Tiergesichter: Soayschafe

Tiergesichter sollen künftig einen Schwerpunkt meiner Tätigkeit als Tierfotograf werden, denn jedes Tier hat sein ganz individuelles Gesicht. Die Gesichter vereinen Einzigartigkeit und Schönheit der Natur.
Die heutige Fotoserie der Soayschafe der Kleinen Arche in Wahlstedt ergab sich am Rande meines Fototermins für das Alpakafohlen, das ich am 03.01. fotografiert habe.
Die Tiere hofften im Schnee offenbar, bei mir etwas Fressbares abstauben zu können und so reihten sie sich freiwillig für ihre “Passfotos” auf.
Die Schönheit der Natur ist überall, wir haben oft nur verlernt sie zu sehen.
Die Kleine Arche in Wahlstedt ist gerade mit Kindern immer einen Besuch wert und vielleicht habt ihr ja am Wochenende Zeit dafür. Der Eintritt ist frei, also vergesst die Spendenbox nicht.

Winterbegegnung -2-

Aktuell hat uns der Winter fest im Griff. Eis und Schnee dominieren im Revier und die Tiere haben Schwierigkeiten, Futter zu finden.

Auf meiner Runde gestern Abend, begrüßten mich die ersten Tiere gleich am Waldeingang. Wie immer blieb ich stehen und wir sahen uns eine Weile an, dann zogen sie weiter.

Auch auf der ersten großen Wiese waren Rehe auf Futtersuche. Die Tiere sind scheuer in diesen Tagen und so bleiben die Begegnungen flüchtiger als noch im Sommer oder Herbst.

An den Wasserläufen, welche die wiesen durziehen waren auch Kormorane und Graureiher eifrig auf Futtersuche. Leider gelang mir kein schönes Bild eines Komorans. Hunger scheinen sie aktuelle jedenfalls alle zu haben.

Mit fortschreitender Zeit begann es zu schneien und ich machte mich auf den Heimweg, als mit am Waldesrand noch eine Rocke mit Ihren zwei Kitzen begegnete. So schön die Tiere mit den Schneeflocken auch anzusehen sind, es macht mich traurig, dass sie offensichtlich aktuell Hunger leiden müssen.

Die Wetteraussichten verheißen mehr Schnee und anhaltende Kälte, das macht es den Tieren sicher nicht einfacher. Natur, da herrscht halt nicht immer nur Sonnenschein. Warten wir ab, wie es weitergeht und hoffen für die Tiere das Beste.

Winterbegegnung

Die Winterbegegnungen mit den Rehen haben einen ganz eigenen Charakter.

Vor ein paar Tagen traf ich dieses inzwischen halbwüchsige Bockkitz auf dem laubbedeckten Waldweg. In einiger Entfernung standen wir uns gegenüber und er schaute mich an. Es war als wollte er sagen: “Hallo, da bist Du ja wieder.” Er machte keine Anstalten vor mir davonzulaufen.

Ich kann nicht sicher sagen, um welches Tier es sich handelt, aber ich bin ziemlich sicher, dass wir und schön häufiger begegnet waren.

Nach ein paar Minuten ging er friedlich seines Weges, drehte sich nochmals zu mir um und ich hob langsam zum Abschied meine Hand, wie das häufig tue, um mich bei den Tieren für ihr Vertrauen zu mir zu bedanken. Dann gingen wir in unterschiedliche Richtungen davon.

Solche Begegnungen haben nichts spektakuläres und sind dennoch wunderbar und für mich sehr erfüllend. Ich genieße diese Momente, die ohne all die Alltagshektik sind. Einfach eintauchen in die Natur, ihre Schönheit genießen und die Verbindung zu den Tieren spüren.

Seit gestern arbeite ich nun nicht mehr – mehr von solchen Momenten steht ganz oben auf meinem Wunschzettel und auch meiner to-do-Liste für 2026! Viel mehr brauche ich nicht mehr.

In diesem Sinne, Euch allen ein friedliches und zufriedenes 2026!

Weihnachtsgeschichte

Weihnachten ist die Zeit der Geschenke, aber auch der Geschichten. Für mich also der ideale Tag Euch (wenn ihr sie denn lesen wollt) die Geschichte meines schönsten Geschenks der Natur in 2025 zu erzählen.

Es war mein erstes Jahr, in dem ich regelmäßig als Naturfotograf im Wald unterwegs war. Fotografiert habe ich schon viel, aber die regelmäßige, oft tägliche, Zeit im Wald war neu.

8 Rehkitze durfte ich diesem Jahr in „meinem“ Revier begleiten. Zwei Ricken mit Einzelkitzen (1,1) und zwei Ricken mit Zwillingen. Eine führte zwei starke Bockkitze und eine zwei junge Damen, die ebenfalls sehr gut aussahen.

Und dann waren da noch zwei Kitze, die mir mehrfach begegneten, aber immer ohne Mutter unterwegs waren. Etwa zwei Wochen traf ich das kleine Böckchen mit seiner Schwester regelmäßig. Sie sahen sehr mager aus, man konnte jede Rippe sehen, fast „klapprig“ wirkten sie auf mich. Sie standen und liefen stets eng zusammen und wirkten dennoch irgendwie einsam und verlassen. Ich kam für mich zu dem Schluss, dass der Mutter etwas passiert sein musste und die beiden offensichtlich Waisenkinder und auf sich allein gestellt waren.

Die Natur bringt natürlich Härten mit sich, niemals ist alles nur Freude und auch der Verlust der Mutter, so schmerzlich er auch sein mag, gehört dazu. Dennoch ertappte ich mich dabei, dass mich die Situation der beiden Tiere traurig machte und ich gezielt nach ihnen suchte, um wenigstens zu sehen, ob es ihnen gut geht.

So eine Suche brachte am 30.10.2025 eine überraschende Wende. In einiger Entfernung sah im Wald eine Ricke mit zwei Kitzen und schaute neugierig durch mein Teleobjektiv. Zwei Böckchen oder zwei Geißkitze, das war eigentlich die Frage. Doch zu meiner Überraschung führte die Ricke ein Böckchen und ein Geißkitz! Die vermeintlichen Waisen hatten ihre Mama wiedergefunden! Ich freute mich sehr, wo auch immer die Ricke gewesen sein mochte und was auch immer zu der Trennung von ihren Kindern geführt haben mochte. An diesem Abend gingen sie zügig weiter in den Wald hinein und ich konnte nicht viele Bilder machen.

Am nächsten Morgen war ist zu Sonnenaufgang wieder da und freute mich sehr, die Ricke mit ihren beiden Kitzen auch zügig an einem der noch recht reichhaltigen Futterplätze im Revier wiederzufinden. Die Ricke blieb dieses Mal stehen und zeigte keinen Fluchtreflex. Minutenlang konnte ich sie beobachten und fotografieren. Liebevoll leckte sie ihre Kitze und stupste sie mit der Nase an, sogar trinken durften sie noch, obwohl das für Ende Oktober eher ungewöhnlich ist.

Dass ich diese wunderbare Wiedervereinigung so eng begleiten durfte, waren für mich sehr emotionale Momente. In den folgen Wochen traf ich die drei immer wieder stets eng beieinander, so als wollten die auf jeden Fall verhindern, dass sie nochmals getrennt werden. Wenige Tage vor diesem Weihnachtsfest traf ich sie früh morgens zum bislang letzten Mal und kann bestätigen, dass es allen drei Tieren gut geht.

Das ist mein schönstes Geschenk, welches mir die Natur in 2025 gemacht hat und mehr brauche ich auch nicht.

Ich wünsche Euch allen ein friedliches Weihnachtsfest 2025!

Noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Ab 2026 arbeite ich nicht mehr, sondern werde meine Zeit ganz der Schönheit der Natur widmen und versuchen, sie auch anderen Menschen näher zu bringen und Geschichten wie diese in Bilden und Worten zu erzählen.
Wer Lust hat, an diesen Geschichten und meinen Bildern teilzuhaben, der abonniert am besten diesen neuen Naturfoto-Blog, der sich noch nicht im finalen Design befindet, was aber zeitnah geschehen wird. Danke dafür!

Ausblick

In diesem Blog können Sie ab 2026 meine Aktivitäten als Tier- und Zoofotograf in Bildern und Geschichten begleiten. Meine Bilder können Sie bereits jetzt auf meiner Instagram und Facebookseite anschauen. Ich freue mich, wenn Sie Interesse an meinen neuen Aktivitäten haben und meinen neuen Blog abonnieren.

Auf meiner Bücherseite finden Sie auch vier Bildbände über Eichhörnchen, die ich bereits in den Vorjahren veröffentlicht habe.

Begegnungen

Begegnungen gibt es nicht nur mit Menschen.

Ich vermute, dass Martin Buber bei seinem Zitat allen voran auf die Begegnungen von Menschen miteinander abzielte. Doch es gibt auch andere Begegnungen voller Leben, voller Besonderheit und für mich vor allem voller großer Dankbarkeit.

Manchmal sind es die stillen Stunden im Morgengrauen oder die Stunden der abendlichen Dämmerung, in denen ich mich auf diese Begegnungen einlasse. Als Naturfotograf habe ich gelernt, dass jedes wirkliche Leben, wie es Martin Buber beschreibt, im Moment der Begegnung aufblüht. Gerade das vorsichtige Annähern an Rehe, diese scheuen Wächter des Waldes, öffnet eine Tür in eine Welt, die nur dem geduldig Lauschenden, dem achtsam Sehenden offenbart wird. Es sind Momente voller Ruhe und Achtsamkeit.

Der Augenblick, in dem ich ein sanftes Schnauben höre, die gespitzten Ohren wahrnehme, ist mehr als eine flüchtige Beobachtung: Es ist ein Dialog, still und voller Respekt. Ich bin Gast im Lebensraum eines anderen Wesens, und meine Kamera wird zum Vermittler zwischen zwei Welten. In dieser Zeit kann ich meine eigenen Erwartungen loszulassen und ganz in das Hier und Jetzt eintauchen. Ich erlebe nicht nur die Suche nach einem möglichst gelungenen Foto, sondern vor allem spüre ich eine Verbindung zu dem Tier, zu der Landschaft und zu mir selbst. Im besten Fall lässt sich diese wunderbare Emotion später durch das Betrachten des entstandenen Bildes jederzeit wieder aktivieren.

Seit Monaten begleite ich eine Ricke zunächst allein, inzwischen mit Ihrem Kitz. Immer wieder begegnen wir uns im Wald, halten inne und schauen uns gegenseitig an. Inzwischen ist viel Vertrauen gewachsen, der angeborene Fluchtinstinkt der Tiere ist weitgehend gewichen. Für mich ist jede Begegnung mit diesen Tieren ein besonderer, unendlich wertvoller Moment. Ich spüre eine Verbindung zu ihnen und zur Natur. Ich bin ganz bei mir, erfüllt, zufrieden und glücklich. Vielleicht wird aus all diesen Begegnungen und den dabei entstandenen Bildern mal ein Kinderbuch oder ähnliches, doch das ist eine andere Geschichte.

Heute möchte ich Dich mit diesem Impuls einladen, solche oder ähnliche Begegnungen als Einladung zu verstehen, Lebendigkeit, Verbindung und Respekt zu erfahren. Jede Annäherung ist einzigartig, jeder scheue Blick, jedes Verharren, um abzuwarten, was passiert. Jedes Mal ein neues Kapitel, welches ich schreibe, oft nur für mich.

Lass auch Du solche Begegnungen zum Herzschlag deiner Arbeit und Lebens werden und finde in der Stille der Natur die Fülle wirklichen Lebens.

Wo und mit wem kannst Du ähnliche Begegnungen erleben?

Welche Begegnungen hast Du bereits erlebt?

Welche besonderen Emotionen aktivieren derartige Begegnungen bei Dir?

Ich wünsche Euch allen eine zufriedene und erfolgreiche neue Woche!

#natur

#begegnung

#coaching

Natur

Dass meine Coachingnehmerinnen und Coachingnehmer häufig nach beruflicher und persönlicher Orientierung suchen, liegt in der Natur der Sache. Die größte Hilfe zur Lösung der Situation finden wir oft in der Natur, denn die diese bietet uns einen unerschöpflichen Schatz an Möglichkeiten, um Ruhe zu finden, Sicherheit zu spüren und Zufriedenheit zu erlangen.

Besonders Milton Erikson, der wohl bekannteste und wichtigste Pionier der modernen Hypnotherapie, nutzte in seiner Arbeit die Natur und ihre Elemente oft als Metapher und Werkzeug. Seine Ansätze inspirieren dazu, sich in der Natur neu zu orientieren und Lösungen für bestehende Herausforderungen zu finden.

Die Natur lädt uns ein, einen Schritt zurückzutreten und die Hektik des Alltags hinter uns zu lassen. Ein Spaziergang im Wald, das Rauschen des Windes oder das Plätschern eines Baches können uns helfen, unsere innere Ruhe zu finden. Nehmen Sie sich bewusst Zeit, um diese Momente zu genießen und lassen Sie Ihre Gedanken schweifen. Dies fördert nicht nur die Entspannung, sondern kann auch zu neuen Erkenntnissen führen.

Die Orientierung in der Natur ist nicht nur eine physische, sondern vor allem auch eine mentale Aufgabe. Sie erinnert uns daran, dass wir oft klare Ziele und Richtungen im Leben brauchen. Nutzen Sie die Natur als Spiegel für Ihre innere Orientierung. Wenn Sie sich in einem dichten Wald wiederfinden, nehmen Sie sich einen Moment, um innezuhalten, Ihre Umgebung zu betrachten und Ihren Weg neu zu bestimmen. Dies kann symbolisch helfen, auch im Alltag klare Entscheidungen zu treffen.

Die Natur lehrt uns Geduld und Anpassungsfähigkeit. Beobachten Sie, wie Pflanzen und Tiere Hindernisse überwinden und sich an ihre Umgebung anpassen. Lassen Sie sich davon inspirieren, kreative Lösungen für Ihre eigenen Probleme zu finden. Außerdem kann das Lösen von praktischen Aufgaben in der Natur, wie das Errichten eines Unterschlupfs oder das Navigieren mit einer Karte oder einem Kompass, Ihre Problemlösungsfähigkeiten stärken und Ihnen ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermitteln.

Milton Erikson nutzte oft Geschichten und Metaphern, um seinen Klienten zu helfen, neue Perspektiven zu gewinnen. Lassen Sie sich von seiner Methode inspirieren, indem Sie Geschichten und Symbole aus der Natur in Ihre eigene Selbstreflexion einfließen lassen. Ein verworrenes Netz aus Pfaden kann beispielsweise eine Metapher für die komplexen Entscheidungen in Ihrem Leben sein. Das Finden des richtigen Pfades kann Ihnen dabei helfen, Klarheit zu gewinnen.

Die Natur kann auch ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Eine vertraute Umgebung, wie ein Lieblingsort im Wald oder am See, kann als Ankerpunkt dienen, um sich sicher und ruhig zu fühlen. Nutzen Sie diese Orte, um sich zu erden und Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten (zurück) zu gewinnen. Das Wissen, dass Sie immer zu diesem sicheren Ort zurückkehren können, kann Ihnen in stressigen Situationen Halt und Geborgenheit geben.

Und schließlich lehrt uns die Natur, im Hier und Jetzt zu leben und die einfachen Freuden zu schätzen. Eine blühende Blume, der Gesang der Vögel oder der Duft von frischem Gras können uns Momente der Zufriedenheit schenken. Nehmen Sie sich Zeit, diese kleinen Wunder der Natur bewusst wahrzunehmen und zu genießen. Dies kann Ihnen helfen, eine tiefere Wertschätzung für das Leben zu entwickeln und Zufriedenheit in den alltäglichen Momenten zu finden – und nichts ist wichtiger als persönliche Zufriedenheit.

Deshalb nutzen auch Sie die Natur als Ihren Lehrer und Begleiter auf Ihrem Weg zu einem erfüllten und ausgeglichenen Leben, wie es inzwischen schon so viele meiner Klientinnen und Klienten erfolgreich tun.

Ich wünsche eine zufriedene und damit auch erfolgreiche Woche!

#natur

#selbstreflexion

#zufreidenehit

Wir haben seit Jahren einen sehr tierfreundlichen Garten und werden dafür mit zahlreichen  Gästen belohnt. An der Spitze der Gartenhierarchie steht aber unsere Katze Abby, die seit 13 Jahren die Fürstin im Garten ist.

Die Igel, die jeden Abend zahlreich erscheinen, um sich ihr Futter zu holen, und Abby kommen sehr gut miteinander aus. Als sie klein war, hat Abby nämlich freudig getestet, ob die Stachelkugeln nicht tolle Spielkameraden sein könnten und sehr schnell gemerkt, dass der Kontakt mit ihnen ziemlich schmerzhaft ist. Seitdem sind die Rollen geklärt: Die Igel laufen auf der Wiese, Abby sitzt auf einer kleinen Mauer und schaut ihnen zu – die Reviere sind klar abgegrenzt.

Gestern Abend war das mal anders: Abby saß auf der Wiese und beobachtete etwas im Gebüsch, ich vermute eine Maus, als der erste Igel zielstrebig von seinem Weg durch die Hecke auf die Wiese abbog und genau auf Abby zulief. Warum sollte er auch ausweichen, die Katze wird schon – wie immer – aus dem Weg gehen. Tat sie diesmal nicht und als der Igel bis auf ca. 15 Zentimeter heran war, fauchte sie ihn mächtig an. Der Igel erschrak, rollte sich ein, verharrte so etwa eine Minute, entrollte sich dann vorsichtig, sah sich um und trollte sich zurück in die Hecke. Abby sprang zurück auf ihre Mauer und alles war geklärt. Ich schmunzelte in mich hinein.

Ist die Natur nicht eine wunderbare Lehrmeisterin?

In wessen „Revier“ leben Sie und bewegen sich vielleicht manchmal allzu selbstverständlich oder rücksichtslos (natürlich nicht absichtlich) darin?

Von wem wurden Sie schon einmal „angefaucht“ und damit an ihre Grenzen erinnert?

Wem sollten Sie vielleicht mal wieder die „Rangordnung“ oder die Grenzen aufzeigen, weil das zur Klarheit für alle Beteiligten beitragen könnte?

Und, wie können Sie das freundlich und nett, aber doch klar und unmissverständlich tun?

#coaching

#selbstreflexion

#zufriedenheit

Team von MP erweitert seine Tierpatenschaften in Kooperation mit der Falknerei auf Burg Greifenstein

Die Natur ist immer wieder auf unterschiedlichste Art und Weise ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Von der Natur können wir lernen, sie inspiriert uns, zeigt uns Lösungswege und lässt uns entspannen und zur Ruhe kommen.

Das Team von MP hat es sich von jeher zur Aufgabe gemacht, die Natur durch Tierpatenschaften unterschiedlicher Institutionen zu unterstützen.

Das wunderbare Buch von Falknerin Sandra Jung, das ich Ihnen allen nur zur Lektüre empfehlen kann, hat uns auf die Spuren der Falknerei auf Burg Greifenstein geführt. Hier haben zwei junge Menschen ihren Lebenstraum trotz aller damit verbundenen Widrigkeiten und Risiken verwirklicht und betreiben dort nun ihre eigene Falknerei.

Das Team von MP freut sich daher sehr, dass wir für Weißgesichtseule Linus

und Turmfalke Manni

zwei neue Tierpatenschaften übernehmen konnten.

Wir hoffen natürlich die Falknerei bald auch persönlich besuchen zu können und die Tiere in Aktion zu erleben. Schon jetzt hat das Team der Falknerei die Inspiration für mehrere Selbstreflexionsimpulse (hier ein Beispiel) geliefert und es werden sicher nicht die letzten sein.

Wir wünschen der Falknerei auf Burg Greifenstein allzeit viel Erfolg!

Die Fotos der beiden Greifvögel werden mit freundlicher Genehmigung der Falknerei auf Burg Greifenstein, die Eigentümerin der Bildrechte ist, veröffentlicht. Dafür bedanken wir uns sehr.

#falknereiburggreifenstein

#selbstreflexion

#natur

In der warmen Jahreszeit gehört Radfahren zu meinem Tagesprogramm, wobei ich meist die gleiche Strecke fahre. Ein langes Teilstück davon führt mich auf einem Uferweg an unserem wunderbaren Großen Segeberger See entlang durch den Wald. Es sind ca. drei Kilometer pure Natur und es begegnen mir meist zahlreiche Menschen: Läufer, Spaziergänger und andere Radfahrer.

So weit, so gut – wenn ich allerdings mal die Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer ausnehme, dann fällt bei mehr als der Hälfte der Menschen auf, dass Sie sich zwar in der Natur befinden, aber ihre Aufmerksamkeit nicht auf die Natur richten:

  • Zahlreiche Menschen haben Kopfhörer auf oder in den Ohren und sind offenbar in die Musik vertieft oder hören Podcasts.
  • Andere telefonieren entweder mit dem Handy am Ohr oder sehr oft mit dem Handy in der Hand und auf Lausprecher lauthals so, dass ich beim Vorbeifahren auch noch mithören muss.
  • Manche treiben es sogar auf sie Spitze und spazieren zwar am See entlang, sind auf dem Handy aber sogar in einer Videokonferenz und somit sogar visuell und auditiv von ihrer Umgebung abwesend.

Ich will das gar nicht kritisieren, jeder kann tun, was er möchte, aber ich muss doch oft für mich den Kopf schütteln, denn jedenfalls der Effekt, den Sandra Jung in ihrem sehr lesenswerten Buch beschreibt tritt so nicht ein.

Dabei ist die Natur in so vielfältiger Weise ein wunderbarer Lehrmeister und bietet so viele Gelegenheiten von ihr zu lernen oder auch nur innezuhalten und zu staunen. Im Coaching hat sich in den letzten Jahren ein ganzer Zweig entwickelt, der sich „Naturcoaching“ nennt und bei dem meine Kolleginnen und Kollegen mit ihren Klientinnen und Klienten sich in unterschiedlichster Form draußen in der Natur bewegen und die Natur als Coachinginstrument nutzen. Schon von Milton Erickson, dem Begründer der modernen Hypnose als Heilmittel ist bekannt, dass er immer wieder die Natur in vielfältiger Art und Weise in seine Arbeit einbezogen hat. Sein Schüler, Dr. Gunther Schmidt, vielleicht der bekannteste Hypnotherapeut in Deutschland, von dem auch ich gelernt habe, erzählt sehr gerne die Geschichte, dass ihn Erickson einst in einen Park schickte, um sich dort Gurken anzusehen, anstatt ihn -wie von ihm gewünscht- in eine Trance zu versetzen.

Doch selbst wenn Sie die Natur vielleicht gar nicht als Lehrmeisterin, sondern nur zur Entspannung nutzen wollen, kann ich Ihnen nur empfehlen, dies mit allen Sinnen zu tun. Das aber geht nur, wenn technische Geräte, gleich welcher Art, ausgeschaltet sind, Sie Ihre volle Aufmerksamkeit der Natur widmen und alle fünf Wahrnehmungskanäle, die uns zur Verfügung stehen, für sie öffnen.

Sehen Sie sich um, welche spektakulären Dinge um Sie herum zu entdecken sind. Hören Sie die Geräusche der Umgebung, vielleicht das Zwitschern der Vögel, das Rauschen der Wellen oder des Laubes. Riechen Sie die Düfte , z.B. der Blumen und schmecken Sie z.B. das Salz in der Luft am Meer oder was auch immer in Ihrer Umgebung wahrnehmbar ist. Und schließlich spüren Sie den Wind auf Ihrer Haut, den Regen oder die Wärme der Sonnenstrahlen. Jetzt sind Sie bereit, die Natur ganz zu genießen und von ihr zu lernen.

Machen Sie mit mir ein kleines Experiment, denn wie Sie vielleicht wissen kann alles, was schon einmal erlebt wurde, reaktiviert werden. Also:

Schließen Sie die Augen und erinnern Sie sich an den letzten Moment, den Sie ganz im Einklang mit der Natur verbracht haben. Gehen Sie in Gedanken wieder an diesen Ort und sehen Sie sich selbst, wie Sie sich dort bewegen. Erinnern Sie die Umwelt, die Geräusche, was sie gerochen, geschmeckt oder gespürt haben. Werden Sie noch einmal ganz eins mit dieser Situation, verschmelzen Sie noch einmal mit der Natur. Bleiben Sie in Gedanken für eine Weile in dieser Situation und genießen Sie. Und wenn Ihnen schließlich danach ist, öffnen Sie die Augen wieder und kehren Sie die Gegenwart zurück.

Und, war es schön? Ich hoffe doch sehr, dass dem so war!

Also, wann haben Sie vor, sich das nächste Mal ganz technikfrei auf die Natur einzulassen?
Wo wollen Sie dafür hingehen?

Viel Freude wünsche ich Ihnen dabei!

Und wenn Sie zufällig in Thüringen leben und den Blick gegen Himmel richten, dann haben Sie ja vielleicht Glück und sehen am Himmel einen von Sandras wunderbaren Herrschern der Lüfte der kreisen!

#selbstreflexion

#natur

#zufriedenheit