{"id":2953,"date":"2021-04-17T05:00:00","date_gmt":"2021-04-17T03:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marioporten.de\/?p=2953"},"modified":"2021-03-15T13:27:49","modified_gmt":"2021-03-15T12:27:49","slug":"der-mp-impuls-zum-wochenende-64","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marioporten.de\/?p=2953","title":{"rendered":"Der MP Impuls zum Wochenende"},"content":{"rendered":"\n<p>Peter kannte ich schon einige Zeit, bevor er mich auf ein m\u00f6gliches Coaching ansprach. Er war Teamleiter in einem gro\u00dfen Konzern und in den letzten Monaten hatte er verst\u00e4rkt neue Mitarbeiter bekommen. Das war einerseits sch\u00f6n, denn sein Team wuchs und er konnte die vielen Aufgaben endlich auf mehr Schultern verteilen. Andererseits hatten damit auch die Probleme zugenommen, denn Peter f\u00fchlte sich als F\u00fchrungskraft zunehmend unwohl.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas konkret bereitet Dir denn dieses Unwohlsein?\u201c, fragte ich ihn. Wie zu erwarten, konnte er das nicht genau beantworten und so n\u00e4herten wir uns dem Kern der Sache langsam an. In den letzten Monaten hatte er viele junge Leute in sein Team bekommen. Ausgelernte Azubis, Studenten in ihrer ersten Anstellung nach dem Studium. \u201eDie haben frischen Wind ins Team gebracht, das ist sch\u00f6n\u201c, f\u00fchrte Peter aus. \u201eAber irgendwie sind die so anders als ich, ich wei\u00df auch nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/application-1934972-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3008\" width=\"217\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/application-1934972-683x1024.jpg 683w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/application-1934972-200x300.jpg 200w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/application-1934972-768x1152.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/application-1934972-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/application-1934972-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/application-1934972-1200x1800.jpg 1200w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/application-1934972-scaled.jpg 1707w\" sizes=\"auto, (max-width: 217px) 85vw, 217px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Peter ging auf die 50 zu und dass die jungen Menschen anders waren, \u00fcberraschte nicht. So bat ich ihn um ein Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch habe zwei der Neuen gebeten, ein Konzept f\u00fcr eine Verbesserung der Schnittstelle zu unserer Nachbarabteilung zu erstellen. Da hakt es manchmal und aus Kundensicht war ich mir sicher, dass wir in der Zusammenarbeit noch besser werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soweit so gut, dachte ich bei mir, doch irgendwie sah Peter schon bei dieser Schilderung verkniffen aus. \u201eWas ist daraus geworden?\u201c, fragte ich.<\/p>\n\n\n\n<p>Er habe sich st\u00e4ndig gefragt, ob er das nicht besser selbst gemacht h\u00e4tte, erkl\u00e4rte er mir. War das nicht seine Aufgabe, die Zusammenarbeit zu managen? Einige Tage habe er schlecht geschlafen und dann wollte er die Aufgabe an sich ziehen, doch es war schon zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201ePeter wir haben schon alles geregelt, das Konzept ist fertig und die Kollegen von nebenan finden es super. Auch Thomas findet es toll \u2013 am Montag starten wir mit der neuen Zusammenarbeit, wir m\u00fcssen es nur noch morgen in unserer Teambesprechung den anderen Teammitgliedern vorstellen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"424\" height=\"283\" src=\"http:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_39858214_XS-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1114\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_39858214_XS-1.jpg 424w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_39858214_XS-1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 424px) 85vw, 424px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Thomas war der Teamleiter des Nachbarteams und Peter war kreidebleich, als er erz\u00e4hlte, dass seine Mitarbeiter auch schon mit ihm gesprochen hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDu siehst ganz schlecht aus, dabei hast Du sehr selbst\u00e4ndige und f\u00e4hige Mitarbeiter, Du k\u00f6nntest stolz sein, was bedr\u00fcckt Dich?\u201c Meine Frage sorgte f\u00fcr einige Augenblicke des Schweigens.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war mit Peter am Kern des Problems angekommen und der Kern lautete Kontrollverlust. Da waren diese Fragen in seinem Kopf:<\/p>\n\n\n\n<p>Warum waren seine Kollegen nicht zuerst zu ihm gekommen, um ihr Konzept vorzustellen?<\/p>\n\n\n\n<p>Was w\u00e4re gewesen, wenn das andere Team, die Ideen nicht gut gefunden h\u00e4tte?<\/p>\n\n\n\n<p>Was wenn Thomas ihn jetzt f\u00fcr unf\u00e4hig hielt, weil nicht er mit diesen Vorschl\u00e4gen gekommen war?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sollte das \u00fcberhaupt weitergehen, wenn seine Mitarbeiter pl\u00f6tzlich so selbst\u00e4ndig waren und ihn gar nicht mehr brauchten?<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/business-3188128-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3009\" width=\"444\" height=\"294\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/business-3188128-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/business-3188128-300x199.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/business-3188128-768x509.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/business-3188128-1536x1017.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/business-3188128-2048x1356.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/business-3188128-1200x795.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 444px) 85vw, 444px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Peter hatte gef\u00fchlt die Kontrolle verloren und f\u00fchlte sich ganz schlecht damit. Er war es jahrelang gewohnt, die F\u00e4den in der Hand zu haben und sich kleinteilig berichten zu lassen, um dann selbst zu entscheiden. Auch die Kommunikation in andere Bereiche war stets seine Aufgabe gewesen. Und pl\u00f6tzlich drohte ihm alles zu entgleiten, die \u00fcberzeugenden Ergebnisse freuten ihn nicht, er nahm sie nicht einmal richtig wahr.<\/p>\n\n\n\n<p>So wie Peter geht es gerade vielen Menschen und das aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden. Auch die Corona-Pandemie zeigt uns, dass wir nicht immer alles unter Kontrolle haben k\u00f6nnen. Nicht alles ist planbar, vieles kommt anders als angenommen und das meist sehr schnell. Das oft zitierte agile handeln ist gefragt.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch bleiben wir f\u00fcr diesen Impuls bei den F\u00fchrungskr\u00e4ften, denn Peter steht exemplarisch f\u00fcr viele langj\u00e4hrige F\u00fchrungskr\u00e4fte, die aktuell durch die jungen Menschen speziell der Generation Z gefordert werden. Die Jungen sind sehr viel selbst\u00e4ndiger, kooperativer und ergebnisorientierter. Sie wollen gestalten und tun dies, oftmals ohne zu fragen. Sie suchen Freir\u00e4ume und nehmen sie sich. Als F\u00fchrungskraft kann man nicht mehr \u201ealles unter Kontrolle haben\u201c, sonst demotiviert man seine Mitarbeiter. Das ist nicht leicht zu lernen, aber F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen sich dieser Aufgabe stellen, wenn sie weiterhin erfolgreich sein wollen. Loslassen, Freir\u00e4ume geben, Vertrauen haben \u2013 was so selbstverst\u00e4ndlich klingt, ist f\u00fcr viele F\u00fchrungskr\u00e4fte doch so schwer.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Peter musste einige Zeit mit mir an diesem Thema arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun Sie, haben Sie auch gerne \u201ealles unter Kontrolle\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p>Wo tritt bei Ihnen diese Eigenschaft besonders deutlich zu Tage? Im Beruf, in der Familie, im Hobby?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie reagiert ihr Umfeld darauf?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie geht es Ihnen, wenn etwas Unerwartetes geschieht?<\/p>\n\n\n\n<p>Keine Frage, in vielen F\u00e4llen ist es gut, die Kontrolle zu haben. Doch manchmal ist es noch besser, sie bewusst aufzugeben und \u201ees\u201c einfach geschehen zu lassen. Es f\u00fchlt sich leicht und frei an, die Dinge einfach flie\u00dfen zu lassen und zu schauen, was passiert. Wenn wir ohnehin nicht alles kontrollieren k\u00f6nnen, warum sollen wir dann st\u00e4ndig nach Kontrolle streben?<\/p>\n\n\n\n<p>Lassen Sie die Dinge doch einfach mal laufen\u2026, vielleicht ja gleich an diesem Wochenende!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_33698219_XS-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1183\" width=\"333\" height=\"184\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_33698219_XS-1.jpg 466w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_33698219_XS-1-300x166.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 333px) 85vw, 333px\" \/><\/figure><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Peter kannte ich schon einige Zeit, bevor er mich auf ein m\u00f6gliches Coaching ansprach. 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