Nandus leben in Südamerika…, na ja nicht alle!

Nandus sind auch als die Strauße Südamerikas bekannt und leben ausschließlich in Südamerika, allen voran in den Steppen Argentiniens.

Wirklich alle Nandus leben in Südamerika?, bin ich geneigt mit einer kleinen Anspielung auf die berühmten Asterix-Comics zu fragen?

Nein, denn eine kleine – vielleicht ursprünglich gallische 🙂 ? – Population lebt an der Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern nahe des wunderschönen Ratzeburger Sees. Also – auf ging es für mich einer zu einer Tiersuche der besonderen Art am 01.06.2026.

Doch zunächst ein ganz kurzer Abriss, wie diese Tiere zu uns kommen. Um die Jahrtausendwende sind einige Tiere aus privater Haltung ausgebrochen und konnten nicht mehr eingefangen werden. Diese vermehrten sich dann sogar sehr stark, dass in der Spitze ca. 550 Tiere dort lebten. Das führte zu erheblichen Beeinträchtigungen. Ein Passant erzählte mir bei einem netten Plausch auf meinem Ausflug, dass ein Nanduhahn, der seine Jungen beschützte (Nachwuchsaufzucht ist bei Nandus ausschließlich Männersache!), ohne weiteres auch schon mal für längere Zeit eine Straße blockieren und den Verkehr für einige Zeit lahmlegen konnte. Denn wer möchte sich schon mit einem aggressiven Nandu anlegen?

Schließlich erlaubte MV 2019 den Abschuss und seitdem dürfen die Tiere eine bestimmte Zeit lang im Jahr gejagt werden. Seitdem hat sich die Population, die regelmäßig gezählt wird, so bei +/- 100 Tieren eingependelt, was für alle gut verträglich ist.

Die Recherche im Vorfeld meines Ausflugs ergab ein klares, allerdings recht großes Zielgebiet, wo ich suchen sollte. Nach knapp zwei Stunden Suche gab schließlich der Hinweis einer netten Tankwartin den Ausschlag, dass ich in der Nähe von Bäk (muss man nicht kennen) 6 Tiere gefunden habe.

Eine Weide direkt an der Straße teilten sie sich friedlich mit wenigen Kühen. Ich wusste ja, was ich suchte, doch als ich die Tiere sah, musste ich zweimal hinsehen, ehe ich glauben konnte, hier plötzlich wenige Meter neben freilebenden Nandus zu stehen.

Mit bis zu 1,40 Meter Größe sind das schon sehr imposante Vögel. Die Tiere waren vollkommen friedlich und entspannt und störten sich überhaupt nicht an mir. Ich parkte direkt an ihrer Weide, lief auf und ab, baute in aller Ruhe mein Stativ (für das Video) auf und wieder ab. Solche komischen Typen kennen die Tiere offenbar zur Genüge.

Leider hatte die Gruppe keine Jungtiere im Schlepptau, was das “Sahnehäubchen” auf diesen tollen Ausflug gewesen wäre.

Nandus in Südamerika werden mir in meinem Leben nicht mehr vergönnt sein, dieser Ausflug entschädigt voll dafür.

Leider konnte ich das Video aufgrund seine Größe nicht in diesen Beitrag hochladen. Ihr könnt es jedoch gerne auf meinem Youtube-Kanal anschauen. Bewegte Bilder dieser imposanten Vögel sind ebenfalls sehr eindrucksvoll. Also, hier geht’s zum Video.

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