{"id":4742,"date":"2024-04-15T05:00:00","date_gmt":"2024-04-15T03:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/marioporten.de\/?p=4742"},"modified":"2024-04-11T14:17:09","modified_gmt":"2024-04-11T12:17:09","slug":"4742","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marioporten.de\/?p=4742","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<p>In der vergangenen Woche begegnete mir ein Post in den sozialen Medien, der alle Leser um ein Like bat, die ihre Kindheit noch ohne Handy und Laptop verbracht haben. Da war ich nat\u00fcrlich voll dabei und klickte sehr spontan auf \u201egef\u00e4llt mir\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Gedanken schweiften ab \u2013 wie war das noch in meiner Jugend? Wir waren drau\u00dfen, f\u00fchren mit den Fahrr\u00e4dern durch die Gegend, kickten auf dem Bolzplatz oder sa\u00dfen irgendwo rum und quatschten. Es gab eigentlich keinen Tag ohne Sport, ob beim Tischtennis im Verein, mit Freunden auf dem Basketballfeld oder als einsamer Fu\u00dfballschiedsrichter bei der Laufeinheit im Wald. Medienkonsum war als Thema schlicht nicht existent, denn meist waren wir abends dann auch zu m\u00fcde oder es war zu sp\u00e4t, um Fernsehen zu schauen. Bewegungsmangel und \u00dcbergewicht waren Fremdw\u00f6rter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chste Phase, die ich erinnere, ist die der ersten mobilen Telefone und das schreibe ich ganz bewusst so. Der Makler, von dem ich mit meiner Frau 1994 in Rostock unsere erste Eigentumswohnung kaufte, hatte so ein mobiles C-Netz-Telefon. Es war ein schwerer eckiger Kasten mit einem H\u00f6rer darauf und einem Schultergurt, damit man es gut tragen konnte. Wenn man Gl\u00fcck hatte und gerade ein Netz verf\u00fcgbar war, konnte man damit telefonieren und sonst konnte es\u2026 nichts! Bald darauf gab es die n\u00e4chsten Varianten als Autotelefon und wenn wir ein Auto mit einer zweiten, meist sehr langen, Antenne erblickten, sp\u00e4ten wir hinein und waren von dem Autotelefon fasziniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur 30 Jahre sp\u00e4ter sieht unsere Welt vollkommen anders aus. Mit modernen Handys kann man alles und mit etwas Gl\u00fcck sogar noch telefonieren. Wir sind eigentlich immer online, Nachrichten und Wissen sind immer und \u00fcberall unbegrenzt verf\u00fcgbar. Wir sitzen st\u00e4ndig vor den Bildschirmen oder starren auf unser Handy, Bewegung hat dramatisch abgenommen, \u00dcbergewicht ist omnipr\u00e4sent, denn aktuellen Untersuchungen zu Folge sind 67% der deutschen M\u00e4nner und 53% der deutschen Frauen \u00fcbergewichtig. F\u00fcr Kinder habe ich leider keine Zahlen, doch ich f\u00fcrchte, wir w\u00fcrden auch bei diesen alle erschrecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kenne Menschen, die haben schlicht vergessen, dass ein Mobiltelefon eine Ausschalttaste hat. Nicht selten berichten meine Klienten von regelrechten Entzugserscheinungen wie z.B. Gereiztheit oder Aggressivit\u00e4t, wenn sie \u00fcber gewisse, oft sehr kurze Zeitr\u00e4ume nicht online waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher war es ein gro\u00dfer Luxus, ein mobiles Telefon zu haben. Was ist heute ein gro\u00dfer Luxus? Ich glaube, es ist eine Zeit, in der wir einfach mal \u201eoffline\u201c sind. Keine News, keine Mails, kein Telefonanruf, der uns \u00fcberall auf der Welt erreicht, keine Videos, keine Reels und vor allem keine meist so besonders inhaltsvollen Fotos von unserem Essen.<\/p>\n\n\n\n<p>So einen Tag haben Sie noch nie erlebt? Dann wird es Zeit daf\u00fcr! Einfach mal aufstehen, keine elektronischen Ger\u00e4te einschalten, sondern einfach sein: im Gespr\u00e4ch mit Familie oder Freunden, versunken in den eigenen Gedanken, im Erleben der Umwelt mit allen Sinnen, beim Spaziergang in der Natur, beim Duft des frischen Kaffees auf der Terrasse oder dem Balkon. 24 Stunden offline und ohne alle elektronischen Medien \u2013 Luxus pur!<\/p>\n\n\n\n<p>Hilfe, Mario ist verr\u00fcckt geworden? Nein, das glaube ich nicht, probieren Sie aus und g\u00f6nnen Sie sich dieses wunderbare Luxusgut. Es ist sogar kostenfrei, aber ganz sicher nicht umsonst.<\/p>\n\n\n\n<p>#einfachsein<\/p>\n\n\n\n<p>#selbstreflexion<\/p>\n\n\n\n<p>#coaching<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"373\" height=\"391\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Wegbegleiter-2024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4602\" style=\"width:315px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Wegbegleiter-2024.jpg 373w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Wegbegleiter-2024-286x300.jpg 286w\" sizes=\"auto, (max-width: 373px) 85vw, 373px\" \/><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der vergangenen Woche begegnete mir ein Post in den sozialen Medien, der alle Leser um ein Like bat, die ihre Kindheit noch ohne Handy und Laptop verbracht haben. Da war ich nat\u00fcrlich voll dabei und klickte sehr spontan auf \u201egef\u00e4llt mir\u201c. 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