{"id":4514,"date":"2023-09-29T05:00:00","date_gmt":"2023-09-29T03:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/marioporten.de\/?p=4514"},"modified":"2023-09-24T09:39:08","modified_gmt":"2023-09-24T07:39:08","slug":"arbeitswelt-und-fuehrung-aktuelle-trends-und-umfragen-ausgabe-29-09-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marioporten.de\/?p=4514","title":{"rendered":"Arbeitswelt und F\u00fchrung: aktuelle Trends und Umfragen, Ausgabe 29.09.2023"},"content":{"rendered":"\n<p>Dass wir inzwischen einen klaren Arbeitnehmermarkt haben, wurde schon durch zahlreiche Umfragen in den vergangenen Monaten offenkundig. Nun zeigen sich die verbesserten M\u00f6glichkeiten der Mitarbeitenden auch in einer deutlich erh\u00f6hten Wechselbereitschaft. In einer Befragung der Beratungsgesellschaft EY erkl\u00e4rten 63% der Befragten, dass sie zuletzt an einen Jobwechsel gedacht haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur 37% der Befragten, so wenige wie seit 2015 nicht mehr, besch\u00e4ftigen sich nicht mit einem Jobwechsel. Noch vor zwei Jahren war ein Jobwechsel f\u00fcr die H\u00e4lfte der Befragten kein Thema. Allerdings weist EY auch daraufhin, dass solche Zahlen mit Vorsicht zu genie\u00dfen sind, denn den Job wechseln dann doch in der Regel deutlich weniger Menschen. Insgesamt komme der Arbeitsmarkt nach einer ruhigen Zeit w\u00e4hrend Corona wieder in Bewegung. Als h\u00e4ufigste Wechselgr\u00fcnde nannten die Befragten ein zu niedriges Gehalt (34%), das Verhalten des Vorgesetzten (29%) und eine schlechte Unternehmenskultur (23%).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Recruiting Plattform onlyfy hat sich in einer Befragung mit dem Thema Mitarbeitertreue bzw. Wechselbereitschaft besch\u00e4ftigt. Dabei zeigten sich insbesondere j\u00fcngere Besch\u00e4ftigte zwischen 18 und 29 als besonders wechselwillig, denn 14% und damit etwa doppelt so viele wie in den anderen Altersgruppen gaben an, aktiv auf Jobsuche zu sein. Aber auch andere Gruppen sind potentiell abwanderungsgef\u00e4hrdet: In der Gruppe der 30 bis 49j\u00e4hrigen gaben etwa 38% der Befragten an, sie seien zwar nicht aktiv auf Suche, aber offen f\u00fcr Angebote. Auch war der Anteil derer, die langfristig bei ihrem Unternehmen bleiben wollten, in dieser Altersgruppe nur marginal h\u00f6her als bei j\u00fcngeren Mitarbeitenden: 52% gegen\u00fcber 50%.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant ist wie immer auch die Frage, warum Menschen den Arbeitgeber wechseln m\u00f6chten. Am Beispiel der jungen Mitarbeiten zwischen 18 und 29 zeigt sich, dass Geld in dieser Altersgruppe nat\u00fcrlich wichtig ist. Gleich danach \u2013 und das \u00fcberrascht dann doch \u2013 kommt ein hohes Stresslevel.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000268-1024x661.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4515\" style=\"width:473px;height:306px\" width=\"473\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000268-1024x661.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000268-300x194.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000268-768x496.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000268-1536x992.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000268-2048x1323.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000268-1200x775.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 473px) 85vw, 473px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ein wirksames Mittel zur Mitarbeiterbindung k\u00f6nnte also z.B. ein gut aufgestelltes Gesundheitsmanagement der Unternehmen sein. Eine aktuelle Befragung der Krankenkasse DAK l\u00e4sst allerdings vermuten, dass viele Unternehmen gerade in diesem Bereich nicht gut aufgestellt sind. Die Krankenkasse hat f\u00fcr Ihre Studie mehr als 7000 ihrer insgesamt mehr als 2,4 Millionen Versicherten befragt. In Unternehmen mit regelm\u00e4\u00dfigem Personalmangel \u2013 und welches Unternehmen leidet aktuell nicht unter Personalmangel? \u2013 wurde das Thema Mitarbeitergesundheit mit 49% der Befragten nicht mal von der H\u00e4lfte der F\u00fchrungskr\u00e4fte als wichtig betrachtet. Nur 31% der Mitarbeitenden in diesen Unternehmen waren der Meinung, dass ihre Gesundheit ihren Unternehmen wichtig sei und nur 29% gaben an, dass ihr Unternehmen, die Gesundheit seiner Mitarbeitenden f\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/change-717488-1-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4273\" style=\"width:408px;height:408px\" width=\"408\" height=\"408\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/change-717488-1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/change-717488-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/change-717488-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/change-717488-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/change-717488-1-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/change-717488-1.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/change-717488-1-1200x1200.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 408px) 85vw, 408px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ich schaue immer etwas ratlos auf solche Befragungsergebnisse, denn eigentlich sollte jeder Arbeitgeber an der Gesundheit seiner Mitarbeitenden schon aus eigenen betriebswirtschaftlichen Gr\u00fcnden ein starkes Interesse haben. Dazu kommen alle Aspekte von Mitarbeiterbindung und -gewinnung. F\u00fcr mich ist es trotzdem erfreulich, dass sich in meiner Beobachtung die Beispiele h\u00e4ufen, in denen die Unternehmen \u00dcberlegungen zur Gesundheit ihrer Mitarbeitenden anstellen und auch unterschiedlichste Ma\u00dfnahmen ergreifen. Folgt man der DAK-Studie ist das aber offenbar bei Weitem noch nicht genug.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Stichwort Mitarbeitergewinnung legt Boston Consulting eine weltweite Befragung unter 90.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor. Diese macht im Ergebnis deutlich, wie wichtig inzwischen der gesamt Recruiting-Prozess geworden ist, denn 52% der Befragten erkl\u00e4rten, dass sie ein interessantes Jobangebot ablehnen w\u00fcrden, wenn im Recruiting-Prozess St\u00f6rungen auftreten w\u00fcrden. Umgekehrt gaben sogar 66% der Befragten an, dass sich Unternehmen durch einen reibungslosen Recruiting-Prozess positiv von anderen Anbietern absetzen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Da dr\u00e4ngt sich nat\u00fcrlich die Frage auf, was Unternehmen tun m\u00fcssen, damit der Recruiting-Prozess f\u00fcr die Bewerberinnen und Bewerber zu einer positiven Erfahrung wird. 64% gaben an, dass es positiv w\u00e4re, wenn sie ihren Lebenslauf direkt an die Personalverantwortlichen im Unternehmen und nicht an einen Headhunter schicken k\u00f6nnen. Kommt es zu einem Vorstellungsgespr\u00e4ch, so bevorzugen 57% ein Gespr\u00e4ch mit dem potentiellen direkten Vorgesetzten und zwar \u2013 ganz \u201eold school\u201c \u2013 pers\u00f6nlich und nicht \u00fcber Videokommunikation. Ein interessanter Aspekt zeigt sich auch bei den potentiellen Gehaltsverhandlungen, bei denen sich 59% der Befragten eine Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeber w\u00fcnschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde, das sind konkrete Ansatzpunkte, die den Arbeitgebern doch klare Handlungsempfehlungen f\u00fcr ein positives Erlebnis der Bewerberrinnen und Bewerber geben.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/planning-620299-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4301\" style=\"width:360px;height:240px\" width=\"360\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/planning-620299-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/planning-620299-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/planning-620299-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/planning-620299-1-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/planning-620299-1-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/planning-620299-1-1200x800.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 85vw, 360px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die aktuelle Zeit ist durch weltweite Krisen gepr\u00e4gt. Auch in der Zukunft werden wir wohl oder \u00fcbel mit weiteren Krisen rechnen m\u00fcssen. Sind denn die Unternehmen inzwischen f\u00fcr solche Krisen gut aufgestellt? In einer Befragung von McKinsey, die 2500 F\u00fchrungskr\u00e4fte befragt haben, kommt die H\u00e4lfte der Befragten zum Ergebnis, dass ihr Unternehmen f\u00fcr k\u00fcnftige Krisen nicht gut aufgestellt ist. Beklagt wird vor allem mangelnde organisationale Widerstandskraft, deren Steigerung sich in er Praxis als herausfordernd erweist. 43% der F\u00fchrungskr\u00e4fte f\u00fchrten dies auf begrenzte Mittel zur\u00fcck und 33% nannten unklare Priorit\u00e4ten als Hemmnis. Wie auch immer: Sollte wirklich jedes zweite Unternehmen noch nicht auf k\u00fcnftige Krisen vorbreitet sein, gibt es noch viel zu tun und viel Zeit, bevor wir daran zu arbeiten beginnen, sollten wir uns nicht mehr lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist es nicht sch\u00f6n, wenn die Arbeitskollegen und Kolleginnen auch Freunde sind bzw. werden? Doch das ist es sicherlich, aber frei von Risiken ist diese Doppelrolle aus Freund und Kollege nicht, wie uns zwei Studien der Universit\u00e4t Hohenheim vor Augen f\u00fchren. In F\u00e4llen, in denen die Kolleginnen und Kollegen auch Freunde waren, konnten sich die Befragten n\u00e4mlich schlechter konzentrieren und verhielten sich auf der Arbeit eher unsensibel und abwertend. Diese Ergebnisse erscheinen zun\u00e4chst paradox, lassen sich &#8211; den Studienautoren zu Folge &#8211; jedoch mit den unterschiedlichen Rollenerwartungen gut erkl\u00e4ren. W\u00e4hrend von Kollegen Objektivit\u00e4t erwartet wird, w\u00fcnschen sich Menschen von Freunden eher Bevorzugung und Zuneigung. Diese unterschiedlichen Anforderungen in Einklang zu bringen, ist sehr anstrengend und f\u00fchrt zu einer dauerhaften \u00dcberforderung, die sich in dem genannten Verhalten zeigt. Die Studienautoren raten Unternehmen daher, Wege zu finden, um diese Nebenwirkungen, die zu erh\u00f6hten Fehlzeiten am Arbeitsplatz f\u00fchren k\u00f6nnen, zu minimieren. Daf\u00fcr k\u00f6nne es bereits ausreichen, das Bewusstsein der Beteiligten durch Newsletter oder Intranet Artikel zu sch\u00e4rfen. Ich finde diese Umfrageergebnisse, die ich so nicht erwartet h\u00e4tte, sehr interessant, denn Freundschaften am Arbeitsplatz sind weit verbreitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gottlieb Duttweiler Institut kommt im Ergebnis einer Befragung zu einem provokativen Ergebnis in Sachen F\u00fchrung: Es gibt zu viele F\u00fchrungskr\u00e4fte! Kein T\u00e4tigkeitsfeld sei so stark gewachsen, wie das der Managerinnen und Manager. Die Zahl der Mitarbeitenden mit F\u00fchrungsverantwortung hat sich in den letzten 10 Jahren verdreifacht, ohne dass dies zu Produktivit\u00e4tsgewinnen gef\u00fchrt h\u00e4tte. 40% der Befragten gab an, dass die Entscheidungen besser auf der Mitarbeiterebene getroffen werden sollten. 32% der Befragten sind der Meinung, dass weniger F\u00fchrungskr\u00e4fte, die Arbeitsabl\u00e4ufe effizienter machen w\u00fcrden. Allerdings scheint auch insgesamt viel Effizienzpotential zu bestehen: Im Schnitt gaben die Befragten n\u00e4mlich an, dass 20%(!) ihrer Arbeitszeit aus unn\u00fctzen Aufgaben bestehe. Da zucke ich schon zusammen \u2013 ist die 4-Tage-Woche also gar kein Problem?<\/p>\n\n\n\n<p>Was denken Sie? Gibt es inzwischen tats\u00e4chlich zu viele F\u00fchrungskr\u00e4fte? Ich bin angesichts dieser Befragungsergebnisse sehr ambivalent, denn ich kenne nach wie vor F\u00fchrungsspannen, die selbst die besten F\u00fchrungskr\u00e4fte nicht bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Dieses Thema d\u00fcrfte viele Facetten haben und wird uns wahrscheinlich auch in Zukunft noch weiter besch\u00e4ftigen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4516\" style=\"width:370px;height:278px\" width=\"370\" height=\"278\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-300x225.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-768x576.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 85vw, 370px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zum Schluss dieses Blogbeitrages wie immer noch einige Blitzlichter:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die M\u00f6glichkeit flexibel von jedem Platz auf der Welt aus arbeiten zu k\u00f6nnen, hat offenbar an Bedeutung verloren. Im aktuellen \u201eInternation People Mobility Report 2023\u201c des Dienstleistungsunternehmens Aon plc boten nur noch 50% der Unternehmen die M\u00f6glichkeit der Remote-Arbeit an. Im Vorjahr waren dies noch 63%.<\/li>\n\n\n\n<li>Im scheinbaren Widerspruch zu diesen Ergebnissen steht das Ergebnis einer PWC-Befragung unter rund 1000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, in der 67% der Teilnehmer erkl\u00e4rten, dass Workation \u2013 also die M\u00f6glichkeit zu arbeiten und gleichzeitig reisen zu k\u00f6nnen, ein wichtiges Kriterium bei der Jobwahl sei. Wenig \u00fcberraschend gaben dies besonders die j\u00fcngeren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als wichtigen Aspekt an, immerhin signifikante 80%!<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Teams sind erfolgreicher \u2013 zuf\u00e4llig zusammengestellte oder solche, deren Zusammensetzung man sich aussuchen durfte? Zuf\u00e4llige Teams sind meistens heterogener als Teams, in denen man sich die Partner aussuchen konnte \u2013 gleich und gleich gesellt sich halt gern. Im Experiment der WHU Otto Beisheim School of Management mussten jeweils zweier Teams sowohl eine Aufgabe auf einem Arbeitsblatt als auch eine Aufgabe mittels einer Videopr\u00e4sentation l\u00f6sen. Die Aufgaben auf dem Arbeitsblatt wurden besser von Teams gel\u00f6st, die rein zuf\u00e4llig zusammengestellt wurden. In den Videopr\u00e4sentationen schnitten Teams besser ab, in denen man sich den Partnern bzw. die Partnerin aussuchen konnte. Es kommt also immer drauf an \u2013 ein eindeutige Aussage zu meiner Eingangsfrage l\u00e4sst sich nicht geben.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Stimmung der Besch\u00e4ftigten mit Blick auf die Zukunft ist in Deutschland offenbar nach wie vor gut, denn die Menschen vertrauen auf ihre eigenen F\u00e4higkeiten und Entwicklungsm\u00f6glichkeiten. In einer aktuellen Studie von YouGov hielten sich 90% der Befragten f\u00fcr besser (26%) oder zumindest genauso gut (64%) qualifiziert wie ihre Kolleginnen und Kollegen.<\/li>\n\n\n\n<li>Forscher der Business School ESMT in Berlin besch\u00e4ftigen sich mit der Forschung zur k\u00fcnstlichen Intelligenz (KI). Sie konnten zeigen, dass das Vertrauen in den \u201eKollegen Roboter\u201c w\u00e4chst, wenn sich dessen Entscheidungen im Nachgang auch als richtig nachvollziehen lie\u00dfen. Konnte dieser Nachweis nicht erbracht werden, erh\u00f6hte sich auch das Vertrauen nicht. Ob das allerdings etwas mit KI oder nicht vielmehr mit ganz normalen menschlichen Verhalten zu tun hat, \u00fcberlasse ich Ihrer eigenen Bewertung.<\/li>\n\n\n\n<li>Was machen Sie eigentlich am Abend nach einem anstrengenden Arbeitstag? Zwei Wissenschaftlerinnen der Universit\u00e4t Mannheim konnten in Ihrer Studie jedenfalls einen positiven Zusammenhang zwischen abendlicher Erholung und guter Laune am n\u00e4chsten Arbeitstag belegen. Menschen, die sich am Abend gut erholt hatten, f\u00fchlten sich am n\u00e4chsten morgen ruhiger, wacher und zufriedener. Im Gegenzug f\u00fchlten sich Menschen, die sich nicht gut erholt hatten, schlechter konzentriert, ungeduldig und traten auch gegen\u00fcber Kolleginnen und Kollegen weniger freundlich auf. &nbsp;Fazit: Am Abend also doch lieber zum Sport, mit Freunden treffen oder \u00e4hnliches und nicht den Laptop nochmal f\u00fcr ein paar Stunden zu Hause aufklappen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Vielf\u00e4ltige Themen waren das, die uns in den letzten zwei Monaten besch\u00e4ftigt haben. Ich hoffe, f\u00fcr Sie war denn auch der ein oder andere Impuls dabei, den Sie vertiefen m\u00f6chten. Dabei w\u00fcnsche ich viel Freude und viel Erfolg. Der n\u00e4chste Blogbeitrag aus dieser Reihe erscheint wieder Ende November.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right has-small-font-size\">Wie immer zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache: Die zitierten Studien wurden gr\u00f6\u00dftenteils ver\u00f6ffentlicht in den Ausgaben 09\/2023 und 10\/2023 von <em>managerseminare<\/em>.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Wegbegleiter-2023.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4287\" style=\"width:346px;height:406px\" width=\"346\" height=\"406\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Wegbegleiter-2023.jpg 539w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Wegbegleiter-2023-256x300.jpg 256w\" sizes=\"auto, (max-width: 346px) 85vw, 346px\" \/><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass wir inzwischen einen klaren Arbeitnehmermarkt haben, wurde schon durch zahlreiche Umfragen in den vergangenen Monaten offenkundig. 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