„Hey Mario, heute kein Montagsimpuls?“

„Genau, am Freitag war Brückentag!“

„Wie Brückentag? Den gibt es doch nur für Angestellte, Du bist doch selbständig, da arbeitet man doch immer.“

„Ich kann mich nicht erinnern, das in meiner Arbeitsplatzbeschreibung gelesen zu haben. Da steht eher: Ich bin selbständig, weshalb ich an Brückentagen immer frei habe.“

„Na gut, aber den Impuls hättest Du ja auch an jedem anderen Tag schreiben können.“

„Da hast Du natürlich recht, aber ich schreibe immer freitags morgens, da habe ich zwei Stunden Büro und dann Wochenende. In den zwei Stunden schreibe ich auch den Montagsimpuls. Und da am Freitag Brückentag war, gibt es heute leider keinen Montagsimpuls.“

„Das ist aber sehr starrköpfig und egoistisch von Dir – ich bin doch Stammleser Deiner Impulse und schaue nun in die Röhre.“

„Ich finde das sehr konsequent von mir und im Leben gibt es bekanntlich keine Regel ohne Ausnahme, wenn wir uns nicht selbst in unnötigen Stress versetzen wollen. Also ist heute mal ein Montag ohne Impuls zur Selbstreflexion.“

„Na gut, Du hast wohl recht, dann gibt es heute eben ausnahmsweise keinen Montagsimpuls. Aber nächste Woche erwarte ich wieder einen.“

„I will do my very best – versprechen kann ich aber nichts.“

Und falls Sie, liebe Leserinnen und Leser, nun vielleicht zum dem Ergebnis kommen, dieser kleine Dialog sei ja doch ein Impuls zur Selbstreflexion…, wunderbar. Dann dazu nur eine einzige Frage:

Wovon könnten Sie einfach mal für eine Woche eine Pause machen?

Ich wünsche eine schöne neue Woche.

#zufriedenheit

#selbstreflexion

#pausemachen

Als ich am Freitag den obigen Spruch auf meinem Tageskalender las, wusste ich sofort, dass er der Aufhänger für meinen heutigen Wochenimpuls werden würde.

Schön häufiger habe ich mich in meinen Impulsen mit dem Glück und der Glücksforschung beschäftigt. Glücklich sein, das wünschen wir uns doch alle und haben es nicht auch alle Menschen verdient, glücklich zu sein?

„Aber wie soll ich einfach so glücklich sein?“, ruft jetzt vielleicht eine innere Stimme in Ihnen und aktiviert eine innere Abwehrhaltung, weil das mit dem Glücklichsein doch nicht so einfach ist.

Ich rufe nur mal kurz in Erinnerung, dass Glück ja niemals ein Dauerzustand ist, sondern immer nur ein vergänglicher Moment – mal länger mal kürzer. Wäre dem nicht so, dann gäbe es gar kein Glücklichsein, denn es gäbe ja auch das Gegenteil nicht und wenn Ihr Erleben immer gleich wäre, wie sollten Sie dann feststellen, dass Sie glücklich sind?

Ich behaupte, wenn Sie sich auf das „kleine Glück“, also den Moment des Glücklichseins fokussieren, dann können Sie jederzeit glücklich sein. Glauben Sie nicht? Na gut, ich erkläre es Ihnen an mir als Beispiel.

Auf meinem Schreibtisch steht ein Foto, dass mich lächelnd auf dem Sonnendeck eines Kreuzfahrtschiffes zeigt. Die Sonne scheint und um mich herum ist nur das Meer. Das Foto ist viele Jahre alt, um genau zu sein, entstand es 2017. Es ist der letzte Moment in meinem Leben, den ich erinnern kann, an dem ich mich vollkommen frei und unbeschwert gefühlt habe: Ich war eins mit der Weite des Meeres und der Wärme der Sonne. Keine Pflichten, keine Sorgen, keine Aufgaben, keine anderen Menschen, für die ich verantwortlich bin oder sorgen muss. Auch kein Zwicken in meinem Körper und kein Gedanke, an das, was ich unbedingt noch tun muss. Ganz frei, nur ich in der Wärme der Sonne ohne Sorgen – einfach ein glücklicher Moment.

Alles, was schon einmal da war, können wir durch Erinnerung und Imagination reaktivieren. Unser Gehirn kann zwischen Vorstellung und Realität nur bedingt unterscheiden (warum sollten Sie sonst bei einem Albtraum ein Angstgefühl erleben?). Also weiß ich ziemlich genau, was ich tun muss, wenn ich wieder einmal für ein paar Momente glücklich sein möchte.

Ich lehne mich dann in meinem Schreibtischstuhl zurück, schaue das Bild an, schließe die Augen und sitze wieder an Bord des Schiffes in der warmen Sonne und erlebe das gleiche Glücksgefühl nochmal. Inzwischen weiss ich auch, wie ich dieses Gefühl durch aktuelles Erleben noch weiter verstärken kann. Sehr gut funktioniert das bei mir mit einer frisch gebrühten Tasse Kaffee in der Hand: Ich spüre die Wärme der Tasse in meiner Hand, was die Wärme der Sonne in meinen Gedanken intensiviert. Ich rieche den Duft des frischen Kaffees und ich schmecke den das leckere Aroma auf meiner Zunge. Ich aktiviere also alle meine Sinne und erlebe diesen Moment des Glücks jedes Mal neu und fast so intensiv, wie er damals war.

Einen solchen Moment haben Sie in Ihrem Leben mit Sicherheit auch, wobei Ihr Moment natürlich vollkommen anders aussehen kann als meiner. Auch Sie können diesen Augenblick jederzeit reaktivieren und so aufs Neue erleben. Probieren Sie es aus, Sie werden sehen, auch Sie können jederzeit und auf einfache Art und Weise mehr Zeit mit Glücklichsein verbringen.

Ich wünsche Ihnen dabei viel Freude und natürlich auch eine schöne neue Woche!

#selbstreflexion

#glück

#zufriedenheit

„Vielen Dank für das klare Feed-Back, dass ich gerade wieder voll ins alte Verhaltensmuster verfallen bin.“, sagte eine Teilnehmerin in dieser Woche in einer Seminarpause zu mir.

Bitte gerne, das ist sozusagen im Preis inbegriffen, schmunzelte ich in mich hinein.

Ich war gerade dabei mit einem ihrer Kollegen an einem Beispiel aus dem Alltag der Gruppe eine Gesprächstechnik vorzumachen. Plötzlich konnte die Kollegin nicht mehr an sich halten und mischte sich ein. Sie müsse jetzt mal kurz inhaltlich werden, auch wenn das hier nur als Beispiel für die Anwendung der Technik gedacht sei. Die Umsetzung des Themas gehe nicht schnell genug, so könne es nicht weitergehen, man müsse doch jetzt… und so weiter. Ich bedankte mich für die klaren Ansagen, aber nicht ohne den Hinweis, dass ich in etwa 10 Minuten mit Ihrem Kollegen auch an genau diesen Punkt gekommen wäre, nur eben auf eine andere Art: weniger „Ansage“, mehr Selbsterkenntnis.

Für unser Seminar war es klasse, dass sich diese Episode genau so zugetragen hat. Sie machte nämlich im Seminar schon einmal deutlich, was in den kommenden Wochen und Monaten auch im Arbeitsalltag immer wieder passieren wird. Verhaltensänderung erreichen wir niemals durch „Schalter umlegen“. Es ist normal, dass wir etwas Neues ausprobieren und dabei trotzdem immer mal wieder in die alten Verhaltensweisen zurückfallen, auch wenn wir das eigentlich gar nicht wollen. Dieser Rückfall ist kein kognitiver Prozess, „es“ passiert sozusagen einfach. Das alte Verhalten ist durch stabile Bahnungen im Gehirn meist sehr gut untermauert und diese Bahnungen aktivieren sich mehr oder weniger automatisch. Erst langsam werden im Gehirn neue Bahnungen aufgebaut und die alten irgendwann durch diese neuen ersetzt. Ein Hirnforscher erklärte mir einmal, dass im Schnitt ein neues Verhalten vierzig Mal erfolgreich umgesetzt werden muss, bis die neue Bahnung stabiler ist als die alte, wir also nicht mehr automatisch und ungewollt in altes Verhalten zurückfallen. Na, wenn das so ist, kann ich diesen „Rückfall“ im Seminar doch aller bestens verzeihen, denn wir stehen ja gerade noch bei der ersten neuen Ausführung des zu lernenden Verhaltens.

Ich erlebe es oft, dass Menschen sich wünschen, dass Veränderungen im Allgemeinen und ganz besonders Verhaltensänderungen doch schneller von statten gehen mögen. Das ist ein so nachvollziehbarer und menschlicher Wunsch, gerade in unserer schnelllebigen Zeit. Es bleibt aber ein Wunsch. In der Realität geht die Umsetzung immer nur in kleinen Schritten voran, meist sogar im Modus: zwei Schritte vor und einen wieder zurück. Wir sind halt Menschen und keine Maschinen, bei denen man Hebel umlegen kann.

Seien Sie also nachsichtig mit sich: Sie brauchen Geduld und müssen sich Fehler und Rückschläge verzeihen, dass ist Teil eines jeden Prozesses von Verhaltensänderung. Aber es ist doch sehr erleichternd: Sie dürfen Fehler machen, das gehört dazu – Sie müssen nicht perfekt sein, Perfektion ist in Sachen menschlichen Verhaltens meist eh gar nicht erreichbar und auch gar nicht sinnvoll.

Wann haben Sie sich zuletzt eine Verhaltensänderung vorgenommen und sind doch „voll“ ins alte Verhalten zurückgefallen?

Wer oder was hat Sie darin erinnert, dass Sie es doch anders machen wollten?

Welche Gedächtnisstützen können Sie verwenden, um Rückfälle ins alte Verhalten zu minimieren? Wenn Sie sich nämlich bewusst daran erinnern (kognitiver Prozess), dass Sie es ja anders machen wollen, dann passiert „es“ nicht mehr „einfach so“ – sie tricksen Ihr Unterbewusstsein also aus.

Viel Erfolg wünsche ich Ihnen bei allen Verhaltensänderungen, die noch vor Ihnen liegen und denken Sie daran: Sie müssen nicht perfekt sein!

#coaching

#veränderung

#selbstreflexion

Teamentwicklung und Führungskräfteausbildung verbinden

Aktuell liege ich gerade in den letzten Zügen meiner Vorbereitung, denn morgen beginne ich wieder einen neuen Teamentwicklungsprozess. Mein Kunde ist das Führungsteam einer Gemeindeverwaltung angeführt von einer jungen dynamischen Bürgermeisterin.

Mehrere Personalwechsel und eine Organisationsuntersuchung, die die Aufbauorganisation verändert hat und zudem eine neue Ablauforganisation in vielen Teilbereichen empfiehlt, prägen die Ausgangslage. Da ist man als Führungsteam gefordert: Der perfekte Zeitpunkt, um sich der gemeinsamen Herausforderung des “noch besser werdens” zu stellen.

Morgen starten wir also in diesen Prozess mit mehreren Workshops, Einzelcoachings, “Hausaufgaben” und Partneraufgaben – insgesamt eine Prozess über ca. 1,5 Jahre, denn “einfach Hebel umlegen” an einem Tag funktioniert einfach nicht.

Besonders freue ich mich, dass sich mein Kunde auch für die Kombination mit der Führungskräfteausbildung “Erfolgreich führen mit Coachingkompetenz” , die jeweils am zweiten Workshoptag ihren Raum finden wird. Das passt sehr gut zusammen, denn die Teilnehmenden können in den gemeinsamen Übungen dann gleich die Themen bearbeiten, die sich im Teamwokshop ergeben haben.

Das werden also zwei spannende Tage im wunderbaren Ambiente mit Seeblick in unserem schönen Seehotel. Ich freue mich drauf!

#coaching

#führungskräfteentwicklung

#erfolgreichführenmitcoachingkompetenz

#workshop

#seminar

In der vergangenen Woche begegnete mir ein Post in den sozialen Medien, der alle Leser um ein Like bat, die ihre Kindheit noch ohne Handy und Laptop verbracht haben. Da war ich natürlich voll dabei und klickte sehr spontan auf „gefällt mir“.

Meine Gedanken schweiften ab – wie war das noch in meiner Jugend? Wir waren draußen, führen mit den Fahrrädern durch die Gegend, kickten auf dem Bolzplatz oder saßen irgendwo rum und quatschten. Es gab eigentlich keinen Tag ohne Sport, ob beim Tischtennis im Verein, mit Freunden auf dem Basketballfeld oder als einsamer Fußballschiedsrichter bei der Laufeinheit im Wald. Medienkonsum war als Thema schlicht nicht existent, denn meist waren wir abends dann auch zu müde oder es war zu spät, um Fernsehen zu schauen. Bewegungsmangel und Übergewicht waren Fremdwörter.

Die nächste Phase, die ich erinnere, ist die der ersten mobilen Telefone und das schreibe ich ganz bewusst so. Der Makler, von dem ich mit meiner Frau 1994 in Rostock unsere erste Eigentumswohnung kaufte, hatte so ein mobiles C-Netz-Telefon. Es war ein schwerer eckiger Kasten mit einem Hörer darauf und einem Schultergurt, damit man es gut tragen konnte. Wenn man Glück hatte und gerade ein Netz verfügbar war, konnte man damit telefonieren und sonst konnte es… nichts! Bald darauf gab es die nächsten Varianten als Autotelefon und wenn wir ein Auto mit einer zweiten, meist sehr langen, Antenne erblickten, späten wir hinein und waren von dem Autotelefon fasziniert.

Nur 30 Jahre später sieht unsere Welt vollkommen anders aus. Mit modernen Handys kann man alles und mit etwas Glück sogar noch telefonieren. Wir sind eigentlich immer online, Nachrichten und Wissen sind immer und überall unbegrenzt verfügbar. Wir sitzen ständig vor den Bildschirmen oder starren auf unser Handy, Bewegung hat dramatisch abgenommen, Übergewicht ist omnipräsent, denn aktuellen Untersuchungen zu Folge sind 67% der deutschen Männer und 53% der deutschen Frauen übergewichtig. Für Kinder habe ich leider keine Zahlen, doch ich fürchte, wir würden auch bei diesen alle erschrecken.

Ich kenne Menschen, die haben schlicht vergessen, dass ein Mobiltelefon eine Ausschalttaste hat. Nicht selten berichten meine Klienten von regelrechten Entzugserscheinungen wie z.B. Gereiztheit oder Aggressivität, wenn sie über gewisse, oft sehr kurze Zeiträume nicht online waren.

Früher war es ein großer Luxus, ein mobiles Telefon zu haben. Was ist heute ein großer Luxus? Ich glaube, es ist eine Zeit, in der wir einfach mal „offline“ sind. Keine News, keine Mails, kein Telefonanruf, der uns überall auf der Welt erreicht, keine Videos, keine Reels und vor allem keine meist so besonders inhaltsvollen Fotos von unserem Essen.

So einen Tag haben Sie noch nie erlebt? Dann wird es Zeit dafür! Einfach mal aufstehen, keine elektronischen Geräte einschalten, sondern einfach sein: im Gespräch mit Familie oder Freunden, versunken in den eigenen Gedanken, im Erleben der Umwelt mit allen Sinnen, beim Spaziergang in der Natur, beim Duft des frischen Kaffees auf der Terrasse oder dem Balkon. 24 Stunden offline und ohne alle elektronischen Medien – Luxus pur!

Hilfe, Mario ist verrückt geworden? Nein, das glaube ich nicht, probieren Sie aus und gönnen Sie sich dieses wunderbare Luxusgut. Es ist sogar kostenfrei, aber ganz sicher nicht umsonst.

#einfachsein

#selbstreflexion

#coaching

Es gibt Tage im Jahr, an denen ist gefühlt „irgendwie gar nix los“. Für mich ist Karfreitag immer so ein Tag. Ich bin kein religiöser Mensch und gehe nicht in die Kirche und feire die kirchlichen Feste auch sonst nicht besonders. Dann bleibt dieser hohe kirchliche Feiertag als Tag zurück, an dem alle Geschäfte geschlossen sind, keine Sportveranstaltungen stattfinden, Feste verboten sind und viele Menschen keine Zeit haben, weil sie sich mit der Familie treffen. Das TV-Programm ist auch irgendwie anders und ja selbst der Bäcker um die Ecke hat geschlossen. Die Zeit steht plötzlich fast still – es ist für mich ein komischer Tag.

Vielleicht sind Sie am Karfreitag sehr eingespannt und haben viel zu tun, müssen arbeiten oder sind kirchlich aktiv. Dann kennen Sie dieses Gefühl, das ich oben versucht habe zu beschreiben, vielleicht trotzdem, nur eben von einem anderen Tag.

Ein solcher Tag erinnert mich zumindest immer wieder daran, dass ich jetzt die Wahl habe, welche Bedeutung ich diesem Tag gebe.

Eine Variante wäre, dass es ein doofer Tag ist, verlorene Zeit, nix ist los, kein Sport, den ich anschauen könnte, ich kann nicht einkaufen, überall ist alles still, verlorene Zeit. Arbeiten kann ich auch nicht, denn meine Kunden sind nicht erreichbar. Wenn ich dem Karfreitag diese Bedeutung gebe, dann ist es also kein schöner Tag, ich bin missmutig, schlecht drauf, für meine Mitmenschen eher schlecht zu ertragen und es kann nur schlechter werden an diesem Tag.

Eine andere Variante wäre, mich auf diesen Tag zu freuen, weil endlich mal niemand etwas von mir möchte. Ich habe einen ganzen Tag Zeit nur für mich. Ich kann Dinge tun, für die sonst nie Zeit ist. Vielleicht mal einen ganzen Tag meinem Lieblingshobby nachgehen oder Dinge aufräumen, die schon lange darauf warten. Etwas schönes Kochen und mich danach dem Genuss der Sinne hingeben oder einen schönen Ausflug in die Natur machen. Ein ganzer Tag geschenkte Zeit. Mit dieser Einstellung bin ich natürlich gut drauf, voller Vorfreude und auch mein Umfeld wird diese Einstellung sicher wahrnehmen.

Diese Wahlfreiheit haben wir übrigens immer, es ist also nie das konkrete Ereignis, das ein „Problem“ darstellt, sondern es ist immer unsere ganz persönliche Bewertung, die wir diesem Ergebnis geben. Doch diesen Aspekt zu vertiefen, würde den Rahmen dieses kleinen Impulses sprengen.

Wie gehen Sie einen Tag an, an dem vermeintlich „nix los ist“?

Welchen Tag haben Sie zuletzt als „verlorenen Tag“ empfunden?

Was hätten Sie tun können, damit es ein besonders schöner und kein verlorener Tag gewesen wäre?

Was nehmen Sie sich für den nächsten Tag dieser Art vor?

#zufreidenheit

#selbstreflexion

#coaching

Ich sollte mal weder ins Fitnessstudio gehen. Ich muss unbedingt mal wieder meine Eltern besuchen. Wenn ich erstmal im Ruhestand bin, mache ich eine Weltreise. Ich würde ja so gerne ein Instrument lernen, aber leide habe ich keine Zeit dazu.

Nur ein paar kleine oder auch größere Verschiebungen, die Sie sicher in ähnlicher Form auch kennen. Verschieben tun wir alle und meist gibt es nachvollziehbare Gründe dafür. Doch das ganze hat natürlich auch eine Kehrseite, denn oft weichen wir Dingen aus und schieben sie auf die „lange Bank“ und stellen uns damit der ein oder anderen Herausforderung einfach nicht. Letztlich ist alles eine Frage der Prioritätensetzung und wir bestimmen selbst, was wir angehen und umsetzen und was wir aufschieben.

Zu oft habe ich schon Menschen kennengelernt, die ihre Wünsche und Träume, das, was sie wirklich tun wollten, immer weiter verschoben haben. Immer war etwas anderes wichtiger, die Karriere, die Kinder und vieles mehr. Irgendwann war es dann zu spät, Krankheit oder gar Tod verhinderten die Umsetzung der Wünsche und Träume.

Zeit ist in unserem Leben immer ein knappes Gut, wir haben selten genug davon, deshalb kommen wir ohne Prioritäten, die wir selbst bestimmen, im Leben leider nicht aus. Überlegen sie also gut, was sie verschieben wollen und für was sie sich Zeit nehmen wollen und dafür andere Dinge zurückstellen. Dafür müssen Sie vielleicht einige Konsequenzen in Kauf nehmen und Sie müssen entscheiden, ob es Ihnen diese Konsequenzen wert it. Bei allen Überlegungen sollten Sie eines bedenken: Ihre Zeit ist auf jeden Fall nicht unbegrenzt vermehrbar, die Zeit, die vorbei ist, ist vorbei. Warten Sie nicht zu lange, irgendwann ist es für Ihre Wünsche und Träume vielleicht zu spät.

Was schieben Sie schon lange vor sich her?

Was wollten Sie – eigentlich – immer schon tun, haben es aber nie getan?

Wie stichhaltig sind Ihre Argumente zur Verschiebung – wieviel davon ist eigentlich nur Ausrede?

Was gehen Sie nach der Lektüre dieser Zeilen jetzt kurzfristig an?

#zufriedenheit

#selbstreflexion

#coaching

Die Finnen sind erneut – bereits zum siebten Mal in Folge – die glücklichsten Menschen der Welt. Das geht zumindest aus dem aktuellen UN-Weltglücksbericht hervor, der vor einigen Tagen vorgelegt wurde. Im Norden Europas scheinen ohnehin die glücklichsten Menschen zu leben, denn auf Finnland folgen weitere nordeuropäische Staaten wie Dänemark, Island und Schweden.

Na, soweit sind wir ja von Dänemark nicht entfernt, dann werden wir Deutschen doch wohl auch sehr glücklich sein, könnte man meinen. Doch weit gefehlt, für Deutschland geht es im aktuellen Bericht sogar deutlich abwärts und wir landen nach Platz 16 beim letzten Mal nun nur noch auf Platz 24.

Glück wird in diesem Bericht nicht als Freude im Moment verstanden, sondern eher als ein Gefühl der (allgemeinen) Zufriedenheit. Offenbar sind die Bevölkerungen in den skandinavischen Ländern sehr bodenständig und bewerten ihr Leben in den für diesen Report relevanten Faktoren (u.a. soziale Unterstützung, Lebenserwartung, Abwesenheit von Korruption und freie Entscheidungsmöglichkeiten) sehr positiv und sind mit ihrem Leben sehr zufrieden. Der finnische Psychologe Frank Martela führt speziell für Finnland auch an, dass offenbar die finnische Regierung effektiv funktioniere und in der Lage sei, für ihre Bürger da zu sein. Ein Gefühl, welches offenbar vielen Menschen in anderen Ländern gerade fehlt.

Nicht nur aber auch für Deutschland gilt, dass junge Menschen, die nach 1980 geboren sind, offenbar deutlich unzufriedener sind, als ältere Menschen, die vor 1965 geboren sind, – es gibt also eine Zufriedensheitskluft zwischen Senioren und Junioren. Na ja, ich überlasse Sie Ihren Gedanken, aber wundern kann es uns eigentlich nicht.

Wir sind in Deutschland also auf keinem guten Weg und das sollte uns alle nachdenklich machen. Für diesen kleinen Impuls stellen sich also einige Fragen:

Was macht Sie zufrieden?

Was – ganz konkret – ist aktuell der größte Unzufriedensheitsfaktor in ihrem Leben?

Was können Sie tun, um diese Unzufriedenheit zu reduzieren?

Warum fangen Sie nicht sofort damit an?

Wer oder was könnte Ihnen helfen, zufriedener zu werden?

Vielleicht sollten wir alle mal eine Reise nach Finnland unternehmen? Ich denke jedenfalls darüber nach.

#zufriedenheit

#glück

#selbstreflexion

Vor ein paar Tagen bekam ich eine wunderbare kleine Bildergeschichte zugeschickt, von der ich aber leider nicht weiss, ob ich sie hier frei von Rechten Dritter als Bild verwenden darf. Zwei Vögel betrachteten eine Vogelscheuche und der eine fragte den anderen, ob das ein Mensch sei? Dieser vermeinte vehement und der andere fragte, warum er sich so sicher sei? Die Antwort kam prompt:
„Sie starrt nicht auf ihr Handy!“

Für einen Moment musste ich intensiv schmunzeln und dann wurde mir schnell der tiefere Sinn dieser wunderbaren Bildergeschichte klar.

„Alles Erleben ist eine Frage der Aufmerksamkeitsfokussierung.“

Diesen Satz haben Sie vielleicht schon einmal gehört. Unsere Aufmerksamkeit können wir nicht teilen und inzwischen wissen wir ja auch, dass Multitasking uns Menschen eher nicht möglich ist. Dennoch erleben wir täglich Menschen, die durch die Straßen eilen und dabei auf ihr Handy starren. Die Steigerungsform davon wird erreicht, wenn diese Menschen zusätzlich noch Kopfhörer in den Ohren haben und Musik oder Podcasts hören.

Wie sieht das Erleben in diesen Momenten aus? Ehrlich gesagt, ich weiss es nicht, denn ich agiere nicht in diesem Modus. Nach allen heutigen Erkenntnissen kann man jedoch davon ausgehen, dass eine Reizüberflutung vorliegt, die dazu führt, dass nichts vollständig und intensiv wahrgenommen wird, die Dinge eher an den Betroffenen „vorbeifließen“ und es unbewusst wahrscheinlich zu einer Art Stresserleben kommt.

Stress und Reisüberflutung haben wir in unserer modernen Mediengesellschaft bereits zu viel und ich erlebe immer wieder Menschen, die sich nach dem Gegenteil sehnen, nämlich sich einer Sache ganz hingegeben zu können und diese mit allen Sinnen aufzusaugen und zu genießen. Dann erleben wir viel intensiver, schaffen bleibende Erinnerungen, fokussieren unsere Aufmerksamkeit voll und ganz. Das bedeutet z.B. im Wald spazieren zu gehen und dabei das Handy am besten gar nicht mitzunehmen, die Geräusche des Waldes zu hören, den Duft aufzusagen, die Tiere zu beobachten und so weiter.

Nur wenn wir uns ganz auf eine Sache fokussieren, können wir auch wieder ganz zu uns finden, spüren, was uns guttut, den Moment genießen und die Seele baumeln lassen. Einfach sein, hier und jetzt.

Wann haben Sie sich das letzte Mal beim Multitasking ertappt? Waren Sie zufrieden mit den Ergebnissen?

Wann haben Sie sich das letzte Mal ganz auf eine Sache fokussiert, waren vollkommen bei sich, abgetaucht im hier und jetzt?

Was haben Sie in diesen Momenten gemacht? Erinnern Sie sich und nehmen Sie die die Sinneswahrnehmungen, die Sie dabei hatten, noch einmal wahr.

Was könnte Ihr nächstes Erlebnis sein, auf das Sie Ihre Aufmerksamkeit vollkommen fokussieren und dafür alle Ablenkungen ausschalten wollen?

#coaching

#zufriedenheit

#wegbegleiter 2024