tzungen. Ebenfalls wenig \u00fcberraschend, dass auch die Rolle der F\u00fchrungskr\u00e4fte wieder eine signifikante ist. Je offener die F\u00fchrungskraft die Ver\u00e4nderungen f\u00f6rdert und je mehr sie selbst \u00fcber digitale Kompetenzen verf\u00fcgt, desto besser die Befragungsergebnisse. Wie so oft gilt auch bei diesem Thema: Die F\u00fchrungskr\u00e4fte haben den Schl\u00fcssel zum Erfolg zumindest in gro\u00dfen Teilbereichen in der Hand.<\/p>\n\n\n\n<p>Die umfangreichen Befragungsergebisse sprengen insgesamt den Rahmen dieses Blogbeitrags. Ich m\u00f6chte Ihnen daher gerne an Herz legen, selbst einen Blick in die Studie zu werfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ist der Link: <a href=\"https:\/\/www.barmer.de\/blob\/259450\/ea66685b839e7aded009101aa7ba7641\/data\/dl-studienbericht-social-health.pdf\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.barmer.de\/blob\/259450\/ea66685b839e7aded009101aa7ba7641\/data\/dl-studienbericht-social-health.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Barmer Studie social health@work<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Es wird sicherlich interessant sein, die Ver\u00e4nderungen der weiteren Befragungswellen zu verfolgen. Wir stehen zweifellos am Beginn nachhaltiger Ver\u00e4nderungen gro\u00dfer Teile der Arbeitswelt. F\u00fcr viele Menschen wird dies mit pers\u00f6nlichen Herausforderungen, \u00c4ngsten und \u00dcberforderungen einhergehen. Andere werden mit Freude die neuen M\u00f6glichkeiten nutzen. Von vielem \u2013 z.B. dem lang gewohnten Schw\u00e4tzchen mit KollegenInnen im B\u00fcro, werden wir vielleicht Abschied nehmen. Daf\u00fcr kommt neues hinzu. Es ist eine unglaublich spannende Zeit \u2013 hoffentlich lassen die Unternehmen ihre Menschen in dieser Zeit nicht allein.<\/p>\n\n\n\n<p>Es bleibt interessant!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Wegbegleiter2021.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2735\" width=\"438\" height=\"444\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Wegbegleiter2021.jpg 559w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Wegbegleiter2021-296x300.jpg 296w\" sizes=\"auto, (max-width: 438px) 85vw, 438px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine sehr interessante Studie zu den Auswirkungen mobilen Arbeitens legt die Barmer Ersatzkasse in Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t St. Gallen vor. 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