Es war das heißeste Juni-Wochenende aller Zeiten, da fühlten sich die rund 30 Grad an diesem Montag in Heidelberg fast schon angenehm an. Für meinen Zoobesuch hatten sie dennoch eher negative Auswirkungen, denn zum einen fehlte mir doch etwas die (mentale) Frische und auch viele Fotomodelle waren sehr träge oder zeigten sich gar nicht. Wie immer galt es, das Beste aus der Situation zu machen, die Natur ist nun mal keine Filmkulisse, in der immer das passiert, was man sich wünscht.
Da es mein erster Besuch im Zoo Heidelberg war, stand das Kennenlernen der Anlage natürlich im Vordergrund. Ganz oben auf der fotografischen Wunschliste standen die jungen Tiger, die tragischer Weise kurz zuvor ihre Mutter verloren hatten und der Nachwuchs der Goldkatzen. Diese hatten aber gar keine Lust und verließen ihren Stall nicht. Ich bekam sie an diesem Tag nicht zu Gesicht.
Immerhin brachte mich der Tipp einer netten Tierpflegerin auf die Spur der jungen Tiger, die ich ansonsten in ihrer großen Innen- und Außenanlage wohl nicht gefunden hätte, denn auch für die beiden galt: Bei diesen Temperaturen chillt man am besten gut getarnt in einer Ecke und bewegt sich nicht. Ein paar wenige Fotos waren mir dennoch vergönnt.
Ich mag Robben immer sehr und so hatte ich meinen Spaß bei den Mähnenrobben, die man in Heidelberg besuchen kann. Am Morgen tollten die Tiere noch fröhlich durchs Wasser, am Mittag kehrte auch hier die Trägheit und das Sonnenbaden ein.
Als Großkatzenfan machte ich mich natürlich auch auf den Weg zu den Berberlöwen, auch wenn ich schon ahnte, welches Szenario mich erwarten würde. Man chillte.
Besonders gut gefielen mir auch die beiden großen, begehbaren Volieren, einmal mit heimischen Seevögeln und einmal mit Exoten, wobei in dieser Voliere auch zwei Faultiere und Schildkröten wohnen.
Werfen wir zunächst einen Blick in die Seevogelvoliere:
Natürlich war ich voller Hoffnung, auch die Faultiere, die ja immer ein besonders netter Anblick sind, in Action zu erleben. Immerhin, gemeinsam mit anderen Besuchern fand ich nach langer Suche ein Fellknäuel in einer Schlafbox – na gut, wenigstens gesehen. In dieser tollen Voliere hätte ich aber trotzdem noch länger bleiben können:
Ich muss gestehen, dass ich mich mit der Wegführung des Zoos schwer getan habe. Weder fand ich einen klar ausgeschilderten Rundweg, noch überzeugte mich die Ausschilderung der Wege. So lief ich viel, ohne wirklich meine Ziele vor Augen zu haben, was bei diesen Temperaturen zusätzlich ermüdend war.
Leider waren die Gorillas an diesem Tag nur im Haus, denn an der Außenanlage wurde gearbeitet. Die Temperaturen im Haus waren unerträglich und so bleiben die wunderbaren Menschenaffen ein Ziel für meinen nächsten Besuch.
Eine schöne Anlage fand ich auch im Afrikarevier. Hier lebten die Blessböcke mit den Zebras zusammen. Auch allerlei Federvieh war auf der Anlage.
Immer lustige Gesellen sind die Erdmännchen und so war es auch in Heidelberg. Bei ihnen kommt man als Fotograf immer auf seine Kosten!
Ich hätte sicher noch viel mehr entdecken können, denn der Zoo bietet eine breite Vielfalt an Tieren. Gezielt gesucht habe ich noch die roten Pandas, weil ich diese Tiere besonders hübsch finde. Hoch oben in den Baumkronen schliefen sie außerhalb des für die Kamera erreichbaren Bereiches.
Sehr gut gefallen hat mir wieder die schöne Teichanlage, die das zu Hause der Flamingos und Pelikane darstellt. Die bunten Tiere sind ja immer ein schönes Fotoobjekt und die Anlage lud zum Verweilen ein, zumal auch Nachwuchs auf der Anlage war. Kleine Flamingos mit ihrem flauschigen grauen Fell sind ja immer ein Hingucker, auch weil sie so einen Kontrast zum leuchtenden Pink ihrer Elterntiere darstellen. Ein herrlicher Anblick.
Viele Tiere blieben an diesem warmen Montag für mich unentdeckt, so z.B. auch die Bären. Dass es trotzdem immer noch viel zu sehen gab, zeigt die Abschlussgalerie, in der ich noch weitere Fotomodelle zusammengefasst habe.
Ohne Frage ist der Zoo Heidelberg einen weiteren Besuch wert. Bei niedrigeren Temperaturen und dann schon mit etwas Ortskenntnis, werde ich hier ganz bestimmt nochmal auf Fotosafari gehen. Gerade für die vielen tollen Vögel (z.B. die Hornvögel), die allerdings in ihren Volieren schwer zu fotografieren sind, hatte ich an diesem Tag gar keine Geduld.
Wer war schon einmal im Heidelberger Zoo?
Was war Euer besonderes Highlight?
Ich freue mich wie immer auf Eure Kommentare.
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