Homeoffice – Frust oder Freude?

Mehr als 2200 Xing-Mitglieder aus der DACH-Region wurden im Rahmen des ersten Corona-Barometers der New Work SE befragt. Die Ergebnisse veröffentlich managerseminare jetzt auszugsweise in seiner aktuellen Ausgust-Ausgabe.

Demnach haben Anfang Mai 72% der Befragten ganz oder teilweise zu Hause gearbeitet. Das verwundert nicht, denn in vielen Unternehmen und Institutionen wurden Heimarbeitsplätze in Rekordzeiten eingerichtet, teilweise nachdem jahrelang darüber kontrovers und ohne Ergebnis diskutiert worden war. In dieser Hinsicht war Corona ein echter Umsetzungsbeschleuniger.

Teilweise gilt aber auch in Sachen Homeoffice wie in so vielen anderen Bereichen, es ist nicht einfach alles nur besser als vorherige Arbeitsmodell, auch nicht, wenn ich es unbedingt haben wollte. Denn auch das Homeoffice bringt Herausforderungen mit sich und da diese bisher kaum bewusst waren und der Umgang mit Ihnen nicht geübt war, sammelten einige MitarbeiterInnen auch Frusterlebnisse ein.

Insgesamt aber hält sich die Begeisterung über ein Ende der Homeofficephase deutlich in Grenzen, denn nur 50% der Befragten gaben an, sich auf eine Rückkehr ins Büro zu freuen. Die Gründe, die die Hälfte, die sich auf eine Rückkehr ins Büro freut angab, zeigen auch die Handlungsfelder im Homeoffice deutlich auf.

So gaben 90% an, sich auf die sozialen Kontakte mit den KollegenInnen zu freuen – Vereinsamung ist ein großes Thema im Homeoffice. 62% gaben an, im Büro eine bessere Trennung von Beruflichem und Privatem realisieren zu können. Die Gefahr “immer” zu arbeiten, ist ein großes Risiko im Homeoffice. Beiden Aspekten kann man durch eine gute Selbstorganisation vorbeugen, doch das haben viele ArbeitnehmerInnen nicht gelernt – es gab ja bislang keine Gelegenheit dazu.

Nur 28% glauben übrigens, dass sie im Büro wieder produktiver arbeiten können als zu Hause. Ein so niedriger Wert sollte nachdenklich machen und den ein oder anderen Arbeitgeber vielleicht veranlassen, seine Arbeitsumgebungen auf den Prüfstand zu stellen.

Die MitarbeiterInnen, die sich nicht so recht auf eine Rückkehr ins Büro freuen, wurden ebenfalls nach Gründen dafür gefragt. 39% nannten die flexibleren Arbeitszeiten als Grund und 28% eine bessere Work Life Balance. Das sind nun wahrlich keine neuen Themen, aber offenbar hat die Arbeit im Homeoffice bei einigen das Bewusstsein dafür nochmals geschärft. Im Homeoffice waren viele Menschen nämlich offenbar auch kreativ und haben in ihren Home-Mittagspausen neue Dinge ausprobiert (71%), die so in den Mittagspausen im Unternehmen nicht möglich sind. 35% der Befragten bewegten sich im Freien, 31% erledigten Hausarbeiten und 27% kochten oder backten. Wie auch immer – Flexibilität ist noch mehr zu einem eigenständigen Wert geworden, den die Beschäftigten zu schätzen wissen.

Frust oder Freude? Die Frage in der Überschrift lässt sich nicht eindeutig beantworten, denn arbeiten im Homeoffice hat keineswegs nur Vorteile sondern bringt auch Herausforderungen mit sich. “Alle Mann zurück an die Schreibtische” wird aber auch nicht funktionieren, ohne bei vielen MitarbeiternInnen Frust zu erzeugen.
Die Zukunft liegt also wohl bei individuellen Möglichkeiten, eine Lösungsschablone gibt es nicht. Die Zeit der Standardlösungen in Bezug auf Arbeitszeiten und -formen ist endgültig vorbei.

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Wir freuen uns auf Sie!

Der MP-Impuls zum Wochenende

Es ist chancenlos – wir alle machen Fehler. Menschen, die keine Fehler machen, gibt es nicht. Oder doch?

Diese Woche war ich mal wieder mit einem Unternehmer zum Essen verabredet, den seit vielen Jahren kenne und sehr schätze. Vor einem Jahr hatte er mir erzählt, dass bald ein junger Kollege als sein Stellvertreter starten wird, den er langfristig auch zum Nachfolger aufbauen möchte. Ich war wieder mal von ihm begeistert, denn diese Weitsicht, viele Jahre vor dem eigenen Ausstieg die Unternehmensnachfolge aktiv zu planen, fehlt leider vielen Mittelständlern.

Ich war also gespannt, was es alles neues zu berichten gab und das Thema ließ auch nicht lange auf sich warten. Leider gab es aber keine “good news”, sondern das Gegenteil. Der mit Freude erwartete und auch sehr engagiert gestartete junge Kollege war inzwischen zum echten Problem geworden.
“Er weiss alles besser, er kann alles, er macht keine Fehler, immer sind die anderen Schuld, die er gnadenlos abfertigt, er integriert hinter meinem Rücken, er stellt mich vor Kunden und Kollegen als dumm und rückständig da, so als stünde ich der Zukunft im Wege.” So ähnlich klang die Zusammenfassung, dies ist die etwas geraffte Kurzversion.

Ich war – um ehrlich zu sein – doch etwas geschockt, vielleicht weil ich angenommen hatte, dieser Typ Führungskräfte gehöre inzwischen doch der Vergangenheit an. Selbstbewusstsein ist natürlich gut und notwendig, um erfolgreich zu sein. Kritische Selbstreflexion und eine realistische Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen aber auch. Und das Teamarbeit heute viel wichtiger ist, als die “ich weiss und kann alles Mentalität”, ist doch wohl selbstverständlich. Ich habe mich offenbar geirrt.

So aber kommen sie als Führungskraft heute nicht mehr durchs Leben, das Scheitern ist früher oder später vorprogrammiert. “Unfehlbare” Führungskräfte sind Auslaufmodelle – Gott sei Dank.

Überhaupt – der zielführende Umgang mit Fehlern ist ohnehin gerade in aller Munde – ein Teil von New Work ist auch eine positive, konstruktive Fehlerkultur und da gibt es vielerorts noch mehr als genug zu tun – das aber ist ein anderes Thema und dieses habe ich hier auch schon öfters thematisiert.

Wie steht es mit Ihnen? Was ist Ihr Lieblingsfehler, weil sie aus ihm am allermeisten gelernt haben? Ohne welchen Fehler, wären sie heute niemals der, der sie sind?

Na klar, im ersten Moment tun Fehler auch weh. Aber sie sind die beste Chance, die wir haben, täglich ein bisschen besser zu werden. Und Führungskräfte, die in ihrem Selbstbild keine Fehler machen, sind heute nicht mehr akzeptanzfähig.

Also, nobody is perfect! Bitte kommen Sie nicht durch die Tür mit:

“Good morning, my name is nobody!”

Ach ja, und der junge Kollege? Ich fürchte, der bekommt eine neue Chance, sich seine Fehler nochmals bewusst zu machen und in einem anderen Unternehmen daraus zu lernen, wenn er denn will. Schade für alle, denn auch mein befreundeter Unternehmer steht damit in seiner Nachfolgeplanung natürlich wieder am Anfang.

Ein schönes Wochenende!

Unterstützung einer Masterarbeit – Umfrage

Ich finde es immer ausgesprochen wichtig, junge Menschen auf Ihrem Weg zu unterstützen. Die Tochter einer langjährigen und von mir sehr geschätzten Trainerkollegin schreibt aktuell Ihre Masterthesis an der Universität Bonn und untersucht verschiedene Fragestellungen des Arbeits(er)lebens. Ich habe mich bereits an Ihrer Umfage beteiligt und würde mich freuen, wenn viele von Ihnen das auch tun. Der Zeitaufwand ist überschaubar und die Ergebnisse sind sicher interessant.

Daher: BITTE MITMACHEN!

Ich bedanke mich vorab und hier kommt der Originaltext der Studentin inkl. Link zum Umfrage:

Hallo zusammen,

im Rahmen meiner Masterthesis erhebe ich Daten zu verschiedenen Variablen beruflichen Verhaltens und Erlebens. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, benötige ich möglichst viele Personen, die sich Zeit nehmen an meiner Umfrage teilzunehmen. Mir ist bewusst, dass es sicherlich viele Anfragen solcher Art gibt, doch nur mit einer gewissen Datenmenge lassen sich meine Hypothesen untersuchen – ich bin deshalb für jede Unterstützung sehr dankbar!

Die Umfrage wird ca. 20 min in Anspruch nehmen und ist unter folgendem Link zu erreichen:

https://www.soscisurvey.de/ma_jd/

Der Link darf gerne weitergeleitet werden, einzige Voraussetzung zur Teilnahme ist eine Berufstätigkeit, die mit mindestens 20 Stunden pro Woche ausgeübt wird.  

Die Daten werden ausschließlich zu wissenschaftlichen Forschungszwecken erhoben und anonym ausgewertet. Der Fragebogen kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen abgebrochen werden.

Gerne stelle ich nach Abschluss meiner Arbeit eine Zusammenfassung der Ergebnisse zu Verfügung. Ich bitte um Verständnis, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt keine Informationen zur genauen Fragestellung transparent machen möchte, um niemanden in seiner Beantwortung zu beeinflussen. Wenn Sie die Ergebnisse erhalten möchten, schicken Sie mir einfach eine E-Mail an meine unten genannte Mailadresse.

Für Rückfragen stehe ich gerne zu Verfügung unter: dohmenjohanna@gmail.com

Vielen Dank!

Ziele gestalten. Chart mit Wörtern und gezeichneten Piktogrammen

Sie suchen Inspiration?

Dann lesen Sie:

Ich bin (hoffentlich) nicht verdächtig, irgendwelche Bücher zu pushen, nur dass Sie sich besser verkaufen. Umso mehr hoffe ich ja, dass die wenigen, die ich empfehle, vielleicht der ein oder andere auch kauft.

Dieses Buch ist toll geschrieben, so ganz weit weg von der oft vorzufindenen Lobhudelei auf das eigene Unternehmen oder gar die eigene Person. Es ist dennoch extrem inspirierend, macht Mut und Hoffnung, zeigt, was alles möglich ist, wenn man es wirklich will. Und es zeigt – der Weg dorthin, wo man so gerne hin möchte, ist kein leichter, aber er lohnt sich.

DANKE, liebe Frau Dr. von Dewitz für Ihre Inspiration.

(Und bevor irgendjemand glaubt, doch alles nur Fake, bestimmt eine gute Freundin von mir: Ich kenne Frau Dr. von Dewitz (leider) persönlich nicht, habe ihr Buch gekauft, nachdem ich ein Interview mit Ihr bei DAS! gesehen habe und möchte einfach nur viele Menschen an dieser großartigen Inspiration teilhaben lassen. Ich werde allerdings der Unternehmerin schreiben, wie sehr Sie mich beeindruckt hat.)

Der MP Impuls zum Wochenende

Vielleicht geht es Ihnen ja wie mir und Sie haben bei diesem Kalenderspruch sofort ein Bild vor Augen? Sie kennen jemand, der das genau so handhabt? Sie schauen in die Ecke Ihres Schlafzimmers und erblicken auch so einen Stuhl?

Ja, solche Stühle sind beliebt und wir kennen sie alle. Natürlich ist das hier nur als Metapher gedacht, denn nicht nur Kleider werden auf Stühlen gesammelt. Eine “Ablage” ist so schön einfach:

  • Die Dinge sind erstmal aus dem Weg.
  • Die Dinge sind auch schnell wieder greifbar.
  • Die Dinge werden nicht vorschnell weggeworfen.
  • Die Dinge verschwinden aber auch nicht vollständig aus dem Blickfeld.

Ich bin sicher, Ihnen fallen noch zahlreiche Vorteile der Stuhlablage ein. Doch wenn das die Vorteile sind, was sind die Nachteile? Denn Sie merken sicher schon, ich würde diesen Beitrag nicht schreiben, wenn ich wirklich ein Fan der Stuhlablage wäre.

Bleiben wir mal im Bild, der Wäsche auf dem Stuhl: Sie werfen immer mehr darauf und wissen schon bald nicht mehr, was eigentlich ganz unten lag. Statt sauber im Schrank, liegen die Kleider offen herum und verstauben im wahrsten Sinne des Wortes. Jeden Morgen gehen Sie daran vorbei und denken, “ich sollte mal wieder den Stuhl aufräumen”. Sie suchen vielleicht auch ihr Lieblingskleidungsstück und finden es nicht. Es könnte…, ja genau ganz unten auf dem Stuhl liegen. Sie wühlen etwas hektisch im Stuhlstapel herum und werfen dabei das Meiste auf den Boden. Ok, jetzt ist es dann doch reif für die Waschmaschine. Aber Ihre bunte Kleidersammlung passt wäschetechnisch gar nicht zusammen und kann mit einem Waschgang nicht erledigt werden. Jetzt müssen Sie sortieren und verschiedene Maschinen waschen, Sie haben also Zusatzarbeit.

Soll ich diese Beschreibung noch von der Metapher des Wäschestuhls lösen und auf das sonstige Leben übertragen – ich glaube, das können Sie selbst.

Legen Sie keine Ablage in Ihrem Leben an oder jedenfalls nur eine sehr kleine, ganz bewusst angelegte, mit Wiedervorlageterminen und regelmäßiger, kurzfristiger Abarbeitung. Schieben Sie die Dinge nicht auf, um sie irgendwann zu erledigen. Irgendwann kommt meistens nicht! Befreien Sie vor allem Ihren Kopf, von den vielen Dingen auf dem Stuhl, den vielen “ich müsste mal wieder”, “ich sollte unbedingt” oder “ich könnte ja mal”.

All diese Gedanken hemmen Sie nur und machen Sie nicht frei. Etwas ist Ihnen wichtig, dann tun Sie es sofort. Etwas ist unwichtig oder Sie brauchen es nicht mehr, dann kann es weg. Nur ganz wenige Dinge bleiben dann übrig und Sie überlegen genau, wann diese wieder auf den Tisch kommen, um final bearbeitet oder entschieden zu werden. Bis dahin sind Sie raus aus Ihren Gedanken, Ihr Kopf ist frei.

Klingt alles viel leichter als gesagt? Ja, ich weiss, aber um ehrlich zu sein, ist das die Standardausrede, die ich bei vielen Dingen höre und es hat auch niemand gesagt, dass es immer leicht ist. Dennoch – probieren Sie es doch einfach aus!

Also, wo liegt Ihr Stapel? Räumen Sie ihn auf und legen Sie keinen neuen an. Sie werden merken, es fühlt sich sehr schnell viel besser an.

Ein schönes Wochenende!

Arbeitgeberwechsel – immer ein Coachinganlass

Wer nach vielen Jahren den Arbeitgeber wechselt, hat Anlass kurz innezuhalten und zurückzuschauen. Meist gibt es viel Gutes mitzunehmen und vielleicht auch etwas, dass ich ganz bewusst zurücklassen möchte, um die Beziehung zum neuen Arbeitgeber nicht damit zu belasten.

Ich habe dieses Coachingformat selbst entwickelt und schon vielfach durchgeführt. Diese Woche war es mal wieder so weit und meine Klientin hatte nach über 20 Jahren sehr viel mitzunehmen und auch einiges zurückzulassen.

DANKE sage ich wieder einmal für das Vertrauen, das es braucht, sich auf so ein Format einzulassen. Und es gibt dann kaum etwas schöneres als zu sehen, wie motiviert und “befreit” jemand Dich nach drei intensiven Stunden wieder verlässt. Positiv, voller Energie, sich der eigenen Kompetenzen bewusst – bereit für neue Aufgaben.

Genau für diese Momente arbeite ich als Coach – es ist so wunderbar.

Der neue Arbeitgeber weiss es vielleicht noch nicht, aber er bekommt eine großartige neue Mitarbeiterin.

Sie stehen auch vor einem Arbeitgeberwechsel und möchten unbedingt positiv und energiegeladen den neuen Job antreten?

Dann kontaktieren Sie mich jetzt!

Ich freue mich auf Sie!

Telefon: 0172/4015835
Mail: post@marioporten.de