{"id":3556,"date":"2021-08-23T21:17:05","date_gmt":"2021-08-23T19:17:05","guid":{"rendered":"https:\/\/marioporten.de\/?p=3556"},"modified":"2021-08-23T21:17:06","modified_gmt":"2021-08-23T19:17:06","slug":"arbeitswelt-und-fuehrung-aktuelle-trends-und-umfragen-ausgabe-23-08-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marioporten.de\/?p=3556","title":{"rendered":"Arbeitswelt und F\u00fchrung: aktuelle Trends und Umfragen, Ausgabe 23.08.2021"},"content":{"rendered":"\n<p>In der Sommerzeit fallen auch die Ver\u00f6ffentlichungen von aktuellen Umfragen etwas knapper aus, so dass es in diesem Monat weniger zu berichten gibt. So hoffe ich, dass auch Sie alle Gelegenheit hatten, die sonnige Jahreszeit zu nutzen und viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Falls das nicht der Fall war, rate ich dazu, dies baldm\u00f6glichst nachzuholen, denn das Max-Planck-Institut f\u00fcr Bildungsforschung und das Uniklinikum Hamburg Eppendorf haben in einer Studie die positive Wirkung von Zeit im Freien f\u00fcr unser Gehirn nachgewiesen. Verbrachten die Probanden Zeit im Freien, so profitierte davon ein Gehirnareal, das u.a. an der Handlungsplanung und der kognitiven Kontrolle beteiligt ist. Um ganz ehrlich zu sein: Das mir Zeit im Freien guttut, daf\u00fcr brauchte ich eigentlich keine wissenschaftliche Studie, aber schaden tut sie ja auch nicht. Also: So oft wie m\u00f6glich raus an die frische Luft!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/brain-4961452-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2597\" width=\"417\" height=\"278\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/brain-4961452-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/brain-4961452-300x200.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/brain-4961452-768x512.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/brain-4961452-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/brain-4961452-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/brain-4961452-1200x800.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 417px) 85vw, 417px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Eines der aus meiner Sicht so \u00fcberstrapazierten \u201eZauberworte\u201c unserer aktuellen Zeit ist Purpose. Als wenn eine sinnvolle und sinnstiftende T\u00e4tigkeit nicht schon immer einer der gr\u00f6\u00dften Arbeitsmotivatoren gewesen w\u00e4re \u2013 Studien dazu gibt es jedenfalls schon seit sehr langer Zeit. Die HR Agentur K\u00f6nigsteiner Gruppe legt nun eine neue Befragung von 1000 Berufst\u00e4tigen vor. In dieser erkl\u00e4rt mehr als die H\u00e4lfte der Befragten, dass der Sinn der Arbeit einer der drei gr\u00f6\u00dften Anreize ist, wenn es um die Arbeitgeberwahl geht. 47% der Befragten stellen fest, dass ihr Job sie voll und ganz erf\u00fcllen sollte. Weitere 49% sagen, dass dies zumindest \u00fcberwiegend der Fall sein sollte. Eine sinnstiftende T\u00e4tigkeit anzubieten, scheint damit also mehr denn je die Aufgabe der Arbeitgeber zu sein, zumal sich auch zwischen Akademikern und Nicht-Akademikern keine gro\u00dfen Unterschiede im Antwortverhalten ausmachen lassen. Die Corona-Krise hat offenbar auch dazu beigetragen, eine sinnhafte T\u00e4tigkeit noch mehr in den Fokus zu r\u00fccken, denn 28% der Befragten gaben an, dass ihnen dies heute noch wichtiger ist als vor Corona. Bemerkenswert ist, dass diese Verst\u00e4rkung mit 41% der Befragten bei den unter 30j\u00e4hrigen am st\u00e4rksten ausgepr\u00e4gt ist. Da ich immer wieder von meinen Kunden h\u00f6re, wie schwierig die Gewinnung guter Nachwuchskr\u00e4fte bereits heute ist, kann man den Unternehmern nur raten, auf die Frage nach dem Sinn der Arbeit in ihren Unternehmen eine m\u00f6glichst \u00fcberzeugende Antwort zu haben und diese auch offensiv zu vermitteln. Ohne Sinnstiftung scheint eine Rekrutierung guter Nachwuchskr\u00e4fte aktuell nur schwer m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/meeting-1453895-1024x743.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3426\" width=\"421\" height=\"305\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/meeting-1453895-1024x743.png 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/meeting-1453895-300x218.png 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/meeting-1453895-768x558.png 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/meeting-1453895-1536x1115.png 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/meeting-1453895-1200x871.png 1200w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/meeting-1453895.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 421px) 85vw, 421px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Immer wieder gern werden auch die Zukunftskompetenzen hinterfragt. Dieses Mal ist es das berufliche Netzwerk Xing, welches in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Marketagent eine entsprechende Befragung mit 1000 Teilnehmern durchgef\u00fchrt hat. 82% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer halten die Bereitschaft Neues zu lernen in ihrem Berufsleben k\u00fcnftig f\u00fcr sehr oder zumindest eher wichtig. Auch hier ist die Deutlichkeit des Ergebnisses m\u00f6glicher Weise durch Corona beeinflusst worden, denn die Krise hat uns ja nahezu allen gezeigt, wie schnell die Notwendigkeit sich mit Neuem zu befassen, akut werden kann. Als weitere wichtige Zukunftskompetenzen wurden genannt:<\/p>\n\n\n\n<p>Kommunikationsf\u00e4higkeit &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 82% (halten sie f\u00fcr sehr oder eher wichtig)<br>Leistungsbereitschaft&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 72% (dto.)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Befragung kommt auch zu dem sehr erfreulichen Ergebnis, dass nur 10% der Befragten keine Weiterbildungsbereitschaft zeigten. Das Gros der Besch\u00e4ftigten ist also gewillt, sich den Herausforderungen aktiv zu stellen. Bei der Wahl der Trainingsform ergeben sich zwischen online und Pr\u00e4senztrainings relativ ausgewogene Ergebnisse. Und schlie\u00dflich bleibt noch die Frage, wer die Weiterbildung denn finanzieren sollte. 51% der Befragten waren nicht bereit, ihre Weiterbildung auch selbst zu finanzieren. Auch hier ist die Altersverteilung auff\u00e4llig, denn die J\u00fcngeren zeigten viel mehr Bereitschaft, sich an den Kosten zu beteiligen. In der Gruppe der 50-59j\u00e4hrigen waren hingegen nur noch 10% dazu bereit, ihre Weiterbildung auch selbst zu finanzieren. Wenn wir vielleicht alle bad bis 70 oder noch l\u00e4nger arbeiten m\u00fcssen, kann man eigentlich nur dazu raten, diese Haltung doch noch einmal zu \u00fcberdenken.<\/p>\n\n\n\n<p>Welche pers\u00f6nlichen Eigenschaften einen beruflichen Erfolg f\u00f6rdern, ist h\u00e4ufig Gegenstand von Forschung, schlie\u00dflich ist das ja auch eine spannende Frage. Die Universit\u00e4ten Bern und Gent haben nun die andere Richtung untersucht, n\u00e4mlich welchen Einfluss beruflicher Erfolg auf die Pers\u00f6nlichkeit hat. Wie ich finde, ist auch das eine ausgesprochen spannende Frage!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/senior-4466290-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2923\" width=\"525\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/senior-4466290-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/senior-4466290-300x200.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/senior-4466290-768x512.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/senior-4466290-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/senior-4466290-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/senior-4466290-1200x800.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 85vw, 525px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>\u00dcber einen Zeitraum von 8 Jahren wurden dabei 4700 repr\u00e4sentativ ausgew\u00e4hlte Berufst\u00e4tige dreimal zu ihrem beruflichen Erfolg befragt. Gleichzeitig wurden die Auspr\u00e4gungen der Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale emotionale Stabilit\u00e4t, Extraversion, Offenheit f\u00fcr Erfahrungen, Vertr\u00e4glichkeit und Gewissenhaftigkeit erhoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Psychologen konnten dabei einige signifikante Zusammenh\u00e4nge feststellen. So sind erfolgreiche Menschen emotional stabiler und offener f\u00fcr Erfahrungen. Gleichzeitig sind sie auch weniger extravertiert. Man kann also sagen, dass erfolgreiche Menschen mehr Entspanntheit zeigten und besser mit Stress umgehen konnten bzw. sich weniger Sorgen machten. Die Forscher stellten au\u00dferdem fest, dass Erfolgreiche mit der Zeit offener im Denken und aktiver in ihrer Vorstellungskraft waren. Etwas schade ist, dass die Studie nicht nach den Gr\u00fcnden gesucht hat und so bliebe hier nur die Spekulation, auf die ich aber verzichten m\u00f6chte. Erstrebenswert erscheinen diese Ergebnisse aber allemal.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDiesmal kein Homeoffice?\u201c, fragen Sie vielleicht. Nein, diesmal nicht. Sicher wieder beim n\u00e4chsten Mal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Sommerzeit fallen auch die Ver\u00f6ffentlichungen von aktuellen Umfragen etwas knapper aus, so dass es in diesem Monat weniger zu berichten gibt. So hoffe ich, dass auch Sie alle Gelegenheit hatten, die sonnige Jahreszeit zu nutzen und viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen. 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