{"id":3437,"date":"2021-07-28T05:00:00","date_gmt":"2021-07-28T03:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/marioporten.de\/?p=3437"},"modified":"2021-07-27T09:52:04","modified_gmt":"2021-07-27T07:52:04","slug":"arbeitswelt-und-fuehrung-aktuelle-trends-und-umfragen-ausgabe-28-07-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marioporten.de\/?p=3437","title":{"rendered":"Arbeitswelt und F\u00fchrung: aktuelle Trends und Umfragen, Ausgabe 28.07.2021"},"content":{"rendered":"\n<p>Dass die meisten Menschen zuk\u00fcnftig hybrid arbeiten werden, also die Wahl zwischen B\u00fcro und Homeoffice haben, scheint zumindest gem\u00e4\u00df einer internationalen Studie des Personaldienstleisters Robert Half fast schon gesichert zu sein. Von den 1500 befragten F\u00fchrungskr\u00e4ften gingen jedenfalls 86% davon aus. Die Unternehmen versprechen sich davon u.a. auch in Krisenzeiten flexibel und produktiv zu sein. 29% der Befragten waren zudem der Meinung, dass auf diese Weise auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden erh\u00f6ht werden k\u00f6nnte. Als Nebeneffekt kann gleichzeitig auch die digitale Transformation der Unternehmen gef\u00f6rdert werden. Auf die F\u00fchrungskr\u00e4fte kommen dabei noch erhebliche Herausforderungen zu, mit denen diese sich aktuell auch besch\u00e4ftigen. Etwa ein Drittel der F\u00fchrungskr\u00e4fte sehen Herausforderungen, das Engagement und die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden hochzuhalten. Auch machen sich ebenso viele F\u00fchrungskr\u00e4fte Sorgen um die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/bathroom-scale-1149264-1024x747.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3251\" width=\"466\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/bathroom-scale-1149264-1024x747.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/bathroom-scale-1149264-300x219.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/bathroom-scale-1149264-768x561.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/bathroom-scale-1149264-1536x1121.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/bathroom-scale-1149264-2048x1495.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/bathroom-scale-1149264-1200x876.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 466px) 85vw, 466px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Gerade die Sorge um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter scheint gerechtfertigt zu sein, wenn man einer Studie der Krankenkasse DAK glaubt. Die n\u00e4mlich kommt zu dem Ergebnis, dass 32% der Versicherten im Homeoffice \u00fcber h\u00e4ufigere R\u00fcckenschmerzen klagen. Signifikante 71% der Befragten gaben an, sich durch den Umzug ins Homeoffice weniger zu bewegen, so dass jeder Dritte mindestens drei Kilo zugenommen hat. Wenn wir bedenken, dass wir in Deutschland ohnehin bereits ein signifikantes \u00dcbergewichtsproblem haben, ist das keine gute Nachricht. F\u00fcr die Unternehmen muss man wohl feststellen, dass an dieser Stelle noch Handlungsbedarf gegeben ist, denn ich glaube nicht, dass die Arbeitsplatzergonomie in allen Homeoffices bereits zufriedenstellend ausgestaltet ist. Im Gegenteil: Greifen wir fr\u00fchere Befragungsergebnisse auf, dann ist eher anzunehmen, dass viele Unternehmen sich damit bislang gar nicht auseinandergesetzt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade f\u00fcr Pendler und ihre Unternehmen k\u00f6nnte dabei das Homeoffice auch langfristig die bessere L\u00f6sung sein, denn die WHU hat in einer Studie festgestellt, dass Pendeln die Arbeitsproduktivit\u00e4t negativ beeinflussen kann. In der Studie beantworteten 50 pendelnde Mitarbeitende Frageb\u00f6gen zu ihren Erfahrungen beim Pendeln. Das klare Ergebnis zeigt, dass negative Erlebnisse auf dem morgendlichen Arbeitsweg zu schlechteren Arbeitsabl\u00e4ufen und weniger Engagement am Arbeitsplatz f\u00fchren. In einer weiteren Studie mit 90 Teilnehmenden wurde ebenfalls herausgearbeitet, dass Pendelstress die F\u00e4higkeit, sich f\u00fcr anstrengende Aufgaben zu motivieren, negativ beeinflusst. Sicher gibt es f\u00fcr die Unternehmen vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten gegenzusteuern, aber Pendeln zu vermeiden, d\u00fcrfte die einfachste und wirksamste aller Methoden sein.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_126920603_S-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1522\" width=\"430\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_126920603_S-1.jpg 824w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_126920603_S-1-300x212.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Fotolia_126920603_S-1-768x543.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 85vw, 430px\" \/><figcaption>Ziele gestalten. Chart mit W\u00f6rtern und gezeichneten Piktogrammen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine dauerhafte hybride Arbeitsorganisation ist in Deutschland allerdings offenbar bei weitem noch nicht die notwendige Ausbaustufe digitaler Zusammenarbeit erreicht. Die Krankenkasse Barmer und die Universit\u00e4t St. Gallen haben bei einer Befragung von 8000 Besch\u00e4ftigten gerade einmal von 9% der Befragten die Einsch\u00e4tzung erhalten, dass ihr Unternehmen den h\u00f6chstm\u00f6glichen Zustand virtueller Zusammenarbeit bereits erreicht habe. Immerhin weitere 11% sahen ihre Unternehmen wenigstens in der Virtualisierungsphase. Der Rest hat noch einen weiten Weg vor sich. Dabei scheint es auch f\u00fcr die Unternehmen sinnvoll zu sein, diese Prozesse zu beschleunigen, denn Mitarbeiter, die voll virtualisiert sind, nehmen sich selbst im Durchschnitt als 6% produktiver wahr. Auch f\u00fchlen sie sich weniger ersch\u00f6pft, weniger unsicher und nicht so sehr zwischen Arbeits- und Privatleben hin- und hergerissen. Alles Einsch\u00e4tzungen, die auch aus unternehmerischer Sicht zu begr\u00fc\u00dfen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber das Arbeiten im Homeoffice wird aktuell viel und in sehr unterschiedlichen Facetten diskutiert. Eine Facette ist auch die Bef\u00fcrchtung, Mitarbeitende w\u00fcrden zu viel arbeiten, da der Laptop schnell aufgeklappt ist. So k\u00f6nnten Arbeitszeitgesetze umgangen werden, aber auch \u00dcberlastungssituationen forciert werden. Das Digital Magazin t3n legt eine Studie vor, f\u00fcr die 1000 berufst\u00e4tige Menschen in Deutschland befragt wurden und in der 81% der Befragten eine Nichterreichbarkeit nach Dienstschluss f\u00fcr eher wichtig halten. Die Umfrage steht im Zusammenhang mit dem \u201eright to disconnect\u201c, welches aktuell im EU-Parlament diskutiert wird. In der Altersgruppe der 45-54j\u00e4hrigen h\u00e4lt jede zweite Person ein solches Recht f\u00fcr wichtig. In dieser Altersgruppe lag damit die h\u00f6chste Einsch\u00e4tzung vor. Insgesamt deuten die Studienergebnisse daraufhin, dass viele Deutsche nach wie vor eine geregelte Trennung von Arbeit und Privatleben bevorzugen, obwohl so gerne gegenteiliges propagiert wird. Spannend ist auch hier wieder einmal der Blick auf die Geschlechter, denn Frauen finden eine Zeit der Nichterreichbarkeit offenbar wichtiger als M\u00e4nner. Die Frage, ob sie auch nach der Arbeit erreichbar sind, beantworteten allerdings 65% der Frauen mit einem klaren Ja. Bei den Herren waren es nur 60%. Es sollte allen klar sein, dass dies vor allem eine Frage der Selbstf\u00fcrsorge und der Selbstdisziplin ist. Zu hoffen, dass andere schon R\u00fccksicht nehmen und mich deshalb au\u00dferhalb der Arbeitszeiten nicht kontaktieren werden, hat noch nie funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/money-1428594-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3439\" width=\"472\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/money-1428594-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/money-1428594-300x200.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/money-1428594-768x512.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/money-1428594-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/money-1428594-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/money-1428594-1200x800.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 472px) 85vw, 472px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nicht nur die organisatorischen, sondern auch die monet\u00e4ren Arbeitsbedingungen scheinen auf einen Wandel zuzusteuern. Das berufliche Netzwerk Xing legt gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut marketagent eine Studie vor, f\u00fcr die 1000 Erwerbst\u00e4tige aus Deutschland befragt wurden. Einerseits ist eine deutliche Mehrheit von 65% mit ihrem aktuellen Gehalt zufrieden, allerdings h\u00e4lt auch eine Mehrheit von 56% der Befragten eine Diskussion \u00fcber neue Verg\u00fctungsmodelle f\u00fcr dringend geboten. Verbunden wird dies offenbar auch mit der aus meiner pers\u00f6nlichen Sicht schon lange \u00fcberf\u00e4lligen Diskussion, dass nicht Arbeitszeit, sondern Leistung und Zielerreichung f\u00fcr die Verg\u00fctung ausschlaggebend sein sollten. Mit 62% stimmten fast zwei Drittel auch der These zu, dass Geld nur eine m\u00f6gliche Form der Bezahlung darstellt. Als ebenfalls attraktiv wurden zus\u00e4tzliche Urlaubstage (53%) und der verg\u00fcnstigte Bezug von Waren bzw. Dienstleistungen (32%) genannt. Das zu alldem noch mehr Gehaltstransparenz eingefordert wurde, passt da nur ins Bild.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus meiner Sicht stehen wir unzweifelhaft am Beginn langfristiger und nachhaltiger Ver\u00e4nderungen der Arbeitswelt. Es kann nicht verwundern, dass vieles noch nicht abschlie\u00dfend prognostizierbar ist und dass sich viele Mitarbeitende und F\u00fchrungskr\u00e4fte aktuell verunsichert f\u00fchlen. Ein \u201eNew Normal\u201c, dass so gerne schnell mal ausgerufen wird, wird aus meiner Sicht noch viele Jahre auf sich warten lassen. Und ob es \u00fcberhaupt nur ein oder mehrere \u201eNew Normals\u201c geben wird, dazu wage ich aktuell keine Prognose. Spannend bleibt es auf jeden Fall.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right has-small-font-size\">Alle Studien wurden ver\u00f6ffentlicht<br>in der August-Ausgabe 2021 von <em>managerseminare<\/em>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass die meisten Menschen zuk\u00fcnftig hybrid arbeiten werden, also die Wahl zwischen B\u00fcro und Homeoffice haben, scheint zumindest gem\u00e4\u00df einer internationalen Studie des Personaldienstleisters Robert Half fast schon gesichert zu sein. Von den 1500 befragten F\u00fchrungskr\u00e4ften gingen jedenfalls 86% davon aus. Die Unternehmen versprechen sich davon u.a. auch in Krisenzeiten flexibel und produktiv zu sein. &hellip; <a href=\"https:\/\/marioporten.de\/?p=3437\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eArbeitswelt und F\u00fchrung: aktuelle Trends und Umfragen, Ausgabe 28.07.2021\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":60,"featured_media":3185,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[824,36,27,79,199,701,107,702],"class_list":["post-3437","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelle-fakten-und-umfragen","tag-bezahlung","tag-change","tag-fuehrung","tag-fuehrung-im-wandel","tag-homeoffice","tag-new-leadership","tag-new-work","tag-trends"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3437","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/60"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3437"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3437\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3440,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3437\/revisions\/3440"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3185"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3437"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3437"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3437"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}