Zoofotografie: Zum Tierpatentag am 26.09.2026 wieder im Zoo Schwerin

Der Weg in den Zoo Schwerin lohnt sich immer. Diesmal war ich eigentlich zum Tag der Tierpaten dort, doch da die Veranstaltung erst um 14 Uhr begann, hatte ich vorher noch viel Zeit, durch den Zoo zu streifen.

Der Zoo präsentierte sich im schon weit fortgeschrittenen Aufbau der lebensgroßen Figuren der Tiere, die für die bevorstehenden Wild Lights in Kürze jeden Abend beleuchtet werden. Das wird dem schönen Park sicher ein ganz eigenes Flair verleihen und damit nochmal eine besondere, sicher sehr erlebenswerte, Atmosphäre erzeugen.

Schwerin, das heißt als Fotograf natürlich allen voran das größte Rudel asiatischer Löwen in Europa mit seinen wunderbaren drei Jungtieren, die im Januar geboren wurden. Doch meine Freude währte nur kurz, denn als wollten sie mir sagen “wir sind letztes Mal für 900 Bilder durch die Gegend gesprungen”, ruhten alle Jungtiere vor sich hin – also diesmal keine Actionbilder.

So ist das halt, Tiere tun nur selten, was man sich wünscht. Auch der Rest des Rudels war an diesem Morgen träge und so blieb es bei wenigen Schnappschüssen.

Natürlich führte mich mein Weg auch morgens schon zu meinem Patentier, dem Westlichen Roten Panda, den ich am Nachmittag auch im Rahmen der Führungen nochmals besucht habe.  Hier hatte ich mehr Glück und beide Tiere zeigten sich auf der Anlage. Die wunderbare Fellkombination der Roten Pandas begeistert mich immer wieder aufs Neue.

Immer wieder muss ich bei den im Zoo frei lebenden Präriehunden halt machen, die ich sehr gerne fotografiere. Im Juni tobten hier allein circa 20 Jungtiere über die Wese, doch an diesem Morgen musste ich mit einem einzigen Präriehund vorlieb nehmen. So kam dieser in den Genuss eines Exklusivshootings.

Besonders schöne Fotomodelle sind auch immer die Kapuzineraffen, von denen ja zwei Arten im Zoo leben: Rückenstreifen- und Gelbbrust-Kapuziner. Die Tiere verfügen über eine ausgesprochen ausdrucksstarke Mimik. Teilweise wirken sie regelrecht gedankenverloren, teilweise springen sie freudig turnend über ihre Anlage. Ein paar schöne Fotos bekommt man bei ihnen eigentlich immer.

Ein besonderes Highlight wartete diesmal im Humboldthaus: Bei allen meinen vorherigen Besuchen hatte ich die Faultiere immer nur schlafend in ihren Boxen angetroffen. Diesmal nicht – eines der Tiere kletterte an den Seilen einmal quer durch die ganze Halle und auch wieder zurück. Richtig toll, so nah und so bewegungsreich habe ich ein Faultier vorher noch nie gesehen. Ein Video dieser tollen Kletteraktion habe ich Euch in meinen Youtube-Kanal hochgeladen.

Auch das Jungtier der Springtamarine zeigte sich auf dem Rücken der Mama. Diese kleinen Affen sind ebenfalls extrem niedlich.

Eindrucksvoll sind auch die Breitmaulnashörner, auf deren Savanne unsere Patenveranstaltung stattfand. Es gab also viel Zeit, die Tiere nebenbei zu beobachten und zu fotografieren. Die massigen Tiere sind oft schwer abzulichten, was immer wieder eine interessante Herausforderung darstellt.

Auch links und rechts des Weges, gibt es im Zoo Schwerin immer besonders viel zu entdecken. Dazu habe ich ja auch schon einmal einen eigenen Blogbeitrag geschrieben. An diesem Tag ragten die drei meerschweinchengroßen Nutriajungtiere, die in aller Ruhe am Wegesrand saßen, heraus. Hier sind die Bilder der Nicht-Zootiere:

Rothunde sind sehr hübsche asiatische Wildhunde und der Zoo Schwerin hat mit 7 Tieren ein schönes Rudel. Wenn ich zu Besuch war, gabs es einen grundsätzlich vorherrschenden Zustand des Rudels: schlafend. Wenn man die Tiere allerdings im Rahmen einer Tierführung besucht und die sehr nette Kuratorin die richtigen Argumente in Form einer Box voller Eintagsküken dabei hat, dann sieht die Sache doch sofort anders aus. Futter ist halt immer das beste “Bestechungsmittel”.

Wie lang ist eigentlich die Zunge einer Giraffe? Habt Ihr Euch das auch schon einmal gefragt, wenn Ihr die imposanten Tiere beobachtet habt? Jedenfalls stellen ihre Zungenspiele auch immer ein schönes Fotomotiv dar. Ihre blau-schwarzen Zungen sind übrigens bis zu 50 Zentimeter lang. Die Strauße nehme ich mal mit in diese Galerie, denn sie leben ja in Vergesellschaftung mit den Giraffen auf einer Anlage.

Wenn man nach so einem Ausflug seine Fotos sichtet, hat man manchmal auch ein besonders schönes Bild, von einem Tier, bei dem man das aufgrund der Gegebenheiten vor Ort gar nicht erwartet hat. Eigentlich nur so im Vorbeigehen gelang mir dieses Bild, eines so verträumten Nandus:

Ob Mähnenspringer, Tapir, Flamingos, Vietnam Sikawild, Kängurus, Gibbon oder Kattas, es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Für heute belasse ich es bei einer letzten zusammenfassenden Galerie:

Für mich war es wieder ein sehr schöner Tag im Zoo Schwerin, es wird nicht mein letzter gewesen sein.

Was sind Eure schönsten Momente im Zoo Schwerin?

Wie hat es Euch dort insgesamt gefallen?

Ich freue mich natürlich auf Eure Kommentare und Euer Feedback.

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