Morgens im Revier – ein besonderer Moment

Als ich am Donnerstag (22.10.2026) um 7 Uhr morgens die Haustür öffnete, strahlten mich die Sterne an. Es war kalt und alles war sehr nass draußen, aber ich wusste in einer Stunde werden wir einen schönen Sonnenaufgang erleben. Ich packte meine Sachen und machte mich auf ins Revier.

Schon am Waldesrand hörte ich das Röhren der Damwildhirsche. Häufig treffe ich auf meinem Weg auch Damwild, doch meistens zeigen sich nur die Damen mit ihrem Nachwuchs. An diesem Morgen könnte das anders sein.

Und tatsächlich hörte ich die Hirsche zunächst aus dem Dickicht des Waldes, doch nach der nächsten Biegung sah ich zwei stattliche “Big Boys” mit einigen Damen auf der Wiese. Für einen Moment habe ich wohl aufgehört zu atmen, so eindrucksvoll war der Anblick der Tiere in der gerade aufgegangenen Morgensonne.

Wieder einmal beschenkte mich die Natur reichlich an diesem Morgen, denn es folgten weitere schönen Begegnungen, die anderen Posts vorbehalten bleiben. Die mächtigen Hirsche (fotografieren konnte ich leider nur einen von beiden) jedoch blieben das ganz besondere Highlight des Tages: Made my day! 😍😍

Euch allen jetzt ein schönes Wochenende, das bei uns gerade mit viel Wind und Regen beginnt.

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Der Wandel des Morgens

Wenn die Sonne aufgegangen ist, aber noch nicht hoch am Himmel steht, liegt zu dieser Jahreszeit noch die morgendliche Kälte in der Luft. Die Luft ist frisch und klar und man fühlt sich sofort wach und voller Energie. Über den großen Waldwiesen, die von Bäumen eingerahmt werden, liegt noch der Nebel. Es ist ein bisschen mystisch in diesen Minuten und man wartet förmlich auf Elfen oder Wichtel. Eigentlich liegt herrscht Stille, doch die Vögel singen schon eifrig. Das laute Schreien der Kraniche ist immer wieder zu hören und passt so gar nicht in die Stille des Moments. Ich ahne schon, dass noch wundervolle Momente kommen werden.

Die ersten Rehe sind schon da, ihre Umrisse verschwimmen im Grau des Nebels. Auf der ersten Wiese treffe unseren kleinen Revierbock, der wie fast immer in Begleitung „seiner“ Ricke ist. Ich bemühe mich vorsichtig zu sein und sie nicht zu erschrecken.

Ein paar hundert Meter weiter treffe ich eine Ricke mit Ihrem Kitz, das mich leider gesehen hat und im hohen Dickicht untergetaucht ist. Seine Mama, die mich schon seit fast zwei Jahren kennt, hat mich auch gesehen, flieht jedoch nicht. Auch sie beobachtet vorsichtig den erwachenden Tag.

Damit dieser Post nicht zu lang wird, lasse ich alles aus, was mir so auf dem Weg begegnet ist. Es gibt ja noch andere Tage, an denen ich von diesen Begegnungen erzählen kann. Gut eine Stunde später komme ich wieder zu der Waldwiese, an der mein Weg begann. Welch ein Wandel bietet sich meinem Auge: Die Sonne steht inzwischen hoch und hat den Nebel aufgelöst. Die frische Morgenkälte vermischt sich mit den ersten warmen Sonnenstrahlen. Der Revierbock und seine Dame äsen inzwischen ganz friedlich mitten auf der Wiese. Rehe lieben die Sonne – so stand es in einem der Fachbücher und der Autor hat Recht. Diesmal muss man vor mir nicht so auf der Hut sein, man sieht mich, aber ich bin weit genug weg und außerdem der, den man schon kennt.

So geht meine Morgenrunde zu Ende, wie sie begann. Ein letztes Mal schweift mein Blick zu den beiden Tieren, noch strahlt ihr schönes braunes Sommerfell in der Sonne. Bald schon werden sie ins winterliche Grau umfärben. Für mich wird es Zeit zum Frühstück.

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Sonnenaufgang

Der Winter bietet im Revier so viele unterschiedliche Begegnungen: manche sind ganz nah, manche dauern lange, viele sind nur flüchtig.
Bei dieser Begegnung hatte ich Mühe, die Tiere überhaupt zu sehen, denn Mutter und Kitz waren sehr gut getarnt und auch mein Teleobjektiv musste ich voll ausreizen.
Dafür bietet das Morgenrot der gerade am Horizont aufgegangenen Sonne eine perfekte farbliche Unterlegung im Hintergrund. In der Realität war es noch intensiver und so war auch diese Begegnung einzigartig.