Der MP Impuls zur Selbstreflexion

Eine eigene Business-Idee zu haben und sich damit selbständig zu machen, ist immer ein spannendes Unterfangen. Die Wenigsten, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen, können ihn vollständig selbst finanzieren und so werden Banken als Geldgeber gebraucht. Banken aber benötigen zur Finanzierung einen Businessplan und so heißt es zu Beginn erstmal planen, rechnen und aufschreiben.

Das ist grundsätzlich auch sehr gut und ein Businessplan sollte Standard sein, um die Entwicklung des Vorhabens gut zu durchdenken und realistisch einzuschätzen. So weit, so gut!

Wie so oft im Leben kommt es in der Praxis dann häufig anders und die umfangreichen schriftlichen Überlegungen sind schnell Makulatur. Das gilt aktuell ganz besonders für die Gründer, die kurz vor Ausbruch der Corona-Krise gegründet haben und von deren Annahmen zum Gründungszeitpunkt nur wenig übriggeblieben ist.

Als Business Coach finde ich es immer wieder spannend, einen Gründer zu begleiten. Zum einen weil das häufig mutige, junge Menschen sind, mit denen es Spaß macht, zu arbeiten. Sie sind in der Regel kreativ und wollen etwas bewegen – solche Menschen mag ich. Zum anderen werde ich aber auch ganzheitlich gefordert, denn die Themen sind vielfältig und ich kann mich nicht nur als Coach sondern auch als ehem. Manager mit meinem Know-How zu den unterschiedlichen Aspekten der Selbständigkeit einbringen.

„Nach fast einem Jahr, wie läuft denn Dein Business so, wenn Du mal ganzheitlich draufschaust?“, fragte ich also meinen Klienten, der mit seiner Unternehmensgründung voll in die Corona-Krise geraten war. „Ich habe es mir einfacher vorgestellt, insbesondere die Kundenakquise“, war seine ehrliche Antwort.

Wir begaben uns also auf Ursachenforschung und kamen schnell auf den Kern des Problems. Mein Klient hatte sehr auf online-Werbung und dabei insb. auf Google gesetzt und war von den Ergebnissen vollkommen enttäuscht. Er erreichte nur einen Bruchteil der Neukunden, die er in seinem Business-Case geplant hatte und das obwohl dieser gar nicht besonders euphorisch war. Mein Klient war analytisch schon immer gut gewesen und so kam er auch hier sehr schnell auf den Punkt.

„Mein Budget ist viel zu niedrig, gegen die etablierten Anbieter, die das zehnfache Werbebudget einsetzen, habe ich bei den Listings keine Chance“, lautet seine Analyse.

Klare Analyse und vielleicht hätte man das vorhersehen können, aber das konnte jetzt auch egal sein. Er hatte es ausprobiert, es hatte nicht funktioniert, trial and error, das ist Unternehmertun.

Jetzt kam der spannende Moment, an dem wir uns mit der Frage beschäftigen mussten, was zu tun war? Diesen Ball werfe ich gleich mal zu Ihnen, was hätten Sie getan? So oft habe ich schon mit Menschen gearbeitet, die etwas ausprobiert haben und es hatte nicht funktioniert. Sie kamen z.B. mit ihrer Arbeitszeit nicht aus, sie bekamen nicht genug Anerkennung im Job oder auch in der Familie oder sie erreichten ihre sportlichen Ziele nicht. Immer liegt der gleiche Reflex nahe, wenn es nicht ausreicht, dann muss ich eben mehr tun!

Mehr vom Gleichen, dann wird es besser werden. Also mehr arbeiten, mehr tun, um es allen recht zu machen, mehr trainieren, bis sich der sportliche Erfolg einstellt. Manchmal funktioniert das, häufig leider nicht. So habe ich im Laufe meiner Zeit als Coach leider viele Menschen kennengelernt, die z.B. immer mehr gearbeitet haben. Am Ende hatten sie 60 oder 70-Stunden-Wochen, begannen immer mehr Fehler zu machen, wurden immer unzufriedener und kamen schließlich an den Rande des Burn Out.

Diese Reaktion des „Mehr vom Gleichen“ befürchtete ich auch bei meinem Klienten. Also mehr Goolge-Budget, dann wird es schon funktionieren. Zum Glück blieb diese Reaktion aus und mein Coachingnehmer wählte die andere Option, die ich bei meiner Arbeit ohnehin wesentlicher lieber anwende, nämlich:

Wenn etwas nicht funktioniert, versuche etwas anderes!

Ich hatte mich schon vorbereitet, meinen Klienten mit gezielten Fragen zu löchern, ob mehr Geld für Google für ihn wirklich die richtige Lösung war, zumal er die Budgets seiner Konkurrenz niemals hätte erreichen können, ohne insolvent zu werden. Doch das musste ich gar nicht. Es war klasse zu sehen, wie mein Klient sehr schnell auf neue Ideen kam, andere Wege zur Kundenakquise, ja teilweise sogar sein Geschäftsmodell zu modifizieren begann. Für ihn war offensichtlich klar, wenn es nicht wie geplant funktioniert, dann muss ich etwas anderes ausprobieren. Dafür hatte er gleich mehrere Ideen, die auch noch allesamt preiswerter waren als seine bisherige Werbestrategie.

Man kann ihm nur die Daumen drücken, dass sein Mut, seine Kreativität und sein Fleiß in dem aktuell nach wie vor schwierigen Marktumfeld belohnt werden. Als Coach freue ich mich darauf, ihn weiter zu begleiten. Als Mensch drücke ich ihm die Daumen.

Wie sieht es nun mit Ihnen aus – sind Sie auch schon einmal dem Reflex des „Mehr vom Gleichen“ erlegen?

Wenn ja, wann war das und hat es funktioniert?

Was hätten Sie stattdessen tun können, insb. wenn es nicht funktioniert hat?

Wie könnte eine für Sie passende Prävention aussehen, damit Sie beim nächsten Mal nicht unreflektiert mit „Mehr vom Gleichen“ reagieren? Mit wem könnten Sie sich z.B. austauschen?

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Der MP Impuls zur Selbstreflexion vom 11.09.2021

Olympische Spiele haben schon viele Geschichten geschrieben, spannende, glückliche und tragische. Auch Tokyo 2021 liefert solche Geschichten.

Es ist das Finale der Vielseitigkeitsreiter, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen Dressur, Gelände und Springparcours zu bewältigen haben: Große Herausforderungen für Mensch und Tier. Die letzten Reiter im finalen Springen starten in umgekehrter Reihenfolge, der bzw. in diesem Fall die Führende also als Letzte. In der langen olympischen Geschichte des Reitens hat noch nie eine Frau die Goldmedaille im Einzel der Vielseitigkeit errungen. Die führende vor diesen letzten 9 Hindernissen, welche die olympischen Parcoursbauer den Reitern und Pferden in den Weg gestellte haben, ist Julia Krajewski, Deutschland. 9 Hindernisse mit 12 Sprüngen, die gleich über die Medaillen nach drei harten Tagen entscheiden werden und die Abstände in der Spitze sind minimal.

Showdown: Tom McEwen ist im Parcours und der Mannschaftsolympiasieger mit Team Großbritannien macht es gut, er geht in Führung. Als die Stimme des Stadionsprechers durch die Arena hallt „ Julia Krajewski, Germany“ ist klar: Für die Goldmedaille darf sie sich keinen Springfehler leisten, ein paar Zeitfehler schon, aber was heisst das schon. Ein Fehler ist einer zu viel.

Ohne Zuschauer ist auch am Fernseher die Spannung im Stadion noch deutlicher spürbar, man hört jeden Galoppsprung des Pferdes, jedes tuschieren einer Hindernisstange. Selten habe ich einen Kommentator erlebt, der so emotional mitgegangen ist, auch er spürte wohl, dass er Historisches kommentiert.

Es sind noch zwei Steilsprünge zu gehen, Krajewski ist fehlerfrei, zwei Sprünge zu Gold und es passt alles, sie ist im Ziel – Gold für Deutschland und zum ersten Mal in der olympischen Geschichte Gold für eine Frau in der Vielseitigkeit. Die Emotionen nehmen Ihren Lauf, der Jubel ist groß.

Doch der für mich bemerkenswerteste Moment, der den Kern dieses Impulses bildet, steht noch bevor. Es ist nur ein kleiner Augenblick und doch so ein großartiger Moment.

Als Julia Krajewski den Parcours verlässt und sich der Schranke nähert, hinter der die ersten Gratulanten bereits warten, erkennt man am Bildrand einen Mann mit Reitkappe und der Flagge Großbritanniens auf dem Ärmel. Es ist Tom McEwen, der Brite, der gerade die Goldmedaille an Julia Krajewski abtreten musste. Er ist der erste Gratulant! Was für eine Geste, ein großartiger Moment!

Das ist die wahre Größe eines Champions, die wir hier zu sehen bekommen. Der Sport ist so oft gnadenlos, es kann nur einer gewinnen. In einem solchen Moment nicht zu hadern und nicht nach Ausreden zu suchen, warum es nicht geklappt hat, sondern einfach die Leistung des Anderen anzuerkennen, das ist Größe. Sich ehrlich mit dem anderen zu freuen – fantastisch. Wer wüsste besser als der direkte Konkurrent, welche Leistung in diesem Moment gerade vollbracht wurde, wieviel Training und Fleiß und welche Nervenstärke zusammenkommen müssen, für den großen Triumph. Freude zu teilen ist großartig.

Es auch der Moment, in dem man spürt, dass McEwen sich – völlig zu Recht – nicht als Verlierer sieht. Er hat Silber gewonnen, nicht Gold verloren. Es war nur eine besser, so wertet er auch seine Leistung nochmals auf – so soll es sein.

So sehr die großen Sieger oft und zu Recht im Rampenlicht stehen, für mich sind es diese kleinen Momente, die Olympia so einzigartig machen.

Können Sie das auch, sich ehrlich mit einem anderen freuen, selbst wenn sie vielleicht gerade verloren haben?

Erkennen Sie die Leistungen anderer bedingungslos an?

Falls Sie darüber noch nie nachgedacht haben, lade ich Sie dazu ein, es lohnt sich. Nicht umsonst lautet eine alte Weisheit im Sport: In der Niederlage zeigt sich wahre Größe!

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Der MP Impuls zur Selbstreflexion

Ein neuer Klient und ich kenne das inzwischen schon. Ein wenig Small-Talk, dann die erste halbe Stunde Erzählung, worum es grob geht und schließlich stelle ich immer die gleiche Frage:

„Wofür arbeiten wir beide zusammen?“

Es ist die erste wichtige Intervention, denn mein Klient muss sein Coachingziel definieren und das ist häufig genug bereits für sich genommen eine sehr wichtige, manchmal gar die zentrale Erkenntnis. Den wenigsten meiner Klienten fällt es leicht, ihr Ziel mal eben so an den Flipchart zu schreiben. Manchen fällt es gar sehr schwer, sie müssen lange überlegen, brauchen viel Unterstützung und die wichtige innere Suche öffnet bereits zahlreiche neue Türen.

Diesem neuen Klienten viel es ganz besonders schwer.

„Ich weiß nicht, eigentlich ist ja alles gut in meiner neuen Firma, aber irgendwie auch nicht. Die Kolleginnen und Kollegen sind alle nett und doch fühle ich mich manchmal ausgeschlossen – sie sind anders. Mein Chef ist auch ein netter Mensch, aber ich werde nicht wirklich warm mit ihm. Ich kann es nicht besser beschreiben, aber irgendetwas passt nicht.“

„Also, wofür arbeiten wir beide zusammen, was ist Dein Ziel?“, wiederholte ich meine Frage, obwohl ich wusste, dass mein Klient sie nicht beantworten konnte. Im Moment gab es auch gar nichts zu ändern, es ging erst einmal darum, zu verstehen. Die Anderen konnte er nicht ändern, das war ihm klar. Sich selbst wollte er nicht ändern, er war mit sich „im Reinen“. Aber warum nur fühlte er sich unwohl unter lauter netten Menschen?

„Vielleicht musst Du ja als Erstes Erkenntnisse sammeln, bevor Du irgendetwas verändern kannst oder willst?“, versuchte ich ein wenig zu steuern. Das passte gut für ihn und er formulierte für unseren ersten Arbeitsschritt ein passendes Ziel, verkürzt: Erkenntnisse sammeln, was das Störgefühl bei ihm verursacht.

Vielleicht ist Ihnen das ja auch schon einmal so ergangen, „irgendetwas“ passt nicht, aber Sie konnten nicht beschreiben, was es war. Die Menschen sind alle nett, aber irgendwie sind sie anders, Sie fühlten sich unwohl. Das ist keinesfalls ungewöhnlich, denn oft kann man auf den ersten Blick die eigentliche Ursache nicht sehen. So ging es auch meinem Klienten, mit dem ich mich zunächst ein wenig in die Vergangenheit begab.

Er hatte die letzten Jahre in einem kleinen Start-up gearbeitet und viele Freiräume genossen. Er arbeitete selbständig und das gefiel ihm gut. Er konnte sich seine Ziele selbst setzen, er strebte voran, konnte seine Ideen ausleben. Die Entscheidungswege, wenn es sie denn überhaupt gab, waren kurz, meistes entschied er selbst. Er stand gerne im Mittelpunkt und heimste Lob für seine Leistungen ein. Irgendwann aber wurde ihm alles zu klein und er wollte etwas Größeres erreichen. Er wechselte in einen großen Konzern.

„Ok, nun bist Du also im Konzern, was ist anders?“, fragte ich ihn. Er schwieg eine Zeit, dann berichtete er von vielen Regeln und Vorschriften, von langen Entscheidungswegen. Er bekam die Themen, an denen er arbeiten sollte, vorgegeben, selbst aussuchen konnte er nur noch selten. Er hatte immer dafür gebrannt, seine Sache gut zu machen, die Idee musste überzeugen, der Rest war nicht so wichtig. An seinem neuen Arbeitsplatz war das anders: „Entspann Dich, Du musst nicht immer die besten Ideen haben, Du kommst auch mit Durchschnitt weiter, Hauptsache die Form stimmt.“ Diesen Satz einer erfahrenen Kollegin wiederholte er leise, zumindest die zweite Hälfte: „… Hauptsache die Form stimmt.“

So langsam kamen wir an den Kern der Sache und ich entschied mich, meinen Klienten mit dem Werte- und Organisationsmodell des Psychologen Graves bekannt zu machen. Der ehemalige US-Professor für Psychologie Clare Graves, der 1986 verstorben ist, hat ein Werte- und Entwicklungsmodell für Menschen und auch für Organisationen entwickelt. Dabei wechseln sich jeweils eine individuumsorientierte und eine gruppenorientierte Stufe ab. Sowohl Menschen als auch Organisationen entwickeln sich in diesen Stufen, können jedoch zwischendurch auch Rückschritte haben. Es geht nicht immer nur aufwärts. Das Modell von Graves ist im übrigen nach oben offen, weil er davon ausging, dass noch nicht alle zukünftigen Entwicklungstufen bekannt sind.

Ich erläuterte meinem Klienten die Stufen und bat ihn, sich auf einer Stufe einzuordnen. Er ordnete sich auf der Stufe Leistung & Gewinn ein. Ihm ging es darum, Ziele zu erreichen. Er wollte gute Ergebnisse erzielen und Erfolg haben. Er dachte unternehmerisch und er wollte der Beste sein. Und dann sagte er den Satz, der für sein Thema unseren Durchbruch darstellte: „… so waren wir alle bei meinem früheren Arbeitgeber, die ganze Firma war so, dass war unsere DNA!“

Seine Augen waren weit offen, er starrte mich geradezu an, ich lächelte und fragte: „Und der Konzern, ist der nicht so? Und wenn nicht, auf welcher Stufe ist der Konzern?“

„Eine Stufe darunter“, sagte mein Coachingnehmer sofort. Es dominieren die Regeln, die Organisation ist wichtiger als der Einzelne und wichtiger als das Ergebnis. Es muss nicht super sein, aber die Spielregeln müssen eigehalten werden.“

Wir gingen seine Kolleginnen und Kollegen durch, die er ja alle als nett beschrieben hatte und das waren sie auch. Aber sie vertraten andere Werte, sie lebten die Strukturen, sie waren diszipliniert und zuverlässig. Aber irgendwie war halt alles starr und unbeweglich, es fehlte – salopp gesagt – der Pepp.

Plötzlich war ganz klar, was vor zwei Stunden noch ein Koffer voller Fragezeichen war. Sein aktueller Arbeitgeber und er lagen nicht mehr auf der gleichen Werteebene, der Wohlfühlfaktor aus Start up Zeiten war dahin.

Ich kürze ab: Diese Erkenntnis war großartig für meinen Klienten. Er dachte einige Wochen darüber nach, ob er eine Werteebene zurück gehen wollte und sich in das Konzerngefüge einordnen konnte – wollte und konnte er nicht. Er dachte darüber nach, ob sich der Konzern auf seine Wertebene fortentwickeln würde – würde er wohl nicht. Er überlegte auch, ob er in Kenntnis dieser Differenzen sich mit dem täglichen Erleben arrangieren könnte – nein, auch nicht. Inzwischen hat er sein eigenes Start up gegründet.

Das Werteebenen-Modell von Graves liefert uns wertvolle Hinweise, wenn wir uns bewusst werden, wo wir gerade stehen – das ist immer der erste Schritt. Befindet sich unser Umfeld dauerhaft auf einer anderen Ebene, dann passt etwas nicht zusammen, das wir manchmal gar nicht so einfach in Worte fassen können. Es ist häufig eher so ein latentes Unwohlsein, kein klares Wissen. Ein kurzfristiges Auseinanderfallen der Ebenen, ist meist auszuhalten. Ein dauerhaftes Auseinanderklaffen ist es hingegen in der Regel nicht.

Auf welcher Wertebene von Graves würden Sie sich aktuell einordnen?

Wo steht die Organisation, für die Sie arbeiten?

Wo stehen die Menschen, die Ihr unmittelbares Umfeld bilden?

Welche Harmonien oder Disharmonien werden gerade besser nachvollziehbar?

Was müssen Sie vielleicht verändern?

Viele weitere Informationen zum Wertemodell von Graves finden Sie im Internet, es lohnt sich.

Es ist soweit: “Inspiration Eichhörnchen” – mein neues Buch

Es hat so viel Spaß gemacht an diesem Projekt, das eher zufällig entstanden ist zu arbeiten. Erst war die Beobachtung der Tiere, dann die vielen Bilder von Ihnen, dann die Idee, was ich daraus machen könnte. Vor allem sollte es auch etwas werden, das es so am Markt noch nicht gibt!

Acht Monate intensiver Arbeit stecken in meinem neuen Buch und auch ich habe dabei viel (vor allem über Eichhörnchen) gelernt.

Den Klappentext des Buches wollte ich hier nicht wiederholen und habe ihn deshalb für Sie eingefügt. Mein Buch bietet die Chance, von der Natur zu lernen und gleichzeitig – quasi zur Auflockerung – die Schönheit der Eichhörnchen zu genießen. Oder kennen Sie jemanden, der Eichhörnchen nicht mag?

Immer wieder begegnet mir im Alltag der Satz: “Ja, Coaching könnte ich auch mal gebrauchen, aber ich habe keine Zeit dazu bzw. kann es mir nicht leisten.”

Mit meinem neuen Buch können Sie sich selber coachen! Ich stelle Ihnen mein Wissen und meine Techniken zur Verfügung. Mein Buch greift viele der wichtigsten Themen, die ich auch immer wieder im Einzelcoaching mit meinen Klienten bearbeite, auf – es ist ein klassisches Workbook!

Hier sind die 22 Coachingimpulse, die mit entsprechenden Techniken unterlegt sind:

Neugierig geworden? Das würde mich freuen!

Investieren in Sie in sich selbst – es lohnt sich!

Mein Buch gibt es gerne portofrei und signiert direkt bei mir!
Mail an: post@marioporten.de

Ich freue mich auf Sie!

Natürlich auch in jeder Buchhandlung oder online:

“Inspiration Eichhörnchen – ein Leitfaden für Ihr Selbstcoaching”

Taschenbuch, 270 Seiten mit fast 200 Farbfotos

ISBN: 978-3-7543-1805-8, erschienen bei BoD Books on Demand, Norderstedt, 2021

Kaufen im BoD Bookshop oder bei amazon.

Der MP Impuls zum Wochenende

„Das ist aber neu!“, sagte mein Coachingnehmer vor ein paar Wochen zu mir. Als ich ihn fragend anschaute, weil ich beim besten Willen nicht wusste, was er meinte, legte er nach.

„Der Slogan auf Ihrem linkedin Profil, dass mit dem zufriedener machen.“

Jetzt wusste ich, was er meinte, denn in der Tat hatte ich auf meinem Profil vor ein paar Tagen mein Motto, nachdem ich schon viele Jahre arbeite, ergänzt:

„Ich möchte Menschen zufriedener und dadurch auch erfolgreicher machen.“

„Aber ist das nicht falsch rum? Muss es nicht heißen erfolgreicher und dadurch zufriedener machen?“, wollte mein Klient schließlich noch wissen. „Und überhaupt, ist das nicht eigentlich das gleiche?“

Ich lächelte, denn jetzt waren wir genau bei meinem Lieblingsthema. „Nein, das steht da ganz bewusst so und nicht andersherum.“

Es lohnt sich genauer hinzusehen, das ist jedenfalls meine Erfahrung. Sind alle Menschen, die erfolgreich sind auch zufrieden? Sind alle Menschen, die zufrieden sind auch erfolgreich? Und überhaupt, wann ist man denn erfolgreich? Und wann ist man zufrieden? Ist Zufriedenheit ein allgemeingültiger Begriff? Ganz sicher nicht! Und Erfolg – ist Erfolg irgendwo definiert? Nein, auch das nicht, es gibt aber vielleicht so etwas wie häufig verwendete Kriterien, die für die Erfolgsmessung herangezogen werden. Einkommen könnte so ein Kriterium sein oder Karriere. Aber ist das wirklich der richtige Maßstab für Erfolg? Viele Fragen – keine Antworten.

Ich werde versuchen, die Themen einzeln aufzugreifen und aufzulösen. Natürlich werden wir uns einig, wenn wir anhand von Beispielen versuchen, zu definieren, ob Menschen erfolgreich sind. Weltmeister und Olympiasieger im Sport sind erfolgreich. Unternehmer, die etablierte Firmen aufgebaut haben und leiten sind erfolgreich. Forscher, die bahnbrechende Erfindungen machen und Nobelpreise erhalten, sind erfolgreich. Einverstanden.

Sind diese Menschen aufgrund Ihres Erfolges auch zufrieden? Vielleicht, aber auch nur vielleicht. Viele Olympiasieger sind depressiv geworden, erfolgreiche Unternehmer ausgebrannt, Forscher ebenso. Von Zufriedenheit also keine Spur. Nicht immer führt das, was wir gemeinhin als Erfolg bezeichnen auch zur Zufriedenheit, der Preis, den wir für den vermeintlichen Erfolg zahlen, ist oftmals viel zu hoch. Keine Zeit mehr für Freunde und Familie, 70-Stunden-Woche, ungesunde Ernährung, wenig Schlaf, zu viel Verantwortung, hohe Reisebelastungen und vieles mehr. Viele Menschen, die aufgrund ihres Erfolgs ständig im Rampenlicht stehen, wollen das gar nicht und würden sich viel lieber aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Erfolg ist keinesfalls ein Garant für Zufriedenheit, weil Erfolg zumeist von anderen und nicht von uns selbst definiert wird. Das aber ist das Problem: Die Fremddefinition von Erfolg und die Selbstdefinition von Zufriedenheit passen zu oft nicht zusammen.

Die Richtung über mehr Erfolg auch zufriedener zu werden, funktioniert also nur, wenn ich vorher selbst definiert habe, was Erfolg für mich bedeutet. Nur dann, wenn es mein Erfolg ist, wird er mich auch zufriedener machen. Als Buchautor wäre ich im Allgemeinen sicher erfolgreich, wenn mein Buch in viele Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft würde. Strebe ich das an? Um Himmels Willen nicht – meine Definition, wann ich ein erfolgreicher Buchautor bin, ist eine vollkommen andere!

Erst wenn Menschen also definiert haben, was für sie ganz persönlich Erfolg bedeutet und sich dabei von der Meinung anderer unabhängig gemacht haben, kann mehr Erfolg auch zu mehr Zufriedenheit führen. Meine Erfahrung ist, dass eine solche persönliche Erfolgsdefinition selten vorliegt. Oft bleibt dafür keine Zeit oder die Menschen können sich eine eigene Definition nicht leisten, weil sie von der Beurteilung anderer abhängig sind. Im Ergebnis ist meine Erkenntnis: Menschen erfolgreicher und dadurch auch zufriedener machen, funktioniert viel zu oft nicht!

Wenn wir das Ganze umdrehen, begeben wir uns zunächst auf die Suche, was uns zufrieden macht. Was uns zufrieden macht, tun wir in der Regel gern. Wer steigert nicht gerne seine Zufriedenheit? Und wenn wir etwas gerne tun, dann haben wir oft Spaß dabei und wenn es Spaß macht, geht es leicht von der Hand und wir machen es meistens auch gut! Wenn wir etwas gut machen, werden wir erfolgreich! Das können wir meistens gar nicht verhindern. So rum geht es immer! Überlegen Sie einmal, wen Sie kennen, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat? Ist er zufrieden? Bestimmt! Ist er erfolgreich? Bestimmt auch das! Wenn wir ihn fragen, wie sich beides miteinander verhält, dann würde er uns höchstwahrscheinlich erklären, dass er so viel Spaß an seiner Arbeit hat, dass der Erfolg ganz von allein kam. Er hat es gar nicht als Arbeit empfunden, es ging leicht von der Hand, er war gut und der Erfolg stellte sich quasi von allein ein. Ich habe das von Menschen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, schon oft gehört! Sie auch? Erst zufriedener und dadurch fast automatisch auch erfolgreicher – so rum funktioniert es immer!


Der Prozess beginnt also immer bei uns selbst: Wir müssen zunächst wissen, was wir wollen, was uns zufrieden macht. Dann können wir die richtigen Entscheidungen treffen, den richtigen Job suchen, den richtigen Arbeitgeber, die richtigen Leute kennenlernen, das richtige Hobby aussuchen und vieles mehr. Wenn wir wissen, was uns zufrieden macht, werden wir automatisch erfolgreicher, denn es fällt plötzlich auch viel leichter unabhängig von anderen zu definieren, was Erfolg eigentlich ist.

Sie ahnen vielleicht, dass die Coachingsitzung mit meinem Klienten einen ganz anderen Verlauf nahm als eigentlich geplant. Das vorgesehene Thema vertagten wir, denn an diesem Tag ging es nur noch darum, was ihn zufriedener macht.

Nun sind Sie an der Reihe – tun Sie schon, was Sie zufriedener macht?

Wo eifern Sie noch Erfolgsdefinitionen nach, die andere gemacht haben und nehmen dafür persönliche Unzufriedenheit in Kauf?

Was müssen Sie ändern, damit Sie zufriedener und damit auch erfolgreicher werden?

Das ist doch ein lohnenswerter Suchprozess – viel Erfolg dabei!