{"id":4795,"date":"2024-06-14T05:00:00","date_gmt":"2024-06-14T03:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/marioporten.de\/?p=4795"},"modified":"2024-06-05T08:29:16","modified_gmt":"2024-06-05T06:29:16","slug":"arbeitswelt-und-fuehrung-aktuelle-trends-und-umfragen-ausgabe-14-06-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marioporten.de\/?p=4795","title":{"rendered":"Arbeitswelt und F\u00fchrung: aktuelle Trends und Umfragen, Ausgabe 14.06.2024"},"content":{"rendered":"\n<p>Starten wir doch diesen Beitrag mal wieder mit dem Thema Homeoffice, denn der Technologieanbieter Owl Labs hat dazu 2000 Vollzeitbesch\u00e4ftigte in Deutschland befragt. Fast die H\u00e4lfte von ihnen ist nach Corona inzwischen wieder vollst\u00e4ndig ins B\u00fcro zur\u00fcckgekehrt, obwohl 64% der Befragten ein hybrides Arbeitsmodell pr\u00e4ferieren w\u00fcrden. 40% von ihnen w\u00fcrden dabei am liebsten ihre Homeofficetage frei w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Interessanterweise findet sich mit 61% der Befragten auch eine klare Mehrheit, die f\u00fcr einen gesetzlichen Anspruch auf Arbeiten im Homeoffice ist, wovon immerhin 40% der Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland betroffen w\u00e4ren. Dieses Mindset bleibt f\u00fcr Arbeitgeber nicht ohne Folgen, denn 33% der Befragten erkl\u00e4rten auch, dass sie sich im Falle eines Homeofficeverbotes nach einem neuen Arbeitgeber umschauen w\u00fcrden. 7% w\u00fcrden sogar sofort k\u00fcndigen. Ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass ein hybrides Arbeitsmodell f\u00fcr beide Seiten, also auch f\u00fcr die Arbeitgeber klare Vorteile bietet, und so bleibt zu hoffen, dass die Entwicklungen zur Zufriedenheit aller weiter voranschreiten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"3976\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/make-a-phone-call-5190643-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3976\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/make-a-phone-call-5190643-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/make-a-phone-call-5190643-300x200.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/make-a-phone-call-5190643-768x512.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/make-a-phone-call-5190643-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/make-a-phone-call-5190643-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/make-a-phone-call-5190643-1200x800.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Dass die Homeoffice-Nutzung in Deutschland wieder deutlich abgenommen hat, geht auch aus einer Befragung des Bayrischen Instituts f\u00fcr Digitale Transformation der Bayrischen Akademie der Wissenschaften hervor. Dieser Studie zu Folge arbeiten noch 48% der Besch\u00e4ftigten mindestens gelegentlich von zu Hause aus. Das sind 7% weniger als vor einem Jahr. Mehrmals pro Woche arbeiten nur noch 31% im Homeoffice. Im Herbst 2022 waren es noch 41%. Die Studienautoren erkl\u00e4ren dies mit einer gestiegenen Pr\u00e4senzerwartung seitens der Arbeitgeber und gestiegenen formalistischen Regelungen. Allerdings bleibt die Zufriedenheit der Besch\u00e4ftigten im Homeoffice auf einem extrem hohen Niveau: 92% der Befragten gaben an, mit der eigenen Situation im Homeoffice zufrieden zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Und auch das ifo-Institut hat eine Befragung zum Homeoffice vorgelegt, f\u00fcr die 9.000 Unternehmen befragt wurden. Auch hier zeigt sich ein Trend zur R\u00fcckkehr ins B\u00fcro, allerdings bieten 32% der Gro\u00dfunternehmen und 26% der KMU die M\u00f6glichkeit an, von zu Hause aus zu arbeiten. Der Dienstleistungssektor zeigt sich dabei mit 34% an der Spitze der Anbieter, die Industrie (16%) und der Handel (12%) liegen deutlich dahinter.<\/p>\n\n\n\n<p>Loyalit\u00e4t ist f\u00fcr Arbeitgeber gerade in Zeiten aktueller Arbeitnehmerm\u00e4rkte von besonderer Wichtigkeit. In einer Forsa Umfrage unter mehr als 3000 Besch\u00e4ftigten im Auftrag von Xing zeigte sich die Generation X, also Menschen im Alter von 43-58 Jahren, als besonders loyal. 69% dieser Gruppe wollen langfristig bei ihrem Arbeitgeber bleiben, mehr als jeder Zweite (55%) kann sich sogar einen Verbleib bis zur Rente vorstellen. Damit ist diese Generation die loyalste Arbeitnehmergruppe in Deutschland, gefolgt von den Babyboomern (44%) und der Generation Y (33%). Kommt in der Generation X doch mal der Wunsch eines Arbeitgeberwechsels auf, dann finden wir daf\u00fcr der Studie zu Folge die altbekannten Gr\u00fcnde: ein h\u00f6heres Gehalt (44%), zu viel Stress (33%), Unzufriedenheit mit dem direkten Vorgesetzten (33%), oder fehlende Aufstiegschancen (25%).<\/p>\n\n\n\n<p>Der regelm\u00e4\u00dfige Gehaltvergleich der online Bewertungsplattform kununu ist nat\u00fcrlich immer einen Blick wert, zumal ihm sehr viele Gehaltsangaben (835000) und Bewertungen (280000) zu Grunde liegen. Die Grafik zeigt, dass im deutschen Bankensektor am besten verdient wird, doch die gr\u00f6\u00dfte Zufriedenheit herrscht im Bereich der HR-Manager (65,8%), im Bereich der Steuerberatung und Wirtschaftspr\u00fcfung (65,5%) sowie im Energiesektor und im Bereich Beratung und Consulting (je 64%). Ein m\u00f6glichst hohes Gehalt ist also nicht automatisch auch eine Garantie f\u00fcr eine hohe Zufriedenheit der Besch\u00e4ftigten. Zufriedenheit \u2013 und das wissen wir nun schon sehr lange \u2013 entsteht eben auch durch zahlreiche andere Faktoren, nicht nur durch das Gehalt. Ein Blick auf die nachfolgende Grafik lohnt aber auf jeden Fall, suchen Sie sich einfach ihre Branche aus:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"733\" data-id=\"4796\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000301-1024x733.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4796\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000301-1024x733.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000301-300x215.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000301-768x550.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000301-1536x1100.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000301-2048x1467.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000301-1200x859.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Die Bedeutung des Gehalts kommt auch in einer im Auftrag des Businessnetzwerkes Xing durchgef\u00fchrten Befragung zum Ausdruck. Rund 90% der mehr als 1.000 Befragten zwischen 18 und 65 Jahren gaben an, dass das Gehalt f\u00fcr sie der wichtigste Faktor im Job ist. Doch Vorsicht m\u00f6chte ich anf\u00fcgen, wir wissen aus so vielen Studien, dass Gehalt \u201enur\u201c ein Hygienefaktor ist und langfristig f\u00fcr die Zufriedenheit oder gar die Motivation im Job nicht ausreicht.\u00a0 So folgen denn auch in dieser Studie gleich die \u201e\u00fcblichen Verd\u00e4chtigen\u201c mit \u00e4hnlich hohen Prozentwerten: F\u00fcr 88% ist ein gutes Verh\u00e4ltnis zum Team wichtig, f\u00fcr 81% ein passender F\u00fchrungsstil, f\u00fcr 76% ein attraktiver Arbeitsplatzstandort und f\u00fcr 72% flexible Arbeitszeiten. Wie schon so oft, kann ich auch diesmal nur zusammenfassen: Ein gutes Gehalt ist ohne Frage wichtig, insb. zum Einstieg, allein reicht es aber f\u00fcr dauerhafte Motivation und Zufriedenheit bei weitem nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"381\" data-id=\"4797\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000302-1024x381.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4797\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000302-1024x381.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000302-300x112.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000302-768x286.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000302-1536x571.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000302-2048x761.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000302-1200x446.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Der Fachkr\u00e4ftemangel ist kein rein deutsches Problem, aber Deutschland ist einer Studie des Beratungsunternehmens ManpowerGroup zu Folge am zweist\u00e4rksten davon betroffen. 82% der befragten deutschen Unternehmen gaben, dass sie aktuell Probleme h\u00e4tten, Fachkr\u00e4fte zu finden. Damit liegt Deutschland sieben Prozentpunkte \u00fcber dem globalen Durchschnitt und gemeinsam mit Griechenland und Israel direkt hinter Spitzenreiter Japan. Schaut man auf die Branchen, so sind besonders die Bereiche der Informationstechnologie, der Finanzen und der Immobiliensektor betroffen. Viele Unternehmen zeigen der Studie zu Folge wenig Reaktionen auf den aktuellen Arbeitskr\u00e4ftemangel, dabei g\u00e4be es zahlreiche Stellhebel wie etwa M\u00f6glichkeiten flexibler Arbeitszeiten oder -orte oder auch eine h\u00f6here Entlohnung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"386\" data-id=\"4798\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000303-1024x386.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4798\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000303-1024x386.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000303-300x113.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000303-768x290.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000303-1536x579.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000303-2048x772.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/CCI_000303-1200x453.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Wie sieht es eigentlich mit den \u201eBest Agern\u201c, also Arbeitskr\u00e4ften \u00fcber 50 Jahren aus \u2013 Leitungstr\u00e4ger oder nicht? Da gehen die Meinungen offenbar weit auseinander, wie aus einer Studie der Managementberatung borisgloger consulting gemeinsam mit der Wirtschaftspsychologin Erika Regnet hervorgeht. Das Selbstbild der \u00dc50 ist eindeutig: Sie halten sich f\u00fcr leistungsstark und ihre Arbeit f\u00fcr sehr wichtig. Fragt man hingegen ihre j\u00fcngeren Kolleginnen und Kollegen unter 35 Jahren so fallen die Bewertungen deutlich ab. Nur beim Faktor Zuverl\u00e4ssigkeit wird den \u00e4lteren Kolleginnen und Kollegen noch ein kleiner Vorsprung zugebilligt. In allen anderen Bereichen werden sie zumeist sogar deutlich schlechter eingesch\u00e4tzt als j\u00fcngere Kolleginnen und Kollegen. Sie gelten als eher ersch\u00f6pft, risikovermeidend, weniger innovativ und unmotiviert &#8211; kein sch\u00f6nes Fremdbild. Fragt man allerdings Kolleginnen und Kollegen, die sich eher im gleichen Alter befinden, so f\u00e4llt auch das Fremdbild deutlich positiver aus. Die Studienautoren kommen zu dem warnenden Fazit, dass aus ihrer Sicht das Potential der \u00e4lteren Generation oftmals \u00fcbersehen und daher auch nicht voll ausgesch\u00f6pft wird. Besonders in Zeiten des Fachkr\u00e4ftemangels ist das ja vielleicht f\u00fcr den ein oder anderen von Ihnen nochmals ein Hinweis, auch im eigenen Unternehmen genauer hinzuschauen, wo noch unausgesch\u00f6pfte seniore Potentiale schlummern k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein interkulturelles Team hat viele Vorteile, wie die folgende Grafik belegt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"561\" data-id=\"4799\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Interkulturalitaet-1024x561.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4799\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Interkulturalitaet-1024x561.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Interkulturalitaet-300x164.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Interkulturalitaet-768x421.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Interkulturalitaet-1536x842.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Interkulturalitaet-2048x1122.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Interkulturalitaet-1200x658.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>In einer Befragung der K\u00f6nigssteiner Gruppe unter rund 1.000 Besch\u00e4ftigten gaben jedoch rund 75% der Befragten an, dass Fachkr\u00e4fte aus dem Ausland in Deutschland mit Ressentiments rechnen m\u00fcssten. Sogar f\u00fcr den eigenen Betrieb hegte ein Drittel der Befragten Zweifel daran, dass neue ausl\u00e4ndische Kolleginnen und Kollegen besonders herzlich empfangen w\u00fcrden. Die Widerspr\u00fcche liegen zum Teil offen auf dem Tisch, denn gleichzeitig ist mehr als die H\u00e4lfte der Befragten auch der Meinung, dass Interkulturalit\u00e4t ein Merkmal eines attraktiven Arbeitgebers ist und zu einem positiven Unternehmensimage beitr\u00e4gt. Da wir ja auch immer wieder h\u00f6ren, wie dringend in Teilen des Landes ausl\u00e4ndische Fachkr\u00e4fte ben\u00f6tigt werden kann man zu diesem Thema zusammenfassend wohl nur sagen: Es gibt noch viel zu tun!<\/p>\n\n\n\n<p>Wir leben im Informationszeitalter und das gepaart mit zahlreichen technischen M\u00f6glichkeiten, wie diese Informationen an den Mann bzw. an die Frau gebracht werden k\u00f6nnen. Doch ist die Vielzahl von Informationen \u00fcberhaupt hilfreich? Informationen zielgruppenad\u00e4quat zu filtern und aufzubereiten war schon immer eine wichtige F\u00fchrungsaufgabe und die scheint durch die Technik nicht unbedingt leichter geworden zu sein. Eine Studie des Softwareanbieters TechSmith zeigt, dass sich die H\u00e4lfte der Befragten von der t\u00e4glichen Informationsflut in ihrer Produktivit\u00e4t negativ beeinflusst f\u00fchlt. Bei Hybrid arbeitenden Besch\u00e4ftigten steigt dieser Wert sogar auf 58%. Als Hauptkritikpunkte werden dabei der \u00dcberfluss an Informationen, unklare Informationen aber auch die schiere Menge an Emails und Meetings genannt. Mehr ist halt nicht immer gleichbedeutend mit besser. Die Folgen sind erheblich, denn 67% der Befragten berichten von Missverst\u00e4ndnissen aufgrund unklarer Kommunikation und 47% beklagen sich dar\u00fcber, sich wiederholen oder Anweisungen mehrfach abkl\u00e4ren zu m\u00fcssen. Auf diese Art sind Prozessverz\u00f6gerungen nat\u00fcrlich unausweichlich. Die Kommunikation in Zukunft klarer und besser zu gestalten und das sowohl vor Ort als auch f\u00fcr alle mobil Arbeitenden ist sicher einer der bedeutenden F\u00fchrungsaufgaben unserer Zeit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"4516\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4516\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-300x225.jpg 300w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-768x576.jpg 768w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/flash-1048926-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Am Ende dieses Blogbeitrages wie immer noch einige Blitzlichter:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Dass wir in Deutschland ein b\u00fcrokratisches Land sind, ist sicher f\u00fcr niemanden eine \u00dcberraschung. Einer Studie des Instituts f\u00fcr Mittelstandsforschung in Bonn zu Folge haben dadurch 80% aller Befragten weniger Spa\u00df an ihrer Arbeit. 97% der Befragten empfanden den b\u00fcrokratischen Aufwand als st\u00f6rend. Wut (55%), Ohnmacht (42%) und Verwirrung (41%) waren Gef\u00fchle, die durch die B\u00fcrokratie ausgel\u00f6st wurden. Das bleibt nicht ohne Folgen, denn 58% der Unternehmen erkl\u00e4rten auch, deshalb in Deutschland nicht mehr investieren zu wollen.<\/li>\n\n\n\n<li>Wird in Lebensl\u00e4ufen eigentlich gerne gelogen? Offenbar schon, denn in einer Studie des Lebenslaufeditors CVapp gaben fast 75% der deutschen M\u00e4nner an, im eigenen Lebenslauf schon einmal gelogen zu haben. Die meisten L\u00fcgen betrafen dabei das Gehalt und die eigenen F\u00e4higkeiten. Nur 46% der deutschen Frauen gaben an, bez\u00fcglich ihres Lebenslaufes schon einmal unehrlich gewesen zu sein, aber ob das wohl stimmt?<\/li>\n\n\n\n<li>Keine Betrachtungsperiode ohne eine Befragung zur Generation Z und diesmal mal wieder eine mit zum Teil \u00fcberraschenden Ergebnissen. Der Kollaborationsl\u00f6sungsanbieter Jabra hat f\u00fcr seine Studie fast 4.500 Menschen befragt und dabei festgestellt, dass 93% der 18 bis 26j\u00e4hrigen in hybriden Arbeitsmodellen arbeitet. Anders als gemeinhin angenommen waren die Mitglieder der Genration Z sogar h\u00e4ufiger bereit, ihre Karriere \u00fcber ihr Privatleben zu stellen, als andere Generationen. 52% der jungen Befragten zeigten sogar schon erste Burn-Out-Symptome und 47% dieser Befragten planten im n\u00e4chsten Jahr einen Jobwechsel. Ich h\u00f6re immer wieder, Menschen der Generation Z seien nicht leicht zu f\u00fchren und man muss wohl zumindest sagen, dass das Bild dieser Generation mit fast jeder neuen Studie immer diffuser wird. Einfacher wird ihre F\u00fchrung dadurch sicher nicht.<\/li>\n\n\n\n<li>Direkte Abwerbungen von Arbeitnehmern liegen in Deutschland aktuell auf einem hohen Niveau. In einer Studie des Marktforschungsunternehmens Trendence gaben mehr als 60% der Befragten an, innerhalb des letzten Jahres mindestens einmal direkt angesprochen worden zu sein. Dies gilt sowohl f\u00fcr Akademikerinnen und Akademiker als auch f\u00fcr Fachkr\u00e4fte ohne akademischen Abschluss. 42% der Befragten wurden sogar direkt durch die Gesch\u00e4ftsleitung des Konkurrenzunternehmens angesprochen. Voll im Trend scheinen diese Ansprachen zu liegen, denn 43% der Befragten gaben an, sich genau diese Form von Ansprache zu w\u00fcnschen. Headhunter scheinen dagegen aktuell eher \u201eout\u201c zu sein, nur 23% begr\u00fc\u00dften eine Ansprache durch diese.<\/li>\n\n\n\n<li>Mehr Homeoffice, weniger B\u00fcrofl\u00e4chenbedarf \u2013 einer Studie des Ifo-Instituts zu Folge sind 60% aller B\u00fcroimmobilien in Deutschland vom r\u00fcckl\u00e4ufigen Bedarf an B\u00fcrofl\u00e4chen betroffen. Bis 2030 planen die Unternehmen eine Reduzierung der B\u00fcrofl\u00e4chen um 12% oder 11,5 Millionen Quadratmetern.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcrde mich freuen, wenn die vielf\u00e4ltigen Themen auch f\u00fcr Sie wieder den ein oder anderen interessante Aspekt bereithielten. Vielleicht m\u00f6chten Sie ja f\u00fcr sich sogar ein Thema kurzfristig konkret aufgreifen und in Ihrer Organisation oder Ihrem &nbsp;Unternehmen vorantreiben. Ich bedanke mich auf jeden Fall f\u00fcr Ihr Interesse.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Beitrag in dieser Reihe voraussichtlich im Oktober 2024.<\/p>\n\n\n\n<p>Und zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache: Die zitierten Studien wurden gr\u00f6\u00dftenteils ver\u00f6ffentlicht in den Ausgaben 04 bis 06\/2024 von <em>managerseminare<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>#coaching<\/p>\n\n\n\n<p>#f\u00fchrung<\/p>\n\n\n\n<p>#ver\u00e4nderung<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"373\" height=\"391\" src=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Wegbegleiter-2024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4602\" style=\"width:256px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Wegbegleiter-2024.jpg 373w, https:\/\/marioporten.de\/wp-content\/uploads\/Wegbegleiter-2024-286x300.jpg 286w\" sizes=\"auto, (max-width: 373px) 85vw, 373px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Starten wir doch diesen Beitrag mal wieder mit dem Thema Homeoffice, denn der Technologieanbieter Owl Labs hat dazu 2000 Vollzeitbesch\u00e4ftigte in Deutschland befragt. Fast die H\u00e4lfte von ihnen ist nach Corona inzwischen wieder vollst\u00e4ndig ins B\u00fcro zur\u00fcckgekehrt, obwohl 64% der Befragten ein hybrides Arbeitsmodell pr\u00e4ferieren w\u00fcrden. 40% von ihnen w\u00fcrden dabei am liebsten ihre Homeofficetage &hellip; <a href=\"https:\/\/marioporten.de\/?p=4795\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eArbeitswelt und F\u00fchrung: aktuelle Trends und Umfragen, Ausgabe 14.06.2024\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":60,"featured_media":3972,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,1],"tags":[20,25,27,52,701,107,37,287],"class_list":["post-4795","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelle-fakten-und-umfragen","category-allgemein","tag-coaching","tag-erfolg","tag-fuehrung","tag-fuehrungskraefte","tag-new-leadership","tag-new-work","tag-veraenderung","tag-zufriedenheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/60"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4795"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4795\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4804,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4795\/revisions\/4804"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3972"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/marioporten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}